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Goodbye Gnus, welcome KMail

In den letzten Tagen habe ich mich zu einer Art „revolutionärem Schritt“ entschlossen. Nach Jahren des Mail- und Newslesens mit Gnus (dem wirklich besten Reader überhaupt) werde ich nun zur graphischen Alternative KMail schwenken. Ein Grund dafür ist, daß mein bisheriges Mail-Handling mit fetchmail und procmail mir zwar wunderschön meine 4 Mailboxen geleert hat, aber letztlich hatte ich den Spam von allen 4 Adressen in einer Box und kaum noch einen Überblick.


Mit KMail nutze ich jetzt soweit es vom Provider unterstützt wird IMAP und belasse die Mails weitgehend auf den Servern. Klar, das langfristige Mail-Archiv wird weiter auf meiner Platte rumdümpeln, aber mittels IMAP kann ich prinzipiell wenigstens von jedem beliebigen Punkt der Welt aus Mailen, evtl. unter Zuhilfenahme der Webmail-Funktionen.

Der einzige Account der weiterhin nur POP kann ist mein T-Online-Account. Neulich wollte mir zwar ein Telekomiker am Telefon eine bessere Mail-Lösung verkaufen, aber mit 3 anderen guten IMAP-Accounts kann ich auch ohne T-Online-Komfort leben. Der meiste Spam kommt eh über T-Online rein und den hoffe ich jetzt mit dem POP-Filter von KMail bereits auf dem Server vernichten zu können.

Überraschend gut funktioniert die Mail-Filterung bei GMX wo ich ienen ProMail-Account habe. Damit filtere ich jetzt die von mir abonnierten Mailinglisten gleich beim Empfang in die passenden Ordner, dann hat KMail beim Start weniger zu tun.

Bei meinen Domainfactory Mail-Accounts für den Verein und die private Mail-Adresse habe ich jetzt den Spamfilter schärfer geschaltet. Besonders bei der Vereinsadresse kam viel Spam rein, jetzt verwerfe ich das Zeugs gleich wenn es von Spamassasin auf dem Server als Spam identifiziert wurde oder bei Spamhaus gelistet ist.

Besonders gut an KMail gefällt mir auch die sehr gut gelungene Integration von GnuPG, damit ist Verschlüsseln und Signieren von Mails wirklich kein Hexenwerk mehr.

In der Arbeit habe ich denselben Schritt vollzogen, auch wenn der Server dort ein Exchange Server ist. Der wollte nach einem Update eh nicht mehr so toll mit dem Gnus-IMAP-Backend, was eigentlich auch mit ein Auslöser war meine Mailstrategie zu überdenken.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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