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Eine Weihnachtsgeschichte

Es war einmal ein Volk, das darbte schon im sechsten Jahr einer weltumspannenden Finanzkrise. Natürlich ging es nicht allen schlecht, eine kleine Minderheit konnte durchaus mit ihrem Lebensstandard zufrieden sein, beispielsweise die Politiker die ihre Bezüge bei Bedarf jederzeit selbst erhöhen konnten. Aber viele Bürger stellten fest, dass die Kosten zum Abdecken der Grundbedürfnisse immer mehr stiegen und ihre Löhne stagnierten, was der herrschenden wirtschaftlichen Ideologie geschuldet war. Aber  Ideologien darf man ja nicht kritisieren, und so brauchte man andere Schuldige und Feindbilder die man für die Misere verantwortlich machen konnte.

Diesem Volk konnte lange von einer einfachen Einteilung der Welt in Gut und Böse, Schwarz und Weiß oder auch West und Ost zehren. Viele Jahre wurde die Angst vor dem mächtigen Gegner im Osten geschürt, der plötzlich vor der Tür stehen könne und dann statt Milchschnitten zu bewerben eher sein
Weltbild den armen Bürgern aufzwingen würde. Da kam man dann schon mal auf so griffige Parolen wie „Lieber tot als rot“ und war bereit, das Vaterland bis zur letzten Patrone gegen diese grausame Bedrohung zu verteidigen. Und man rüstete auf um dem Gegner unmissverständlich klar zu machen, das man ihn mindestens ein mal mehr vom Anlitz des Planeten tilgen könne als er es mit seinem Waffenarsenal kann.

Doch dann verlor der Gegner die Lust an diesem Spiel und wandte sich lieber den Problemen seiner Bürger zu als weiter in einen unsinnigen Rüstungswettlauf zu investieren. Man entließ Teile des Reiches in die Unabhängigkeit und auch das nach dem letzten Krieg geteilte Land unserers Volkes durfte sich
wieder zu einer stolzen Nation vereinigen. Im Freudentaumel dieser Verbrüderung wurde dann auch gerne mal ein Gesetz durchgewunken das den Bürger des Landes im Rahmen der gelebten Brüderlichkeit einen
Solidaritätszuschlag abverlangte. Blühende Landschaften sollten entstehen, das einzige was jedoch blühte war die Gier der Finanzhaie die die neuen Bundesländer „abwickelten“ und in die Armut schickten.

Zugleich huldigte man ungehemmt der neuen Ideologie des großen Bruders jenseits des großen Teiches, denn der Zerfall des östlichen Feindes bewies ja eindeutig, dass sein Wirtschaftssystem fehlerhaft und daher nicht überlebensfähig war. Und man begann die neue Lehre überall zu implementieren, was letztlich hieß, dass man viele staatliche Funktionen anfing zu privatiisieren, denn gewinnorientierte Unternehmen können ja viel besser wirtschaften als ein Staat der nur Daseinsvorsorge betreiben muss. Selbstverständlich ging das mit dem Absenken der Sozialleistungen einher, daber laut Lehre müsse das so sein, denn wenn eines Tages auch die letzte staatliche Funktion privatiisiert werden würde, dann würde auch der Markt alles regeln und alle Menschen würden glücklich sein.

Trotzdem mangelte es den Menschen an einem Feindbild. Den Mächtigen war klar, dass sich die Herde des Wahlviehs nur dann nach Wunsch steuern lässt, wenn man das Drohszenario des Wolfes irgendwie errichten könne. Der ehemalige Gegner winkte jedoch ab, er wollte nicht weiter die Rolle des Buhmanns spielen, also brauchte es eine andere Definition des Bösen das es zu bekämpfen galt. Man fand es in den Terroristen und ihren Unterstützern und war begeistert. Endlich konnte man die westlichen Werte überall auf der Welt gegen den Terrorismus verteidigen, jede Menge Waffen produzieren und exportieren und so ganz nebenbei die  Kontrolle über das immer knapper werdende Öl erlangen. Das ein paar der eigenen Marionetten dabei auf der Strecke blieben ist als  unvermeidlicher Kolateralschaden einzuordnen, ebenso wie die unzähligen Nicht-Terroristen die dummerweise genau dann neben den bösen Terroristen standen als man diese mit einem Drohnenangriff ermordete.

Diese Kriege mit denen man eine Region überzogen hatte ezeugten natürlich auch eine ganze Menge Flüchtlinge. Klar, keiner findet es lustig wenn seine Stadt zerbombt wird und man in Angst und Schrecken lebt. Und der Flüchtlingsstrom wurde zum Problem, denn statt in andere arme Regionen zu fliehen zog es die Flüchtlinge dahin, wo sie Wohlstand und Verständnis vermuteten. Also beispielsweise zu dem Volk das sich Werte wie die Gleichheit aller Menschen in ihr Grungesetz geschrieben hat.

Doch dieses eingangs erwähnte Volk hatte dank des ständigen Sozialabbaus selbst große Probleme mit sich. Und wenn jemand verzweifelt ist, dann klammert er sich manchmal auch an den letzten Strohhalm und fällt auf Führerfiguren herein. Ist ja nichts neues für dieses Volk das in den letzten 100 Jahren schon mal kräftig mit einem Führer auf die Nase gefallen ist.

Nun standen sie da, die neuen Verführer. Und um ihre Anhänger um sich zu scharen wurde der Flüchtling als das neue Feindbild ausgerufen. Der kostet schließlich Geld und am Ende nimmt er dem Volk die immer knapper werdende Arbeit weg, weil er bereit ist für weniger Geld zu arbeiten. Die Eifersucht der bisherigen Lohnsklaven gegen die, für die weniger als das Sklavengehalt auch schon Reichtum zu sein scheint wurde massiv angestachelt. Und um diese Fremdenfeindlichkeit zu kaschieren wurde sie als die Furcht vor einer Islamisierung deklariert, denn schließlich ist das Abendland ja christlich und das soll auch so bleiben.

Vergessen ist die Zeit, als es dem Volk dank des Wirtschaftswunders gut ging und man so viel Arbeit hatte dass man sogar Gastarbeiter ins Land holte und dabei keinerlei Angst vor anderen Religionen und Kulturen hatte. Doch das ist nun vorbei, die Verängstigten aller gesellschaftlichen Schichten schließen sich unter dem Begriff der Propagandistischen Einflüsterung Grenzdebiler Idiotischer Dummer Aufstachler (aka PEGIDA) zusammen und marschieren wieder gegen das Fremde im Land. So wie man dereinst gegen die verhassten Angehörigen einer anderen Volksgruppe unterwegs war, nur heute geht es eben statt gegen die Juden gegen die Islamisten.

Das Volk ist beunruhigt und auch die Politiker sehen sich beunruhigt, denn dass Femdenfeindlichkeit 10.000 Anhänger auf die Straße bringt ist  höchst befremdlich. Denn bislang wurde ja das Problem des Rechtsradikalismus verniedlicht, auch wenn eine Organisation wie die NSU unter den Augen des Verfassungsschutzes Morde begehen konnte.

Doch dann kam nun am Wochenende die Erlösung in Form des Schmerzengels  Gabriel der in seiner unendlichen Weisheit formulierte, dass sich die Nicht-Nazis in der Bewegung doch von den Nazis distanzieren sollten. Denn Nazis sind natürlich Bäh und mit denen will man nicht in einen Topf geworfen werden, auch wenn man ihre Parolen vertritt. Für den Flüchtling macht es ja auch einen gravierenden Unterschied ob ihm ein zackiges „Ausländer raus“ aus einer nationalistischen Hohlbirne entgegenschallt oder ob er ein „Wir sind ja nicht gegen Flüchtlinge, aber bitte nicht hier“ aus dem Mund eines verängstigten Bürgers der um seinenn Status Quo bangt entgegenschallt.

Prompt wurde das Thema auch in den öffentlichen Informationsmedien aufgegriffen und so durften am späten Sonntagabend der Gründer der Bewegung und der Chef einer ausländerfeindlichen Partei in einer
Talkshow zum Thema ihre Parolen verkünden. Flüchtlinge hat man in dieser Show natürlich vergeblich gesucht, denn es ist ja in der Talkshow Tradition, dass man immer erst mal über die Betroffenen redet statt
mit ihnen.

Gerüchten zu Folge werden die nächsten Demonstrationen in Dresden nach nach diesem Vorschlag des Herrn Gabriel anders ablaufen. Die Nicht-Nazis werden sich unter der Schirmherrschaft der AfD an der Frauenkirche zum Marsch gegen die Flüchtlingsflut versammeln während die Nazis sich bei der Semperoper versammeln um dort ihre Parolen zu grölen. Das hat natürlich den Vorteil, dass der Pseudo-Intellektuelle sich nun nicht mehr als verkappter Nazi outen muss und die Nazi-Gegner sich besser um die eigentlichen Neonazis kümmern können und sich nicht gegen Leute stellen, die eigentlich keine Nazis sind. Der AfD-Chef Lucke freut sich dabei riesig über die Möglichkeit, neue Wähler und Anhänger für seine Partei zugeschanzt zu bekommen.

Gabriel hat mit seinem Vorschlag also den Weihnachtsfrieden wiederhergestellt und sich gleichzeitig erfolgreich davor gedrückt, einen klaren Standpunkt zu beziehen. Nachdem seine Partei beim letzten CDU-Parteitag vom noch  Koalitionspartner abgewatscht wurde hat er nun der Kanzlerin gezeigt, dass auch er auch meisterlich die Disziplinen des Aussitzens und Nichtstuns beherrscht und somit ein würdiger Nachfolger im Kanzlersessel wäre. Sollte das nicht klappen steht ihm ja auch eine Karriere als Bestseller-Autor offen, die Welt wartet bestimmt schon auf einen Verkaufsschlager mit dem Titel „50 Shades of brown“ in dem Herr Gabriel genau erklären kann, dass das braune Spektrum der Politik nicht
nur zwangsläufig Nazis enthalten muss

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

7 Kommentare

  1. Carsten Kettner

    16/12/2014 @ 07:37

    Nette Weihnachtsgeschichte, und ACK, auch wenn’s an einigen Stellen etwas überspitzt ist.
    Wasd die Analyse der jüngsten Versamlungen in Dresden angeht, möchte ich doch leise anmerken, dass die Arbeit der Mainstreampresse auch hier recht erfolgreich war. PEGIDA ist ein unglücklicher Name für etwas, was im Osten noch nicht einmal gefühlte 10% der Menschen betrifft. Seriösen Politikwissenschaftlern zufolge ist PEGIDA etwas anderes und mehr als nur dumpfe Islamophobie. Islamophobie geht von denjenigen aus, die IS als Vorbild des Islam ansehen. Bei näherere Betrachtung ist der Islam genauso friedlich wie das Christentum ( 😉 ).

    PEGIDA ist vielmehr ein Sammelbecken von Bürgern, die ihr Unbehagen darüber zum Ausdruck bringen, dass vieles in diesem unserem Lande falsch läuft, nicht erklärt wird und unverstanden ist. Es geht nicht primär um Flüchtlinge, Ausländer und Moslems. Es geht um fehlende Zuwanderungsregelungen so wie sie in den meisten westlichen Ländern sie auch gibt. Es geht um politisch gewollte Integration, aber auch um Sanktionen gegen diejenigen, die das Gastrecht hier missbrauchen.

    In diesem Zusammenhang die Nazi-Keule zu schwingen, halte ich nicht nur für undifferenziert, sondern auch für äußerst dumm.

    Wenn es der Politik nicht gefällt, dass PEGIDA demonstriert, soll sie halt das Demonstrationsrecht abschaffen, so wie sie gerade dabei ist, das Streikrecht abzuschaffen. Mal sehe, wann PEGIDA dagegen demonstriert, dass permanent in unsere Grundrechte eingegriffen wird. Sind das dann immer noch grenzdebile Spinner und Nazis?

    • Du sprichst sehr treffend das Unbehagen an, das ich empfinde wenn ich diese Pegida-Demos sehe. Natürlich würde Voltaire sich auch für Pegida umbringen lassen, sie nutzen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in einer Weise die mir gar nicht gefällt, die ich aber wohl so akzeptieren muss. Was ich aber nicht akzeptieren will sind so Parolen wie „Wir sind Deutschland“. Nein, das sind sie nicht, sie sind ein Haufen Verängstigter, sei es mal dahingestellt ob sie vor den Flüchtlingen, dem Islam Angst haben oder einfach vor der aktuellen Entwicklung. Bei letztem könnten sie aber ebenso demonstrieren ohne sich mit Parolen vom rechten Rand zu schmücken. Und sie sind nicht Deutschland, sie vertreten ihre Meinung, aber bestimmt nicht meine wenn sie gegen Flüchtlinge sind.

    • Zitat: „In diesem Zusammenhang die Nazi-Keule zu schwingen, halte ich nicht nur für undifferenziert, sondern auch für äußerst dumm.“

      hier gebe ich Dir nur bedingt recht.

      Denn gesetzt den Fall, dass diese verängstigten Menschen einen bekommen der ihre Ängste „ernst“ nimmt und sich für sie einsetzt (wie halt bei den Demonstrationen eine Plattform zu bieten) und größere Stimmanteile bei den nächsten Wahlen bekommt, dann haben wir schnell Verhältnisse, wie Anfang der 1930er Jahre.

      Da kam auch jemand, der sagte „Ich gebe Euch Brot, Ich gebe Euch Arbeit“. Alles andere kam später!! 💡

      Ich kann die Ängste der Menschen verstehen. Ich kann verstehen, dass diese den etablierten Parteien immer weniger trauen. Ich verstehe NICHT, warum sie dann nicht anders wählen, sofern sie denn wählen gehen.

      Und 15.000 Menschen auf die Straße gehen und rufen „Wir sind das Volk“, dass macht mir Angst. Und in NRW gibt es bereits kleine Ableger (Bogeda, Bonn / Dügeda, Düsseldorf) noch sind sie in der Unterzahl. aber wie lange noch.

      Und wenn ein Herr Özdemir von den Grünen im Moma sagt, dass er die Einschätzung hat „dass das nur eine Welle sei, der man zwar entgegentreten müsse aber nicht zu viel Wert geben“ (frei zitiert) dann wird mir übel!

      Die etablierten Parteien wollen NICHTS an ihrem System ändern und wenn dies so bleibt, dann haben wir ein großes Problem am rechten Rand. Dann haben wir bald jemanden, der den Leuten ihre Ängste und Sorgen „abnimmt“. Und NEIN, dass kann und will ich nicht akzeptieren oder leise gruselnd beobachten!

  2. Meine fünf Cent:

    1)
    Was mich an dieser ganzen PEGIDA-Scheiße viel mehr erschreckt, ist die Tatsache, dass da 10.000 Leute durch die Gegend latschen, um ihren wie auch immer gearteten Verlustängsten Luft zu machen. Für unsere Politiker ist es doch das beste, was passieren kann, wenn die Menschen Panik haben, dass die böse, böse Welt da draußen (hier bitte Putin, Islam oder sonstwas einsetzen), plötzlich in Dresden oder sonstwo vor der Türe steht. Da ist der tumbe Mob schön abgelenkt und man kann weitermachen, wie bisher.

    2)
    Wer dem vermeindlich denkenden Bürger (habe ich aus Pegida-Kreisen mehrfach so gelesen) nur ganz kurz was von NSA und BND erzählt, wird in aller Regel eine Antwort von folgendem Kaliber erhalten: Ist mir doch egal, ich habe nichts zu verstecken. Sollen sie die Islamisten/linken Spinner/Kinderficker/Verkehrsrowdies/Krawallmacher/… ruhig noch viel stärker überwachen.

    3)
    Lese ich mich durch die Kommentarspalten diverser Zeitungen (an die Bild habe ich mich noch nicht mal getraut), bekomme ich unweigerlich den Eindruck, dass die PEGIDA-Spinner nicht nur im Osten sitzen. Da gehen sie bloß auf die Straße. (Oder glaubt ihr ehrlich, dass sämtliche Kommentatoren der FAZ im Osten wohnen? (Ja, ich weiß, die FAZ ist das Kampfblatt der intellektuellen Reaktionäre und Besitzstandswahrer.

    4)
    Nein, ich halte die PEGIDA-Latscher nicht zwangsläufig für Nazis, sondern bloß für Menschen, die in unserer Gesellschaft befürchten den Anschluss zu verlieren. Und da ist es ein beliebter Automatismus, sich einen Sündenbock zu suchen. (An dieser Stelle bitte Islamisten/Putinversteher/Hacker/… einsetzen.)

    5)
    Ja, ich mache vielen Politikern (mindestens denen aus der ersten Reihe) den Vorwurf, diese Leute nicht zu verstehen, vielleicht sogar verstehen zu wollen. CDUCDSUSPDGrüne agieren völlig planlos und rückwärtsgewandt, die AfD spielt den Volkstribun und verkauft vermeindlich einfache Lösung und die Piraten haben sich selbst egalisiert.

    6) Ich habe eine Scheißangst vor der aktuellen Entwicklung in unserem Lande, vor der Politik, die immer mehr ihre eigene Kaste bildet genauso wie vor dem miefigen Kleinbürger, der am liebsten alles so haben möchte, wie es noch nie war.

    • Danke Martin für die Worte. Zu 1 hat gerade jemand angemerkt, dass die 15.000 Pegidisten weitaus mehr Presse bekommen als die Millionen, die gegen TTIP unterwegs ist. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

      Bei 2 habe ich mittlerweile die Hoffnung fast aufgegeben. Die Leute kapieren es einfach nicht. Und im dritten Punkt hast Du zweifellos recht, diese Leute sitzen nicht nur im Osten sondern überall.

      Veilleicht ist es auch ein zu vorschneller Reflex, diese Leute alle in die Nazischublade zu stecken. In dubio pro reo und bei unserem aktuell total verkorsten Bildungssystem würde es mich nicht wundern, wenn manche dort keine Ahnung von der Nazi-Ideologie und den damit verbundenen Verbrechen haben.

      Die Politiker haben sich doch schon lange vom Volk abgekoppelt. Stimmvieh ja, aber ansonsten Klappe halten und nicht auffallen. Und schon gar nicht zur Last fallen. Klar, dass da so eine rechtsaußen-Partei wie die AfD zulauf bekommt. Klar, dass man dem Leithammel der Pegida gestartet hat erst mal folgt, denn der hört ja wenigstens zu (oder tut so).

      Ja, ich habe auch so meine Bedenken, wo es mit uns hingehen wird. Lösungen gibt es keine, nicht mal den Versuch die Ursachen zu verstehen, man rast weiter auf den Abgrund zu und streitet sich um die Fensterplätze.

  3. Schade, dass die anderen Kommentare nun futsch sind. Aber ist halt nicht zu ändern.

    Herrn Schröder mag ich nicht, aber hier

    http://www.tagesspiegel.de/politik/gegen-pegida-gerhard-schroeder-fordert-aufstand-der-anstaendigen/11151464.html

    erscheint er mal kurzfristig mit Kraft (ich hoffe auch mit guten Absichten)

    http://www.taz.de/!151748/

    den kompletten Text der Erklärung der DDR-Bürgerrechtler habe ich noch nicht gefunden.

    Was mich stört, dass in Dresden die Masse der Pegida wächst und die Zahl der Gegendemonstranten sinkt.

    Allerdings hat München heute eine schöne Aktion gestartet. Und in Bonn scheint die Bogida auch keinen Fuss auf die Erde zu bekommen. Wollen wir hoffen, dass es so bleibt.

    http://1219.eu/aufruf-text/

    http://www.taz.de/!151689/

    Zitat: Verstehen kann nie heißen, irgendeinen Zweifel daran zu lassen, dass jegliche Menschenfeindlichkeit inakzeptabel und ganz bestimmt unvereinbar mit dem christlichen Glauben ist.

    Leider habe ich dies Interview nur ganz kurz im Fernsehen gesehen. Deswegen wusste ich überhaupt, wonach ich suchen musste.

    Es ist schon schwierig……………… unsere Journalisten bekleckern sich gerade wieder nicht sehr mit Ruhm, wie gerade ein RTL-Journalist bewiesen hat. (Googelt bitte selber, ………….. ehrlich,……….ich frage mich, wie oft es in dieser Form geschehen wird /( )

  4. http://wasbildetihrunsein.de/2015/01/06/warum-bildungshintergrund-und-pegida-nicht-zusammenhaengen/

    Zitat aus dem Link: „Die irrationalen Abstiegs- und Verlustängste der Demonstrant_innen werden im Rassismus manifest und gründen sich nicht auf einer konkreten sozialen Misslage oder fehlenden Bildungsmöglichkeiten. “

    Ob die Ängste nun irrational sind, möchte ich bezweifeln. Aber einige der Demonstranten haben diese Ängste nicht sondern sind wirklich nur froh, endlich ein Podium zu haben.