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Radarwarnungen im Radio sind super

Heute wieder live erlebt. Ich musste nach Oberhausen, also rauf auf die B17 bei Haunstetten Nord, Gas geben und sofort wieder bremsen, denn es staut sich auf beiden Fahrspuren. Wohl ein Unfall.

Also fahren wir mal gemütlich „Tretauto“ mit 10-20 km/h. An der Ausfahrt Eichleiternerstraße suchen die ersten ihr Heil im Abfahren von der Umgehungsstraße, da geht es vielleicht schneller sich durch die Innenstadt zu wühlen. Ich bleibe auf der Umgehungsstraße, denn ich kenne ja Murphy’s Law. Also weiter. Es geht sehr langsam voran, an der Einfahrt von der Gabelsbergerstraße kommt die Kolonne immer wieder zum Stillstand um den Autos die die Einfahrt herunter kommen das Einfädeln zu ermöglichen. Im Kriechgang geht es weiter bis kurz vor der Ausfahrt Leitershofen. Und das sehe ich dann den Grund für das Schneckentempo, eine Radarfalle im Gebüsch. Kaum an der Radarfalle vorbei, steigt man wieder aufs Gas und fährt was das Zeug hält. Liebe Autofahrer, dort wo die Radarfalle stand ist das erlaubte Tempo 70 km/h, es gibt also keinerlei Grund in den Kriechgang zu schalten. Später auf der Rückfahrt dann das gleiche Bild. Nur ist zwischen Gabelsberger Straße und Messe wenig los auf der Fahrbahn Richtung Norden. Den Grund sehe ich dann zwischen Haunstetten Nord und Messe, ein Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen auf der linken Spur. Da hat wohl einer zu spät mitbekommen, dass alle diese Radarfalle ausgiebig bewundern wollten und damit einen absolut unnötigen Rückstau verursacht haben. Angesichts dieser Bilanz würde ich dafür plädieren, im Radio nicht mehr auf Radarkontrollen hinzuweisen, wer zu schnell fährt zahlt dann eben, aber wir belasten dann wenigstens nicht die Nerven und die Umwalt mit unnötigen Schadstoffen weil nichts vorangeht.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

5 Kommentare

  1. Vor Radarfallen zu warnen ist sowieso der letzte „Hühnermist“. So aus Grundsatz.

    Überhaupt und sowieso, wenn sie vor Schulen stehen.

    Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Lokalsender aber nur damit ihr Überleben sichern. Alternative wäre ja gute Musik und interessante Beiträge, aber soweit denkt ja keiner.

  2. Ich halte es mit nicht gar zu schnell fahren; belastet meine Nerven nicht gar zu sehr und schon den Geldbeutel und den Schein werd‘ ich auch nicht los und das ist gut so, denn den brauche ich beruflich 😀

  3. Carsten Kettner

    19/07/2016 @ 07:37

    Die Schilder, die in der Botanik stehen, sind ja nicht dazu da, um etwas Buntes in die Landschaft zu stellen, sondern haben meistens einen Sinn (auch wenn sich der einem nicht immer verschließt). Wenn man sich also einfach an die Schilder hält, haben alle gewonnen.
    Leider jedoch, wird das Einhalten von Regeln immer uncooler, Überwachung der Regeln ist spiessig und am Ende landet man eben in der Anarachie – mit Warnungen davor, wo Regeln überwacht werden und entsprechenden Folgen.
    Übrigens, kenne ich die Radarwarnungen aus NRW und Hessen nicht, aber aus Bayern und Mitteldeutschland. Ist das eine regionaltypische Spezialität?

    • In Niedersachsen bringen mehrere Sender regelmäßig, manche „informieren fünf Minuten früher“, solche „Warnungen“.

    • »Nein, die machen keinen Sinn. Ich versteh das nicht. Das ist doch reine Schikane!« antwortete mir ein Fahrer. Ich hatte mich erkundigt, ob er das Schild gesehen hat. (Das man ein Schild übersieht, kann ja mal vorkommen.) Diese und ähnliche Unterhaltungen führten dazu, dass ich als Mitfahrer inzwischen fast gar nichts mehr sage.

      Vor kurzem las ich einen treffenden Kommentar an anderer Stelle: »Was dem Amerikaner sein Recht auf Waffenbesitz ist, ist dem Deutschen sein Recht auf Geschwindigkeit.« Wie weit das Verlangen dieses ‚Rechts‘ geht, zeigen Apps wie blitzer.de.