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Auf verlorenem Posten

Heute wurde mein Vorurteil gegen das Betriebssystem aus Redmond wieder mal bestätigt. Nämlich, dass der Nutzer der möglichst keinen Müll auf seinem Rechner haben will hier auf verlorenem Posten kämpft. Die Leute hinter How-To Geek haben nämlich einen interessanten Selbstversuch gestartet, sie haben ein frisch installiertes Windows 7 genommen und dann die Top 10 Downloads von download.com heruntergeladen und installiert.

Also einem Software-Portal das von sich selbst schreibt, dass sie nur „saubere Software“ anbieten, keine Malware, Crapware oder sonstigen Müll den man gar nicht möchte, angefangen vom „Toolbar“ bis hin zum absolut nervenden „Service“ der alle Minute aufpoppt um angebliche Sicherheitsprobleme zu melden. Tja, und nun ratet mal was nach der Installation der Top 10 Programme alles gaaanz zufällig noch installiert war…? Na, schon eine Idee? Richtig, genau der Müll den es bei download.com nach deren Selbsteinschätzung gar nicht gibt. Und inwzsichen haben die Tester von How-To Geek auch die traurige Feststellung gemacht, dass download.com kein Einzelfall ist, sondern die Regel. Sprich, bei allen anderen Download-Portalen sieht es ähnlich aus. Und glaubt nicht, dass sowas ja nur im Amiland passiert, auch hier glänzen die üblichen Download-Portale mit ähnlichen „Features“. Einzig das Heise Download Portal scheint hier bessere Qualität anzubieten.

Da lobe ich mir doch meine Linux-Distributionen bei denen die Installation von Software über den Paketmanager stattfindet und man für alles, was für die jeweilige Distribution als Paket angeboten wird auf exakt dem gleichen Weg installiert. Also keine unzähligen verschiedenen „Installer“ und auch keine „Download-Manager“ die man angeblich unbedingt runterladen muss um Programme runterladen zu können.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

2 Kommentare

  1. Leider ist das der Normal Zustand. Deswegen versuche ich so gut wie möglich meine eigenen Programme zu programmieren.

  2. Diese Sache mit den „Downloadmanagern“ nervt mich auch schon seit längerem, ebenso wie die angekreuzten, optionalen „Zusatzfeatures“, denn meinereiner weiß wie er sowohl das eine, als auch das andere umgehen kann, aber wenn Bekannte sich an mich wenden, weil sie „so’n komisches, kleines Fenster“ haben im Browser, weil da wieder ölfndrölfzig Zusatzleisten eingeblendet werden oder der Rechner immer langsamer wird, weil inzwischen vier „Security Suites“ laufen, da kommt mir die Galle hoch.

    Leider hat diese Unart mit der Crapware fast überall Einzug gehalten, auf einigen Portalen noch gewürzt mit unerwünschten Popups und Werbung oder fehlerhaften Weiterleitungen, nicht zu vergessen die irreführenden „frei“, „free“, „kostenlos“ Schildchen, welche auf Testversionen u. ä. kleben.

    Es gibt neben Heise aber noch andere Portale, die ordentlich arbeiten:
    http://www.portablefreeware.com/ – freie, portable Software, mit Anleitung zur Installation (die wieder keiner beachtet)
    http://sourceforge.net/ – zumeist freie Software, vielfach mit Beschreibung
    oder man nimmt als Bezugsquelle direkt die Homepage des Herstellers.

    Linux ist eine Alternative, aber hier werden nicht alle Geräte unterstützt, mein TV-Adapter ist so eines, und die Konfiguration und Installation ist bei einigen Distributionen nichts für schache Gemüter, wenngleich das in den vergangenen Jahren einfacher geworden ist und die „schwierigen“ eher was für Spezialanwendungen und -anwender sind.