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Pia Ziefle erklärt, warum gendern wichtig ist

Manchmal möchte man ja gequält aufschrecken wenn wieder ein Begriff den wir bisher als „männlich“ verortet haben nun auch eine weibliche Entsprechung bekommt. Doch heute hat die Autorin Pia Ziefle eine sehr schöne und einleuchtende Begründung dafür gegeben, warum das sehr wichtig ist. Dringende Leseempfehlung für alle die noch Zweifel am Sinn des Genderns haben. Die anderen sollten es auch lesen, denn es ist ein sehr schönes Beispiel, wie man eine Botschaft verständlich formuliert. Was viele Leute in unserer Zeit ja leider komplett verlernt haben.

2 Kommentare

  1. Carsten Kettner

    11/06/2015 @ 07:52

    Tatsächlich hat Frau Ziefle einen schönen Blogbeitrag zum Thema Gendern geschrieben, aber das eine Argument dafür, das ich gefunden habe, hat mich nicht wirklich überzeugt. Vielleicht liegt es ja auch darin, dass ich ein Mann bin? Oder weil ich keinen Unterschied zwischen Mann und Frau im Berufsleben mache, weil am Ende das Ergebnis zählt und nicht das Geschlecht?

  2. Als ich mit knapp 17 Jahren (frisch in der Ausbildung 1985) noch gegen das Wort „Fräulein“ gewehrt habe, bin ich sehr belächelt worden.
    Und bin heftig mit einem Arbeitskollegen „der alten Schule“ aneinandergerappelt“, der mich so der Kundschaft „vorstellte“.

    Und ja, dieses „Fräulein“ war für eine werdende Kauffrau schon so etwas wie Herabsetzung!

    Heute, als gestandene Frau, ist es mir wurscht, ob man meinen Beruf als Kaufmann oder Kauffrau bezeichnet. Aber in der Jugendzeit wirkte es wirklich wie 2. Klasse!

    Aber für meine Mädchen wünsche ich mir einfach, dass man sie schlicht und ergreifend für voll nimmt. Und dass es normal ist, dass jeder Beruf auch weiblich benannt ist! Und das der Makel „der Verkleinerung“ nicht mehr greift!

    Die Kraft für den „Kampf“ vor voll genommen zu werden, sollen meine Mädchen für etwas wirklich sinnvolleres nutzen dürfen.

    @ Carsten

    Zitat: „Oder weil ich keinen Unterschied zwischen Mann und Frau im Berufsleben mache, weil am Ende das Ergebnis zählt und nicht das Geschlecht?“

    Ich bin Jahrgang ’68 und hatte halt noch die Kollegen, die dies nicht taten und vielleicht ist es mir deswegen wichtig.

    Zitat: „Vielleicht liegt es ja auch darin, dass ich ein Mann bin? “

    ich vermute einfach mal, dass es an den unterschiedlichen Erfahrungswerten liegt. 💡 😉