Artikelformat

DVB-T die Zweite

Heute habe ich mir für meinen PC nochmals eine Hauppauge HVR 1100 PCI Karte besorgt, damit ich Cristina die Artec-Box wieder zurückgeben kann. Laut Linux-TV soll das Ding ab 2.6.18 problemlos laufen, aber so ganz ohne Zicken ging es wieder nicht ab. Zum Glück konnte ich auf die Erfahrungen von der Box zurückgreifen und habe gleich mal geguckt, ob `dmesg` was zum Thema Firmware ausspuckt. Bingo! Es fehlte mal wieder die Firmware. Aber woher nehmen und nicht stehlen.

Bei Joern (http://www.ende-der-vernunft.org ) wurde ich fündig. Im Kernel-Source-Tree gibt es unter Documentation/dvb ein Script „get_dvb_firmware“ das man ausführbar machen muß und dann mit dem Namen des Devices versehen losschicken kann um die Firmware zu besorgen. Die dann noch nach „/usr/lib/hotplug/firmware“ kopieren und beim nächsten Reboot gibt es keinen Streß mehr.

Problematisch war die Antenne. Bei der Karte ist eine Wurfantenne für Radio dabei, aber nix für DVB-T. Ich habe daher mal die DVB-T-Zimmerantenne von der Artec angeschlossen und mit ihrem Magnetfuß unter dem Schreibtisch am PC montiert. Da sehe ich jedoch nur 3 Sender. Erst mit einem Stück Antennenkabel als Verlängerung und Antennenstandort auf dem Schrank kommen wieder alle 11 Sender hier in Augsburg an.

Erfreulich (im Vergleich zur Artec T1 Box): In Kaffeine einfach nur den Suchlauf gestartet und alle Sender werden automatisch gefunden. Was immer noch nicht geht ist EPG bei den Sendern wie Phoenix und Co. die auf 594 MHz senden.

Morgen werde ich daher mal in der Früh losziehen und eine Zimmerantenne besorgen. Dann kann Cristina die Artec-Box weiternutzen und ich habe die Karte im Rechner. Eine wichtige Sendung zum Aufnehmen steht um 11:40 auf KIKA an, nämlich Heidi. Das hätte heute schon aufgenommen werden sollen, aber meine Tochter die am PC TV guckte war dann so „schlau“ 2 Minuten vor Heidi Kaffeine zu beenden obwohl ich ihr eingeschärft hatte, ja nix anzufassen. Für die Zukunft heißt das „redundatentes“ Aufzeichnen, dann steigt die Chance daß wir den Stream nicht verpassen.

Was ich dann irgendwann wenn ein wenig mehr Zeit ist probieren will ist der S-Video-Input der Karte. Ich habe ja noch eine uralte Hi-8-Kamera rumliegen und vielleicht kann ich damit dann endlich Videos von der Kamea digitalisieren. Das wäre schön.

Ein gutes Videoschnittprogramm habe ich heute über die Linux Weekly News gefunden. Dort stand heute ein Artikel über DVD-Authoring und in den Kommentaren ein Verweis auf kdelive . Das habe ich mir mal angesehen und das sieht als „Schnittprogramm“ sehr gut. aus.

Was jetzt noch fehlt ist ein wenig mehr Plattenplatz, denn 80 GB sind relativ wenig wenn man mit DVDs jongliert und jede Menge MPEG2-Dateien sammelt um daraus eine DVD zu machen. Aber auch hier habe ich schon mal Anlauf genommen, demnächst wird sich die Kapazität meiner Kiste wohl um 500 GB vergrößern.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

Kommentare sind geschlossen.