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Messfehler

„Wer misst, misst Mist“ hieß es in meiner Jugend in einer Artikelserie eines Elektronikmagazins. Das gilt aber nicht nur für die Messung von Strömen oder Spannungen, sondern auch für z.B. meine tägliche Blutdruckmessung. Hier musste ich in den letzten Wochen mich ziemlich plagen um das Blutdruckmessgerät zu einer Messung zu bewegen deren Ergebnis „wahscheinlich“ aussah.

Zu oft wurden die Anläufe beim Messen mit „ERR“ im Display belohnt oder es gab Werte die für mich jenseits von Gut und Böse lagen, z.b. 78:53 ist ein Blutdruckwert den ich so einfach nicht glauben und in meine Statistik eintragen kann und will.

Also musste Abhilfe her und ich habe mich für ein neues Blutdruckmessgerät entschieden. Diesmal von der Marke Aponorm Basis welches im Gegensatz zu meinem alten Visomat 20/40 so vorgeht, dass die Manschette erst mal bis über den oberen Wert aufgepumpt wird und dann der Druck wieder abgebaut wird. Am Ende der Messung erhält man das Messergebnis. Beim Visomat 20/40 war es noch so, dass der Druck kontinuiertlich aufgebaut wurde und dann kam das Ergebnis und die Luft wurde aus der Manschette gelassen.

Nachdem ich nun mit dem neuen Gerät messe sieht der Blutdruck viel besser aus als vorher. Hier mal meine Statistik über die letzten 60 Messungen (Stand gestern abend) und die senkrechte schwarze Linie markiert den Zeitpunkt ab dem das neue Gerät im Einsatz ist.

BlutdruckMan sieht sofort, dass rechts von der Line die Sprünge bei Sys und Dia geringer sind als links davon. Und insgesamt sind die Werte auch niedriger als das was das alte Gerät gemessen hat.

Hier stellt sich dann für mich als Techniker die Frage, welche Lebensdauer so ein Gerät hat. Meine Blutdruckstatistik hat seit Januar 2010 über 2500 Werte erfasst, könnte also die Lebensdauer eines solchen Gerätes damit erschöpft sein? Aponorm bietet drei Jahre Garantie, die Frage ist ob das Gerät länger hält oder nicht.

Unabhängig davon war die Neuanschaffung auf jeden Fall sinnvoll, denn was nützen mir Messwerte denen ich nicht (mehr) vertrauen kann. Aus diesem Grund habe ich auch diese Woche eine neue Waage bestellt, denn unsere alte Waage zeigt deutliche Schwankungen von +/- 5 kg wenn man mehrfach hintereinander Messungen macht. Das ist zur Kontrolle des Körpergewichtes dann natürlich der totale Flop. Da bin ich dann mal auf die neue Waage gespannt, ob deren „Streuung“ auch so extrem ist oder ob die Messwerte reproduzierbar sind. Aber das werde ich erst bis zum Wochenende wissen.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

1 Kommentar

  1. Was mir bei den Blutdruckmessgeräten für den Oberarm aufgefallen ist, dass die Manschetten ein Schwachpunkt sind. Und ich musste mit dem Geräte zu Gegenkontrolle in die Praxis. Der Arzt riet dringend dazu.