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Das nächste Telekom-Adventure

Nachdem ich neulich schon meine „Freude“ mit dem übereifrigen Call-Center der Telekom hatte gibt es diese Woche ein neues Level bei meinem Telekom-Adventure. Diesmal habe ich Probleme mit meinem IP-Anschluss.

Das ganze fing letzte Woche Donnerstag an, ich bekam in der Arbeit einen Anruf meiner Frau von ihrem Handy aus, dass daheim kein Internet und kein Telefon geht. Klar, mit IP-Anschluss hängt das Telefon am Internet und wenn das weg ist, ist auch das Telefon weg.  Irgendwann hat sich das dann wieder gegeben und abends zeigte der Blick ins Router-Log dann folgendes:

09.02.2017  09:49:25 Internetverbindung wurde getrennt.(R009)
09.02.2017  09:49:18 Router hat kein Präfix von ISP erhalten. Fehler:no server response. (P006)
09.02.2017  09:49:14 PPPoE-Fehler: DSL- Synchronisierung verloren.(R013)
09.02.2017  09:48:55 DSL-Telefonie mit (+49821888806) war nicht erfolgreich. Ursache: 1001 (V006)

Ok, kann ja mal passieren. Nächster Aufschlag Montag morgen. Gleiches Spiel. Ich habe dann meiner Frau am Handy erklärt, wie man ins Konfigurationsmenü des Routers kommt und diesen neu startet ohne das ganze Haus stromlos zu machen (das war am Donnerstag die Methode), aber auch das hat nix geholfen.

Aber parallel dazu habe ich via Internet eine Störungsmeldung aufgemacht, denn anders als am Donnerstag brachte die Webseite der Telekom auf der man Störungen abfragen kann keine bekannte Störung. Also eingetragen, dass Internet und damit verbunden Telefonie nicht geht.

Eine Weile später meldete sich dann eine nette Mitarbeiterin vom Telekom-Service. Sie sagte sie würde die Leitung durchmessen und könne keinen Fehler finden, klar zu dem Zeitpunkt ging das ja wohl schon wieder.Offensichtlich machte sie auch einen Remote-Zugriff auf die Admin-Oberfläche des Speedport, denn an diesem Tag erhielt ich auch eine Mail mit folgendem Text.

„vielen Dank für unser letztes Telefonat. Vor allem Ihre Zustimmung zum Zugriff auf Ihren Speedport / Entertain Empfänger hat uns geholfen, den möglichen Fehler einzugrenzen.“

Lustigerweise kamen dann divese Fragen über meine LAN seitige Verbindung, ob ich Kabel-LAN hätte oder WLAN und ob ein Android-Gerät eingebucht wäre. Und welches Betriebssystem auf dem angeschlossenen PC läuft. Alles Dinge, die aus meinem bescheidenen Blickwinkel als Diplom-Informatiker nicht gerade zur Erhellung bei der Diagnose von Störungen auf der WAN-Seite des Routers beitragen.

Aber egal, spielen wir das Spiel eben mit. Dann kam auch die messerscharfe Diagnose, dass das wohl am Router liegen müsse und man den zwecks Fehlerbehebung austauschen wolle. Ok, nach dem Debakel mit dem Mirai Botnet im November letzten Jahres könnte ein Austauch des Router vielleicht nicht schaden. Man wolle mir einen Speedport 724 schicken. Da ich die Telekom-Speedport-Datenblätter nicht im Kopf habe, meine Haus-Telefonie aber noch an einer alten Eumex 521 mit ISDN hängt (mit meinem Umzug des Büros in den Keller nun mit weiteren analogen Telefonanschlüssen) habe ich gleich nachgefragt, ob denn dieser Austauschrouter auch einen internen S0-Bus bietet. „Ja klar hat er das.“ war die nette Antwort.

Trotzdem hatte ich ein „Bauchgefühl“ und dann das mal in einem Tweet rausgehauen:

Tja, und heute abend kam dann das Paket mit dem Router der Telekom. Enthalten ein Speedport W724V. Wäre bestimmt ein nettes Gerät, wenn es denn einen internen S0-Bus hätte. Hat es aber nicht. Also kann ich den gleich wieder orignalverpackt und ungeöffnet zurückschicken.

Der Speedport 921V läuft ja momentan wieder. Heute vormittag hatten wir wieder das übliche Problem wie oben beschrieben, aber ich wage zu bezweifeln, dass das tatsächlich ein defekter Router ist. Wie dem auch sei, ich werde wohl den für mich momentan teuren Schritt machen und mir als Austauschgerät eine Fritzbox mit internem S0-Bus holen. Das wird voraussichtlich am Wochenende passieren, dann tauschen wir das Ding mal aus und schauen was passiert. Bei einem Kollegen der im Haus gegenüber wohnt konnte ich heute schon sehe, wie schön die Logs und Statistiken der Fritzbox im Vergleich zu dem mit relativ unwichtigen Meldungen zugemüllten Syslog des Speedports sind.

Ja, Telekom, jetzt fragt ihr natürlich, warum ich obigen Tweet gemacht habe und nicht gleich die Notbremse gezogen habe. Ich hätte ja gerne z.B. in Eurem Kundenportal nachgeschaut, wie der Auftragsstatus ist und was da gerade an mich geschickt werden soll, doch auch das Kundencenter wurde „opmtimiert“ und ist in der aktuellen Form relativ nutzlos. Zumindest ist es mir nicht gelungen, irgendwelche tatsächlichen Vertragsdaten herauszubekommen oder gar den Auftragsstatus für irgendwelche Aufträge. Tja, dann also abwarten und Tee trinken.

Ich bin auch trotz allen individuellen Widrigkeiten mit dem Telekom-Service relativ zufrieden. Immerhin wurde angerufen, ich ehielt SMS und Mails, aber die Lösung ist für mich eben keine, weil ich ja fürs „in-house“-Telefon nicht auf meine Eumex mit den 8 analogen Strippen verzichten will. Und leider gibt es im Jahr 2017 ja keinen Router der mehr als 2 oder drei analoge Telefonanschlüsse bereitstellt, außer natürlich man investiert richtig sehr viel Geld.

Na dann werde ich wohl morgen mal mit der Telekom telefonieren und schauen, wie ich die ganzen Router zurückschicke und dann, wenn der Umstieg auf den eigenen Router erfolgt ist die Miet-Router aus dem Vertrag rausbekomme. Es bleibt spannend und leider auch ein wenig nervig, denn um den Router zu tauschen muss ich schon ein wenig Zeit einplanen da Möbel zu verschieben sind die momentan vor der Mauernische stehen in der meine Netzwerk-Elektronik eingebaut ist. Egal, wird schon werden.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

1 Kommentar

  1. Carsten Kettner

    15/02/2017 @ 20:14

    Ich hatte auch nach der Umstellung auf VoIP extreme Probleme mit Leitungsausfällen, Telefonie-Abbrüchen etc.. Dann hatte ich die Nase voll und einen Beschwerdebrief direkt an die Geschäftsführung der Telekom in Bonn geschickt. Auf weitere Zeitverschwendung mit der Hotline hatte ich keine Lust mehr. Insbesondere habe ich Rene Obermann fragen lassen, ob ich mein Geld wieder zurück haben kann, da die Telekom ja keine Leistung erbracht hat.
    Knapp eine Woche nach meinem Brief erhielt ich einen Anruf aus der Konzernzentrale, einen direkten Ansprechpartner aus der Geschäftsführung (was heißt, oberste Ebene Kundenbetreuung) und schon war das Problem für ein gutes halbes Jahr gelöst. Danach änderte die Telekom hier vor Ort etwas an der Konfiguration am DSLAM, ohne mich darüber zu informieren, dass meine FB ein Update dafür brauchte. Eine Telefonat später mit der Kundenbetreuung war dieses Problem auch gelöst – neues Update auf die FB und seitdem ist weitestgehen Ruhe.
    Altmodische Post an die direkt Verantworltichen hilft gelegentlich. Alles andere ist Hotline-Masturbation

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