Als ich gestern abend so richtig schön mit der Webcam gespielt habe wollte ich auch gucken, ob das was “luvcview” als Video aufnimmt auch mit Tonspur kommt. Kommt es nicht, aber ges gibt ja genügend Sound-Recorder unter Linux und ich habe dann mal geschaut, ob das USB-Mikrofon von “Krec” oder “audacity” erkannt wird. Letzteres Programm kann das, aber irgendwann später merkte ich, daß ich bei YouTube-Videos keinen Ton mehr hatte und daß die KDE-Systemklänge auch nicht mehr klingen wollten.
Category Archives: Hardware
Webcams und Linux
Seit ich auf Debian/Lenny aktualisiet habe läuft meine Webcam ja sogar in Skype. Die Webcam ist eine Logitech QuickCam Express und hat leider nur Briefmarkenauflösung. Noch dazu hat der gspca-Treiber wohl ein paar Macken und so kommt es schon mal vor, daß beim Skypen das Bild plötzlich ein wenig dunkler wird.
USB MIDi Kabel und Linux
Am Wochenende habe ich mir ein USB-MIDI-Kabel besorgt damit ich mal ein wenig die MIDI-Fähigkeiten von Linux ausprobieren kann. Bei MusicWorld konnten sie allerdings nicht sicher sagen, ob das Kabel mit Linux funktionieren wird, also bin ich da nochmals mit meinem Notebook angerückt und wir haben das gleich vor Ort ausprobiert. Die Ausgabe von dmesg hat immerhin verraten, dass der Kernel das Ding erkennt und wohl auch einen Treiber lädt, also habe ich das Ding gekauft und nach Hause genommen.
Wie katalogisiert man 1000 Musik-CDs
Aufgabe: Du hast zwei große Standregale voll mit Musik-CDs und willst die mal irgendwie im Rechner katalogisiert haben. Wie macht man das ohne für Wochen beschäftigt zu sein?
Das Mittel der Wahl heißt Tellico und ist ein sehr gute App um genau solche “Sammlungen” zu verwalten. Um so einen Berg von Musik-CDs zu erfassen könnte man wie folgt vorgehen:
- CD in das CD-Laufwerk des Rechners einlegen
- Tellico in der CDDB (bzw. ihrem Nachfolger) die CD suchen lassen
- Die gefundene CD in die eigene Sammlung übernehmen
Würde bedeuten: 1000 mal Schublade auf, 1000 mal CD rein, 1000 mal Schublade zu.
Erscheint mir zu langwierig und zu nervenaufreibend.
Zum Glück bietet Tellico auch eine Suchfunktion im Internet nach Schlüsselwörtern. Damit kann man schon recht schnell recht viel finden. Die Krönung ist aber, daß z.B. die Suche bei Amazon auch über die EAN erfolgen kann.
Das war dann der Moment um in ebay mal schnell einen 30 Euro Barcode-Scanner zu kaufen. Der kam heute an und erste Tests sind sehr zufriedenstellend. Innerhalb von kurzer Zeit habe ich 78 CDs in meine Sammlung aufgenommen, allerdings auch festgestellt, daß manche meiner CDs so alt sind, daß sie nicht bei Amazon gelistet sind.
Besonders schön ist auch, daß man in Tellco weitere Felder wie z.B. den “Lagerplatz” definieren kann und die Sammlung danach gruppieren kann. D.h. ich katalogisiere jetzt eine Reihe im Regal, selektiere alle Einträge die noch keinen Lagerplatz haben und weise diesen global z.B. “Türregal Reihe 3″ zu. Und schon haben alle gerade eingelesenen CDs einen Lagerplatz zugewiesen was die Wiederauffindbarkeit signifikant verbessern dürfte.
D.h. die Feierabendbeschäftigung der nächsten Tage ist gesichert. Das gleiche werde ich dann auch mit meinen Fachbüchern machen und den DVDs. Bis Ostern sollte alles im Rechner sein.
Tablet PC LIFEBOOK T4210 und Debian/Lenny
Neulich habe ich als “Arbeitsnotebook” einen LIFEBOOK T4210 von Fujitsu Siemens bekommen. Das war für mich die Gelegenheit, gleich mal damit Debian/Lenny auszuprobieren. Hier der recht ausführliche Erfahrungsbericht nach 2 Wochen Einsatz.
Hallo Lenny
Diese Woche hatte ich in der Arbeit den “first contact” mit Lenny, dem “testiing”-Zweig der Debian-Distribution der im September dann als “stable” freigegeben werden soll. Lenny habe ich auf meinem neuen Firmennotebook installiert, einem LIFEBOOK T4210. Freitag hatte ich am Nachmittag dann den Durchbruch beim Thema “Table-PC und Linux”. Mit Lenny kann ich den Bildschirm “on-the-fly” vom Laptop-Mode in den Tablet-Mode umstellen und das Bild des Desktops dreht sich mit. Die letzte Hürde war daß die Tablet-Koordinaten nicht gedreht waren, aber das kann man mit von beim Drehen automatisch gestarteten Skripten wieder korrigieren. In letzter Konsequenz heißt das, daß ich nun den Tablet-PC tatsächlich als Tablet-PC nutzen kann.
Ein wenig habe ich dabei allerdings auch bei openSUSE geguckt, denn die X-Server-Konfiguration ist dort am besten gelöst. Nächste Woche werde ich weiterbasteln und dann hier einen Artikel zu Linux auf dem T4210 veröffentlichen der alle wichtigen Hinweise enthält.
Spaß mit IEEE1394
Gestern spätabends habe ich die Firewire-Karte in meinen Rechner eingebaut um damit Videos vom neuen Camcorder in den Rechner zu bekommen. Nach dem ersten Reboot zeigte `lspci` auch brav das Vorhandensein der Karte an, aber Kdenlive beschwerte sich noch über ein fehlendes dvgrab. Also habe ich das mal schnell installiert und versucht ein Video auf den PC zu übertragen. Reinfall auf der ganzen Linie.
Ich habe dann mal mit anderen IEEE1394-Tools rumgespielt, gscanbus mosert aber, dass das Modul raw1394 fehlt und als ich das mit modprobe laden wollte stellte ich fest, daß es gar nicht da war. Der 2.6.22-Kernel von backports.org implementiert wohl neuere alternative IEEE1394-Treiber, von dem benötigten Modul jedenfalls keine Spur.
Also habe ich mal zum Spaß den alten Debian 2.6.18-Distributionskernel gebootet. Der tut auch problemlos und hat das benötigte Modul. Damit konnte ich dann zumindest sehen, daß die Firewire-Karte funktioniert und mit coriander kontne ich sogar die Camera fernsteuern. Allerdings hat dieser alte Kernel keinen Treiber für meine HVR-1100 DVB-T-Karte. Um beides zu haben war die Lösung also: Wir backen uns einen Kernel.
Auf einem Debian-System macht man das natürlich “the Debian way” und mit make-kpkg. Da ich den Kernel komplett neu machen musste hat es etwas gedauert und ich habe dann die Folgeaktionen auf den nächsten Tag verschoben.
Heute morgen dann der Testlauf mit dem neuen Kernel. Schön, in Kdenlive konnte ich jetzt im Aufnahmemonitor das Zeugs sehen wie es vom Camcorder kam, aber Aufnehmen und in eine Datei schreiben ging immer noch nicht. In wenig Wählen im Internet brachte dann raus, daß Kdenlive mindestens dvgrab-3.1 braucht und von Debian her hatte es aber nur die Version 1.8. Also habe ich mal die Sourcen zu dvgrab gezogen und wieder kompiliert. Nach ein paar Runden zum Installieren von benötigten Bibliotheken hatte ich ein funktionierendes dvgrab welches auch mit kdenlive will. Mit “kino” gab es übrigens keine Probleme, das konnte auch mti dem alten dvgrab schon Videos capturen.
Fazit: Nun tut die Capture-Funktion und jetzt muß ich eigentlich dann mal 90 Minuten Video in den Rechner ziehen damit ich mal die erste DVD machen kann. Das werde ich wohl heute abend und morgen machen.
Vortrag für Linux Info Tag 2008 fertiggestellt
Mein Vortrag zum Thema “Läuft meine Hardware unter Linux” für den Linux Info Tag am 29. März 2008 ist fertiggestellt und befindet sich im Download-Bereich zum Runterladen als OpenOffice Impress Datei oder auch als PDF. Insgesamt sind es 22 Slides geworden und ich hoffe, damit die Erwartungen der Zielgruppe zu treffen.
Hardware und Linux (PDF) (115,4 KiB, 623 hits)
Hardware und Linux (Openoffice) (31,9 KiB, 640 hits)
Mein Scanner will mit Kernel 2.6.22 nicht mehr
Gerade eben wollte ich was scannen, aber irgendwie hat das nicht geklappt. Statt das Bild zu scannen hat sich mein Canon LIDE 20 komplett ruhig verhalten. Da ich nicht davon ausgehe, daß er unvermittelt den Geist aufgegeben hat bin ich mal auf die Suche nach potentiellen Verdächtigen gegangen. Was sich seit dem letzten Mal als wir ihn benutzt haben geändert hat ist der Kernel, statt 2.6.18-5-amd64 von Etch fahren wir ja jetzt 2.6.22-3-amd64 von Backports.org. Also mal gesucht ob es da was gibt in Zusammenhang mit dem plustek backend.
Ja, da gibt es was. In diesem Forumsartikel bin ich praktisch auf die Lösung gestoßen und sie funktioniert. Es braucht wohl ein Wrapperskript das den Scanner irgendwie am Leben erhält. ärgerlich, aber immerhin ein schneller Workaround.
DVB-T die Zweite
Heute habe ich mir für meinen PC nochmals eine Hauppauge HVR 1100 PCI Karte besorgt, damit ich Cristina die Artec-Box wieder zurückgeben kann. Laut Linux-TV soll das Ding ab 2.6.18 problemlos laufen, aber so ganz ohne Zicken ging es wieder nicht ab. Zum Glück konnte ich auf die Erfahrungen von der Box zurückgreifen und habe gleich mal geguckt, ob `dmesg` was zum Thema Firmware ausspuckt. Bingo! Es fehlte mal wieder die Firmware. Aber woher nehmen und nicht stehlen.
Bei Joern (http://www.ende-der-vernunft.org ) wurde ich fündig. Im Kernel-Source-Tree gibt es unter Documentation/dvb ein Script “get_dvb_firmware” das man ausführbar machen muß und dann mit dem Namen des Devices versehen losschicken kann um die Firmware zu besorgen. Die dann noch nach “/usr/lib/hotplug/firmware” kopieren und beim nächsten Reboot gibt es keinen Streß mehr.
Problematisch war die Antenne. Bei der Karte ist eine Wurfantenne für Radio dabei, aber nix für DVB-T. Ich habe daher mal die DVB-T-Zimmerantenne von der Artec angeschlossen und mit ihrem Magnetfuß unter dem Schreibtisch am PC montiert. Da sehe ich jedoch nur 3 Sender. Erst mit einem Stück Antennenkabel als Verlängerung und Antennenstandort auf dem Schrank kommen wieder alle 11 Sender hier in Augsburg an.
Erfreulich (im Vergleich zur Artec T1 Box): In Kaffeine einfach nur den Suchlauf gestartet und alle Sender werden automatisch gefunden. Was immer noch nicht geht ist EPG bei den Sendern wie Phoenix und Co. die auf 594 MHz senden.
Morgen werde ich daher mal in der Früh losziehen und eine Zimmerantenne besorgen. Dann kann Cristina die Artec-Box weiternutzen und ich habe die Karte im Rechner. Eine wichtige Sendung zum Aufnehmen steht um 11:40 auf KIKA an, nämlich Heidi. Das hätte heute schon aufgenommen werden sollen, aber meine Tochter die am PC TV guckte war dann so “schlau” 2 Minuten vor Heidi Kaffeine zu beenden obwohl ich ihr eingeschärft hatte, ja nix anzufassen. Für die Zukunft heißt das “redundatentes” Aufzeichnen, dann steigt die Chance daß wir den Stream nicht verpassen.
Was ich dann irgendwann wenn ein wenig mehr Zeit ist probieren will ist der S-Video-Input der Karte. Ich habe ja noch eine uralte Hi-8-Kamera rumliegen und vielleicht kann ich damit dann endlich Videos von der Kamea digitalisieren. Das wäre schön.
Ein gutes Videoschnittprogramm habe ich heute über die Linux Weekly News gefunden. Dort stand heute ein Artikel über DVD-Authoring und in den Kommentaren ein Verweis auf kdelive . Das habe ich mir mal angesehen und das sieht als “Schnittprogramm” sehr gut. aus.
Was jetzt noch fehlt ist ein wenig mehr Plattenplatz, denn 80 GB sind relativ wenig wenn man mit DVDs jongliert und jede Menge MPEG2-Dateien sammelt um daraus eine DVD zu machen. Aber auch hier habe ich schon mal Anlauf genommen, demnächst wird sich die Kapazität meiner Kiste wohl um 500 GB vergrößern.