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Eiskalt angerufen und Ärger eingehandelt

Wenn es etwas gibt, das ich absolut nicht leiden kann, dann sind das diese Anrufe bei denen der Anrufer einem irgend etwas aufschwatzen will. Der Fachbegriff dafür lautet „Cold Call“ und solche Anrufe sind eigentlich verboten. Und trotzdem passieren sie immer wieder. Auch bei uns.

Der letzte Anruf kam von einer Nummer 08004410023 am 20. Juli am Vormittag (der Anrufliste im Router sei Dank, dass ich die genauen Daten rausfinden kann). An der anderen Seite ein Herr Stefan S. der meiner Frau einen Stromanbieterwechsel schmackhaft machen. Etwas, das wir gar nicht wollen, denn wir sind mit unserem lokalen Stromanbieter zufrieden und wollen unser Geld natürlich lokal investieren und nicht an irgend einen windigen Anbieter schicken der Kunden per Kaltaquise sammelt. Nachdem der Anrufer lange genervt hat und meine Frau zu höflich war, einfach aufzulegen meinte meine Frau, er solle doch mal konkrete Informationen zu seinem Angebot schicken damit wir uns das anschauen (und natürlich in die Rundablage) entsorgen können.

Heute bekamen wir Post von einer Firma SDV Energie in Bonn mit einer Auftragseingangsbestätigung und dass sie sich so freuen, dass wir zu ihnen als Stromanbieter wechseln wollen und die Umstellung wird am 24. August erfolgen. Geht’s noch?!

Also versucht, dort anzurufen und zu fragen, was das soll. Nach 5 Minuten Warteschleife entscheide ich mich, dass ich das schriftlich mache, am besten per Fax. Gleichzeitig beim lokalen Anbieter angerufen und gesagt, dass jegliche Versuche der Vertragsänderung durhc dieses Unternehmen nicht von uns autorisiert wurden und ignoriert werden können.

Dann einen bitterbösen Brief an die Firma in Bonn geschrieben und versucht, den zu faxen. Auch per Fax ist diese Firma nicht erreichbar. Also nicht innerhalb einer halben Stunde. Also Brief nochmal editiert und um den Hinweis ergänzt, dass sie mir gefälligst nun auch meine Unkosten für ein Einschreiben mit Rückschein in Höhe von 5,35€ zu ersezten haben. Diesen Brief ausgedruckt und zusammen mit einem entsprechenden Anschreiben an den lokalen Stromanbieter geschickt, damit die Bescheid wissen. Dann den Brief eingetütet und zur Post. Alles in allem eine gute Stunde Aufwand um sich gegen diese illegalen Machenschaften zu wehren. Und die sollen froh sein, dass ich ihnen nur das Porto in Rechnung stelle und nicht meinen Zeitaufwand zum üblichen Ingenieursstundensatz.

Dann ein Online-Formular bei der Bundesnetzagentur ausgefüllt mit Online-Beschwerde über diesen Cold Call. Mal sehen wie es weitergeht. Der Brief ist per Einschreiben mit Rückschein unterwegs, ich werde also sehen, wann er zugestellt wurde. Und ich werde natürlich auf dem Erstatten der Unkosten beharren, ab sofort dann auch unter Berücksichtung des Wertes meiner Zeit. Im schlimmsten Fall habe ich auch gute Connctions zu einem Inkasso-Anwalt hier der dann die Forderungen noch um seinen eigenen Kostenbeitrag ergänzen wird wenn er sie eintreibt.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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