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Ach Telekom…

Vor knapp einer Woche hatte ich wieder so einen Anruf von einem „Kundenbetreuer“ der Telekom. Der meinte ich sei ja so ein guter und langjähriger Kunde, und da wolle er mir mal „was gutes tun“. Also habe ich mir angehört, was er denn da tun wolle.

Zwei Dinge wären es, zum einen eine Festnetz-Option für Flaterate in alle deutschen Mobilfunknetze. Kostet nix, stellt er um. Und zum anderen wird er mir eine „Datenkarte“ fürs Mobilnetz schenken die man dann z.B. in einem Tablet oder Surfstick nutzen könne. Da ich ja den Spruch „there aint no such thing as a free lunch“ kenne, habe ich mich nochmal versichert, ob das wirklich kostenlos wäre und auch keinen Einfluß auf irgendwelche Vertragslaufzeiten hätte. Nein, alles gut und kostenlos hieß es.

Kurz darauf fand ich in meinem E-Mail Postfach die Auftragsbestätigung für die Festnetz-Flat-Option, und dort wurden keine Kosten angegeben. Am Wochenende kam dann auch ein dicker Umschlag mit der SIM-Karte an. Den habe ich erst mal beiseite gelegt, ich brauche das ja aktuell gar nicht.

Und heute kam dann ein weiterer Brief in dem die Telekom mich zu meinem Entschluß für die Zweitkarte beglückwünscht. Es kostet ja nur einmalig eine Bereitstellungsgebühr von 29,95 € und dann noch 9,95 € pro Monat bei einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten die sich automatisch verlängert, wenn man nicht drei Monate vor Ablauf kündige.

Da zwischen der Telekom und mir offensichtlich deutliche Wahrnehmungsdifferenzen in Bezug auf „kostenfrei“ bestehen habe ich gerade einen Widerrruf per Fax abgeschickt, mit der Bitte mich zukünftig von solchen Anrufen zu verschonen. Denn die kosten meine Lebenszeit und wenn ich dann auch noch  Widersprüche schreiben muss weil irgend so ein „Kundenberater“ unbedingt geil auf seine Provision ist und versucht mir einen kostenpflichtigen Vertrag unterzujubeln den ich nicht brauche, dann hört für mich irgendwo der Spaß auf. Und vielleicht sollte die Telekom auch mal darüber nachdenken, dass solche Aktionen nicht unbedingt vertrauensbildend sind. Ganz offen gesagt ist meine langjährige Kundenbindung an die Telekom eigentlich nur dem Umstand geschuldet, dass ich davon ausgehe, bei den anderen am deutschen Telekom-Markt agierenden Mitbewerbern auch nicht besser behandelt zu werden. Was allerdings auch wieder ein Armutszeugnis für die ganze Branche ist.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

3 Kommentare

  1. Ich bin ebenfalls sehr langjähriger Kunde der Telekom – nicht aus Nostalgie, sondern aus den gleichen Gründen wie Du und auch in der Hoffnung, eher in den Genuß größerer Bandbreiten zu kommen als die Mitbewerber, weil der Telekom bei uns ohnehin das Netz gehört.
    Meine Erfahrung war auch, dass man als Alt-Kunde im Vergleich zu Neukunden immer gekniffen ist. Von den satten Rabatten, mit denen Neukunden geködert werden, kann ich als Bestandskunde nur träumen. Ob das Kundenbindung ist, weiß ich nicht. Da jedoch auch die Telekom nichts zu verschenken hat, bitte ich die Kundenberater immer mir ihr Angebot schriftlich zukommen zu lassen, damit ich aus das Kleingedruckte lesen kann. In 99% der Fälle hat sich das Problem/Angebot dann erledigt.

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  2. Pingback: Das nächste Telekom-Adventure | König von Haunstetten

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