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Liebster Award – meine Nominierung

Oh je, jetzt hat es mich auch erwischt. Ich bin gerade von Alexandra Lux nominiert worden, einen Fragenkatalog zu beantworten. 😉 Zehn Fragen hat sie, die ich natürlich gerne beantworte, denn ich schätze Alexandra als sehr engagierte Person in Sachen Lernen. Here we go.

Was möchtest du mit deinem Blog bewirken?

Das ist keine einfach zu beantwortende Frage, denn mein Blog ist ja sozusagen ein kleiner Gemischtwarenladen in dem es um viele unterschiedliche Themen geht. Da hätten wir:

  • Neuigkeiten aus der Familie um die Verwandten auf dem Laufenden zu halten die nicht hier am Ort sind sondern sozusagen über die halbe Welt verstreut.
  • Als politisch Zwangs-Interessierter kann ich es hin und wieder nicht lassen mich zu Themen der Tagespolitik zu äußern und da „meinen Senf“ beizusteuern. Wichtig sind mir hier Denkanstöße auch abseits vom „Mainstream“.
  • Für manche Dinge schreibe ich einfach auch mal gerne eine Anleitung. Aktuelles Highlight ist mein Projekt mit den Screencasts zu OrgMode, das hat mir bei YouTube nun schon weit über 400 Subscriber eingebracht. Klar ist das Spezialwissen für eine kleine Nische, aber es besteht offensichtlich Bedarf.
  • Oft verlinke ich auch einfach gute oder bemerkenswerte (in jeder Interpretation) Beiträge in anderen Blogs. Auch ohne groß zu kommentieren.

Wie könntest du das ohne Blog erreichen?

Wären wir jetzt in einer dieser Quizshows würde ich den Telefonjoker wählen. Klar, die Verwandtschaft kann man auch anrufen, aber manchmal sind Bilder die man postet auch hilfreich. In Sachen Politik könnte ich mir schon vorstellen, an Diskussionsrunden teilzunehmen, hier meine ich natürlich ernsthafte Runden und nicht die Talkshows wie Anne Will (ja was will sie denn eigentlich) oder der Rest im TV. Und Wissen weitergeben, tja sollte ich irgendwann mal neue Berufsperspektiven brauchen wäre auch die Option „Coach“ für die Spezialgebiete in denen ich topfit bin eine Alternative.

Was siehst du als deine Lebensaufgabe?

Meinen Kindern eine möglichst wenig kaputte Welt zu hinterlassen. Und meine  Kinder zu kritsich nachfragenden Denkern statt zu gehorsamen Befehlsempfängern zu erziehen. Das ist bei meinen Kindern keine leichte Aufgabe, denn mit einem autistischen Kind muss man ja eigentlich eher feste Strukturen und Regeln definieren. Und natürlich will ich als Lebensaufgabe auch meine Frau glücklich machen, denn sie verdient in jedem Fall, glücklich und zufrieden zu sein, vor allem da sie es schon mehr als 17 Jahre mit mir altem Grantlhuber aushält. 😉

Was ist dir an anderen Menschen wichtig?

Eine sehr schwierige Frage, besonders da der Kontext zu „anderen Menschen“ nicht irgendwie definiert ist. Mein Wunschbild wäre, dass jeder Mensch über die gleichen Chancen verfügt und nicht aufgrund seiner Hautfarbe, Herkunft oder was auch immer von bestimmten Angeboten ausgeschlossen wird. Ich würde mir wirklich wünschen, dass niemand mehr auf den unteren Stufen der Maslowschen Bedürfnispryramide sein Dasein fristen muss, denn dieser tägliche Existenzkampf ohne Perspektive das nächste „Level“ zu erreichen ist nach meiner Meinung mit Ursache für den ganzen Hass und Neid mit dem wir momentan soviel Ärger haben.

Welches sind deine Stärken?

Nicht aufgeben, auch wenn es schwierig wird. Ich habe in meinem Leben einen sehr hohen „Organisationsgrad“, sprich ich plane jeden Tag meinen Tag und versuche, den Tagesplan möglichst auch jeden Tag zu erfüllen, selbst wenn es turbulent wird. Und dank dieser Planung habe ich eigentlich auch keine Angst vor schwierigeren Dingen, denn die zerlege ich halt in kleinere Teilaufgaben die dann auch wieder nicht so schlimm sind.

Was möchtest du in diesem Leben noch lernen?

Soviel wie möglich. Denn wenn ich irgendwann mal nichts mehr lerne bin ich tot. Dann möge man meinen Grabstein mit der Inschrift „Am Ende zählt der Erkenntnisgewinn“ zieren. 😉 Ernsthaft, ich freue mich immer wenn ich neue Erkenntnisse bekomme, neue Ideen und neues Wissen. Manche Dinge die ich lernen will, wie z.B. Bass oder Gitarre zu spielen erfordern viel Mühe und viel Übung, machen aber auch so viel Spaß dass ich nicht aufgebe, auch wenn mir die Finger nach dem Üben manchmal sehr schmerzen.

Was wünschst du dir von Schule und Bildung?

Ein Bildungssystme das die „Lernmittelfreiheit“ wieder so lebt wie es in meiner Schulzeit war. Meine Eltern waren arm, trotzdem konnte ich zur Schule gehen und meine Eltern mussten nicht „Kopiergeld“ abdrücken. Wandertage wurden im Wortsinn durchgeführt und man brauchte nur eine Brotzeit und kein teures Zugticket um dann z.B. in der Landshauptsadt shoppen zu gehen oder ins Kino zu gehen. Und ich wünsche mir ein Bildungssystem in dem jeder Schüler das lernen kann was ihn besonders interessiert und er dabei entsprechende Förderung erhält. Statt eben nur die Massenabfertigung bei der wir per Definition eine Notenverteilung erwarten die einer Gaußschen Glockenkurve entspricht. Warum sollten es nicht möglich sein, dass alle Schüler „gute“ Noten schreibne?

Mit was setzt du dich für ein nachhaltiges Leben ein?

Wir kaufen wo es uns möglich ist nur lokale Produkte. Kaputte Dinge werden nicht weggeworfen bevor man einen ernsthaften Reparaturversuch unternommen hat. Nachhaltigkeit ist in unserer Gesellschaft leider schwierig geworden, denn mit „Geiz ist Geil“ ist Nachhaltigkeit kaum vereinbar. Und da Deutschland sich immer mehr zum Niedriglohnland entwickelt wächst leider auch der Anteil an „Ramschläden“ und Discountern und wirklich nachhaltig hergestellte Dinge kann man lange suchen.

Welches ist dein Lieblingszitat?

Ein Lieblingszitat habe ich eigentlich nicht. Dafür sind mir in meinem Leben schon zu viele gute Zitate begegnet. So unlängst das folgende:

Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt. ~~~ Aldous Huxley

Dieses Zitat beschreibt sehr schön, dass neben dem Ereigniss das uns trifft auch unsere eigenen Einstellung mit entscheidet, ob wir dieses Ereignis als positiv oder negativ bewerten. Die Fehler von heute sind ja der Erfahrungsschatz von morgen.

Wie hättest du die Welt in 30 Jahren gerne?

Friedlich. Wir leben in einer „interessanten Zeit“. Auf der einen Seite haben wir (zum Glück noch lokal begrenzte) Kriege deren Auswirkungen wir spüren weil das Kriegselend eben auch Flüchtlinge produziert und uns als Waffenexporteur eben so mit in die Veantwortung nimmt, auch wenn das einige Wirrköpfe in Deutschland nicht wahr haben wollen. Besorgniserregend ist für mich die Reinkarnation des kalten Krieges die wir gerade zelebrieren und die zum Teil unverhohlene Vorbereitung auf den nächsten großen Krieg. Als hätte unsere Vergangenheit uns nicht gelehrt, wo Kriege hinführen und dass es danach nur noch mehr Elend gibt.

Auf der anderen Seite haben wir momentan eine weitere Revolution am Arbeitsmarkt. Das Internet der Dinge und die nun möglichen Leistungen von Künstlicher Intelligenz, also z.b. autonom fahrende Autos und Lastwagen weden unseren Arbeitsmarkt massiv verändern. Viele einfache Jobs weden wegfallen, weil diese eben von einer Maschine ebenso übernommen werden können und das dann langfristig billiger als von einem Menschen. Wenn wir diese Entwicklung ohne einen Plan-B über uns hinwegrollen lassen, dann haben wir am Ende noch mehr Menschen die vom System aussortiert und abghängt wurden und das ist dann wieder der ideale Nährboden für eine Radikalisierung.

Als 1985 „Back to the future“ ins Kino kam stellte man sich die Welt im Jahr 2015 auch ganz anders vor. Fliegende Autos, Hoverboards und Wetterkontrolle. Nichts davon haben wir verwirklicht, rückwirkende betrachtet haben wir seit 1985 unsere Probleme eher verzehnfacht und sind evolutionstechnisch keinen Schritt weiter gekommen.

In diversen SF-Romanen die ich in der letzten Zeit gelesen habe wird immer wieder angemerkt, dass ein nicht zu unterschätzendes Risiko für jede Zivilisation darin besteht, das sie eine Waffentechnik etnwicklt hat die sie letztlich dann auch zerstört weil die Gesellschaft noch gar nicht die geistige Reife hatte, diese Waffen eben nicht einzusetzen. Die Büchse der Pandora ist offen und alles was es braucht ist ein Idiot der den berühmten roten Knopf drückt und alles in Schutt und Asche legt.

Darum wünsche ich mri einfach eine friedliche Welt. Eine Welt in der die Menschheit geeint ist und sich anschickt ihre Probleme zu lösen statt einer Welt aus Neid, Mißgunst und Hass.

So, das waren meine Antworten. Und jetzt sollte ich mir selbst Fragen einfallen lassen und andere Blogger nominieren.

Fangen wir mal mit den Fragen an, das ist einfacher:

  1. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?
  2. Hat Dein Blog ein Thema oder ist das wie bei mir ein Mix aus unterschiedlichen Themen?
  3. Was sind die Gründe die Dich motivieren einen Blogartikel zu schreiben?
  4. Welche Rolle haben Blogs nach Deiner Meinung in der Meinungsbildung bei anderen?
  5. Ist Dein Blog eher eine Einbahnstraße oder passieren auch Diskussionen in den Kommentaren?
  6. Denkst Du, dass Blogs neutrale Berichterstattung machen sollen oder doch lieber Meinungen verbreiten sollen?
  7. Wie sieht Dein Plan für die nähere Zukunft aus?
  8. Bist Du eher risikofreudig was neue Unternehmungen angeht oder zurückhaltend?
  9. Was siehst Du als die Verantworung der Menscheit an?
  10. Wenn eine Fee Dich nach drei Wünschen fragen würde, welche wären das?

So, und hier eine kleine Liste der BloggerInnen die ich hier gerne dür die Beantwortung der obenstehenden Fragen nominieren möchte:

  • Die Autorin Pia Ziefle von der ich schon diverse Bücher gelesen habe und deren Blog in meinem Feedreader in der Kategorie „Must read“ steht.
  • In der „Must read“ Kategorie steht natürlich auch Frau Dr. Julia Schönborn mit ihrem Blog.
  • Ein eher unkonventionelles, aber trotzdem lesenswertes Blog hat Micha Rosenbaum. Unkonventionell vor allem in Bezug auf die Werkzeuge die er zum Bloggen verwendet.
  • Und natürlich auch „whoever“ sich berufen fühlt, diese Fragen zu beantworten.
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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

2 Kommentare

  1. Lieber Rainer, vielen Dank für die Nominierung. ☺ Ich habe versucht deine Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Hoffentlich hast du viel Freude bei der Lektüre. Beste Grüße aus Hamburg!

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