Noch eine Ausbeute vom Spaziergang mit Lucy letzten Sonntag. Ich habe mal versucht ein paar Herbst-Impressionen einzufangen und bin dabei auch auf diese alte Ruhebank am Waldrand in der Nähe des Klinikum-Süd gestoßen. War ein dankbares Fotomotiv.
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Der neue Königsplatz
Aktuell wird von der Stadtregierung ja alles getan um den Königsplatz-Umbau voranzutreibern. Sogar im Verein habe ich schon Werbematerial bekommen und in den Bussen und Bahnen gibt es Info-Flyer. Und am Königsplatz steht eine Plakatwand mitten im Weg. Die Bilder die man darauf sieht gibt es auch auf der Webseite zum Projekt.
Wenn man sich dann z.B. das Bild mit Blickwinkel von der Kaiserhofkreuzung mal näher ansieht dann fallen einem wieder die üblichen Stilelemente auf:
- Sehr viel weiße Farbe wurde verwendet um beim Betrachter einen positiven Eindruck zu machen
- Die Perspektive ist eindeutig optimiert. Das fällt besonders auf, wenn man das rechte aus der Hermannstraße kommende Gleis verfolgt. Eine Straßenbahn die darauf fährt würde im Stützpfeiler des Haltestellendreiecks enden.
Detaillierter wird das alles, wenn man sich im Downloadbereich den Bebauungsplan runterlädt. Da kann man dann auf Seite 37 schön sehen, wie der Umsteigepunkt am Königsplatz zukünftig aussieht.
Dazu passend werden die Vorteile für ÖPNV-Nutzer angegeben, zum Beispiel:
Der Kö wird täglich von 110.000 Fahrgästen genutzt. Am neuen Kö kommen Sie künftig beim Umsteigen auf kurzen Wegen ohne Umwege von Tür zu Tür.
Na, da gucken wir doch nochmal auf Seite 37 des Bebauungsplans und stellen uns folgendes Szenario vor: Ich steige aus der ungefähr in der Mitte der lila Straßenbahn aus die gerade am Bahnsteig F eingezeichnet ist und will mit der Straßenbahn am Bahnsteig B weiterfahren. Kurze Wege? So ein Combino oder Cityflex sind um die 40 Meter lang, da kann man sich dann schnell ausmalen wie “kurz” der Weg ist. Und vor allem, dass der ganze Umsteige-Fußgängerverkehr sich um die Spitzen des Haltestellendreieckes bewegen wird.
Wenn ich aktuell mit meinem Sohn am Königsplatz umsteigen muss, dann ist das im Berufsverkehr schon eine Art von Kamikaze, denn zum einen hat man ja schon Probleme beim Aussteigen weil die einsteigenden Fahrgäste nicht warten können und dann wühlt man sich entlang der Bahnsteige und guckt, irgendwie unbeschadet an den Spitzen des Dreiecks die Gleise sicher überqueren zu können. Was oft gar nicht so einfach ist. Und jetzt verdoppeln wir die Bahnsteige im Süden und Nordwesten und hoffen, dass es besser wird? Da bin ich sehr skeptisch.
Das Hauptproblem beim ÖPNV in Augsburg liegt meiner Meinung nach in dem Umstand, dass man zwangsweise alle Straßenbahnlinien am Königsplatz kreuzen will. Als vor kurzem die Bgm-Fischer-Straße umgebaut wurde verkehrte die Linie 2 vom Roten Tor über den Milchberg zum Rathausplatz und das hat auch funktioniert. Die Frage müsste daher doch eigentlich lauten, ob es statt eines Beharrens auf der Sterntopologie nicht auch andere Alternativen gegeben hätte bei denen man eben mehrere Umsteigeknoten in der Innenstadt gehabt hätte.
Made in Augsburg
Meine PCs hier zuhause haben alle in Augsburg das Licht der Welt erblickt und auch sonst bevorzuge ich gerne Produkte aus der lokalen Produktion. Bei Kleidung war das mittlerweile sehr schwierig, denn die Textilindustrie hat sich ja vor langer Zeit schon aus Augsburg zurückgezogen. Einer meiner Freunde war damals Maschinenführer bei Dierig und als Dankeschön für seine Arbeit durfte er zum Schluß noch lange malochen um die verkauften Maschinen in Taiwan wieder in Betrieb zu nehmen. Doch das ist eine andere Geschichte. Wie gesagt, ich würde gerne Kleidung “made in Germany” kaufen, wenn es denn ein Angebot gäbe. Oft wenn wir von Italien kommen stoppen wir beim Trigema-Verkaufsladen in Farchant bei Garmisch und holen uns dort T-Shirts.
Über Twitter bin ich jetzt auf die manomama aufmerksam geworden. Hinter diesem Namen steht Sina Trinkwalder als Unternehmerin und bei ihr kann Mann (und Frau und Kind) Kleidung kaufen. Kleidung die hier in Augsburg von einem Team produziert wird, das unter anständigen Arbeitsbedingungen und Löhnen hier seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Normalerweise bin ich ja sehr zurückhaltend was den Kleiderkauf übers Internet angeht, aber diesmal wollte ich es wissen und habe dann am Dienstagabend einen Rollkragenpulli bei der manomama bestellt. Der kam heute an und ich muss sagen, ich bin begeistert. Begeistert von der Qualität des Stoffes und der Verarbeitung. Die Nähte sind sauber genäht und man muß keine Angst haben dass sie beim ersten Tragen aufgehen. Und passen tut der Pulli sehr gut, das wird mein treuer Begleiter jetzt in der kalten Jahreszeit werden wenn ich mit unserem Hund spazieren gehe. Schön ist auch, dass man den hier abgebildeten kleinen Zettel mitbekommt und sieht, dass hinter der Herstellung des Kleidungsstückes tatsächlich Personen mit einem Namen statt Lohnsklaven mit der Nummer 123 stehen. Menschen die Dank der manomama eine Perspektive haben und einen anständig bezahlten Job. Natürlich hat der Pulli mehr gekostet als die Massenware aus Fernost beim Discounter, aber zum einen bin ich halt auch ein sozialer Depp aus Überzeugung und zum anderen flüstert mir mein Unterbewußtsein folgenden wahren Spruch ein:
Ich habe gar nicht genug Geld um billig einzukaufen.
Daher werde ich auch in Zukunft bei meinen Kleiderwünschen auch wieder bei der manomama shoppen gehen. Und Weihnachten ist ja eh bald, da muss ich dann meinen Wunschzettel ein wenig erweitern.
Plärrer 2010
Heute war ich mit beiden Kindern auf dem Plärrer, das ist Schwabens größtes Volksfest. Anna und Stefan haben es genossen, wie man oben unschwer erkennen kann.
Stefan konnte sich sogar zum Reiten überreden lassen. Möglicherweise aber
auch nur, weil Anna ebenfalls unbedingt reiten wollte. Ansonsten gab es das Riesenrad mit 60m Durchmesser, ein paar Runden im Autoscooter und in der Kinderautobahn sowie das Kettenkarussell. Ein wenig Panik bekam Stefan in der Leopardenspur als ihn die Zentrifugalkraft nach außen drückte. Anna durfte im Autoscooter selbst ein Auto steuern und machte dem “Frau am Steuer”-Klischee alle Ehre. Gefallen hat den beiden auch das Trampolinspringen. Ein schöner Nachmittag, aber leider auch sündhaft teuer. Man darf das gar nicht im Kopf in DM umrechnen sonst kriegt man die Krise. Allein die paar Runden im Riesenrad für uns drei haben mit 9,50 Euro zu Buche geschlagen. Aber wenigstens hatten die Kinder so noch ein wenig Spaß zum Ferienende.
Giganten aus Stahl
Heute nachmittag habe ich mit Stefan mal einen Besuch im Bahnpark Augsburg unternommen damit er mal richtige Lokomotiven in voller Größe sieht:
Die Handykamera hat auch wieder beweisen müssen, dass sie unter extremen Bedingungen, also z.B. im inneren der Lokschuppen nicht viel taugt. Im Freigelände steht obiger Trans-Europa-Express mit dem die Leute in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts verreist sind.
In den Hallen und auf dem Freigelände stehen einige alte Dampflokomotiven bei denen man sich wirklich winzig vorkommt, wenn man daneben steht. Bei den großen “Stahlrössern” ist die Oberkante der Antriebsräder sozusagen auf Augenhöhe. In den Hallen konnte man einige Loks auch von innen besichtigen und Stefan durfte sich auf einer alten E-Lok auch mal als Lokomotivführer fühlen. Ich selbst fand eine alte E-Lok die sehr stark an das Modell der Märklin MS800 erinnert die ich als Familienerbstück noch habe. Interessant der Führerstand, alles sehr “prähistorisch” und für jeden der 4 Motoren gab es einen Strommesser mit dessen Hilfe der Lokführer sehen konnte, ob die zugehörigen Räder gerade Zugkraft entfalten oder durchdrehen.
Als krönenden Abschluß durften wir dann noch auf einer Diesellok mitfahren und der Ausflug führte uns zur anderen Seite des Lokschuppens wo wir die Drehscheibe besichtigen konnten. Alles in allem ist der Bahnpark ein sehenswertes Ausflugsziel für Leute die sich für Eisenbahnen interessieren.
Formel 1 in Augsburg
Ein schöner Bericht vom Rennen in der Innenstadt.
(via Twitter)
Jetzt haben sie vollends ein Rad ab
Was lese ich gerade auf haunstetten.info (via Twitter):
Aufgrund der FIFA-U20 Frauen WM wird am Dienstag, 20. Juli, die Bgm.-Ulrich-Straße aus Richtung Göggingen gesperrt. Besucher der WM-Spiele aus Richtung Westen werden gebeten, die Arena über die B 17 anzufahren.
Ach? Nur weil ein paar Frauen in der Impuls-Arena dem Ball hinterherlaufen muss man eine Straße sperren? Kann das mal einer so begründen dass man es mit gesundem Menschenverstand und ohne Klischees wie “die überwiegend weiblichen Besucher einer Frauenfußball-WM könnten sich sonst verfahren” nachvollziehen kann, warum diese Sperrung notwendig ist?
Zurück in die Vergangenheit
heute ist mein Rollei DF-S 100 SE Scanner gekommen, ein nettes kleines Gerät mit dem man Dias und Filmstreifen in einer Auflösung von 5 Megapixeln “scannen” kann. Das ganze funktioniert wohl wie eine kleine Digitalkamera und funktioniert ganz annehmbar. In FotoHits Ausgabe 4/2010 war dieser Scanner getestet worden und erhielt ganz passable Kritiken, also habe ich mir gesagt, das probiere ich mal aus. Bei ein paar tausend Dias werde ich wohl eine Weile damit hantieren müssen. Das erste Magazin das mir heute in die Hände gefallen ist stellt auch gleich eine Herausforderung an den Scanner dar, es sind Bilder von der Sonnenfinsternis am 11. August 1999. Aufgenommen damals mit meiner Ricoh X-RX und jeder Menge “Filterfolie” vor dem Objektiv.
Die Bilder wurden nach dem Einscannen der Dias noch auf 800×600 geschnitten, auf den Dias ist die Sonne leider nicht so formatfüllend drauf, was bei der damaligen Tele-Brennweite von 200 mm aber auch kein Wunder ist.
Manchmal hängt der Himmel voller Geigen
aber heute abend waren es definitiv Ballons. Die habe ich dann beim Spaziergang mit Lucy mit der Handy-Kamera erwischt. 14 Stück schön über den Südhimmel verteilt.
Leider ist die Handy-Kamera für so was nicht erfunden worden, aber ich habe auch keine Lust, jedesmal wenn ich mit Lucy gehe dann die ganze Spiegelreflex-Ausrüstung mitzuschleppen.
Drifting-Nachspiel
Die Drifting-Veranstaltung neulich an der Impuls-Arena wird im Stadtrat ein Nachspiel haben. Die Grüne Stadtratsfraktion hat einen entsprechenden Antrag eingereicht. Interessant finde ich die Aussage im verlinkten Artikel dass die Veranstaltung von der Stadt nicht genehmigt war, der Ordnungshüter den ich am Telefon hatte teilte mir da das Gegenteil mit. (via Twitter gefunden)