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Datenschutz und „Professionals“

Heute habe ich mal wieder ein wenig tief Luft holen müssen angesichts des Problembewußteins beim Thema Datenschutz und Privatsphäre. Also beispielsweise welche meiner persönlichen Daten ich im Netz preisgebe und welche Daten eigentlich niemanden etwas angehen. Also die ganz elementaren Dinge. Und dann findet man in seiner LinkedIn-Timeline so etwas:

hr-profis„Geben Sie ihre Telefonnummer in den Kommentaren an und sie werden Teil dieser Gruppe für Professonals„. Na, das schmeichelt doch ganz ungemein und so findet man dann auch weit über 8000 Kommentare mit der Telefonnummer. Da kann ich eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Und wenn man dann noch Kommentare der Art „Ich habe so etwas schon 100 mal gemacht und niemals was von den angeblichen WhatsApp-Gruppen bekommen…“ liest, dann fragt man sich, wie es um die Lernfähigkeit dessen bestellt ist, der diesen Unsinn tatsächlich 100x gemacht hat.

Und ganz nebenbei bemerkt: Selbst wenn dieses Angebot „seriös“ wäre kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendjemand in einer Personalabteilung Zeit und Lust hat, einer WhatsApp-Gruppe zu folgen in der über 8000 Leute Jobangebote posten. Da dürfte der Rausch-Anteil bei 99,99% liegen und ich wage zu bezweifeln, dass WhatsApp es dem nutzer ermöglicht die 0,01% an für ihn interessanten Beiträgen mit intelligenten Suchfiltern herauszupicken.

Wie gesagt, ich bin sehr erstaunt wie freizügig Leute ihre Telefonnummern sozusagen öffentlich posten.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

1 Kommentar

  1. Carsten Kettner

    12/05/2016 @ 07:37

    Selbst wenn es kein Fake ist, werden wir uns darauf einstellen müssen, dass solche Fakes in Social Media zur Tagesordnung werden. Auch hier heißt es, wachsam und mißtrauisch zu sein.
    Trotzdem, ich hatte gestern im Kollegenkreis eine entsprechende Diskussion zum Thema Datenschutz gehabt, und selbst unter scheinbar intelligenten Menschen herrscht das Credo „Ich habe nichts zu verbergen“. Hier hilft nur viel Aufklärung.