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Videoschnitt mal wieder

Lang ist es her, dass ich die letzte Aufnahme von der Videokamera in eine DVD verwandelt habe. Muss wohl irgendwann um 2010 gewesen sein. Jetzt war es wieder soweit, mein Sohn hatte im November ja eine Abschlußveranstaltung bei der Kinderkunstwoche und seitdem warteten 2 DV-Cassetten auf die Weiterbearbeitung am Rechner. Und jetzt hatte ich endlich Zeit das zu tun.

Das Einspielen der Daten vom Camcorder ging wie damals problemlos mit Kino. Schwieriger wurde es dann schon beim Video-Schnittprogramm. Über Debian-Multimedia bekomme ich zwar noch ein Cinelerra-CV wie damals installiert, aber so richtig rund läuft das nicht. Und nach ein paar Jahren Pause in Cinelerra hatte ich auch keine Peilung mehr, wie ich das bedienen muss. Nachdem das Programm dann nach etwa 30 Minuten Arbeit gecrasht ist und die bisherige Arbeit mit ins Daten-Nirwhana genommen hat habe ich mich entschlossen etwas neues auszuprobieren.

Die Wahl fiel auf Openshot. Das ist im Vergleich zu Cinelerra sehr aufgeräumt und für mein simples Video ohne viel Schnickschnack reicht es allemal. Allerdings ist auch Openshot nicht vor Abstürzen sicher, also empfiehlt es sich, hin und wieder den „Spielstand“ (sprich die Projektdatei) zu speichern. Aber immerhin geling es mir damit dann relativ schnell die beiden Teile des Films zu einem Gesamtwerk mit Überblendung und Intro zusammenzubasteln.

Beim DVD-Authoring war früher ja QDVDAuthor das Maß aller Dinge. Leider basiert der Code auf einer total veralteten Version der QT-Bibliothek und keiner wollte das je auf eine aktuelle QT-Plattform portieren. Also habe ich mal geschaut, was sonst so an DVD-Authoring Programmen existiert und die Wahl fiel auf Bombono. Damit kann man recht schnell eine MPEG4-Videodatei zu einer DVD verwursten. Man kann auch relativ einfach Kapitel-Marker setzen und im Menü referenzieren.

Das Brennen des so entstandenen DVD-Ordners passierte dann mit Brasero. Die so entstandene DVD läuft problemlos mit diversen Player-Programmen, lediglich Totem zeigt nur ein nicht funktionierendes Menü an. Ich werde also (sollte der DVD-Player am heimischen TV jemals wieder frei werden) die gebrannte CD dort dem finalen Test unterziehen müssen.

Und wenn alles funktioniert gibt es ein paar Kopien für die Veranstalter der Kinderkunstwoche und für mich wieder mal eine Video-Pause. Das Problem beim Videofilmen ist ja, dass man pro Stunde Roh-Material nochmals gut 2 Stunden für die Nachbearbeitung investieren muss. Und das ist für manches einfach zuviel Aufwand.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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