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‚Q‘ dvdauthor 1.0.0.4 (final) erschienen

Gestern kam auf der Homepage von qdvdauthor endlich die Ankündigung, daß die Version 1.0.0 final fertig ist. Als jemand der die letzten Tage intensiv mit den Release-Candidates gespielt hat war das für mich natürlich ein Anlass, sich sofort die finale Version zu holen und damit Experimente zu machen. Darum hier nun ein kleiner Testbericht über meine Erfahrungen (so was in Englisch habe ich auch im Forum zu qdvdauthor hinterlegt).

Was ist neu?

Die wohl auffälligste änderung an der Benutzeroberfläche ist ein neuer Dateiauswahl-Dialog.

qdvda-iledialog2 Und hier wird es für die Anwender auch schon gleich ein wenig kompliziert. Die „Thumbnails“ die man in diesem Screenshot sieht waren das Ergebnis langer Mühen und zahlreicher Fallstricke. Um nun hier einen Videoclip für die spätere DVD auszuwählen reicht kein Doppelklick mit der linken Maustaste sondern man muß den Clip mit der rechten Maustaste anwählen und „Add to group“ auwählen. Anfangs hat man nur eine „Firs group“, kann aber unter dem Reiter weitere Gruppen auswählen. Diese Gruppe wird dann ins Hauptfenster von qdvdauthor übernommen.

Die Dialogbox bietet auch „virtual folders“ an in denen man seine Clipsammlung in „virteulle Ordner“ (z.B. Kinder, TV usw.) sortieren kann und sie dort mit 1-5 Sternen bewerten kann. Damit kann man eine Clip-Verwaltung aufbauen die unabhängig von der zugrunde liegenden Verzeichnisstruktur ist.

Das Hauptfenster

Das Hauptfenster von qdvdauthor sieht im Vergleich zur Version 0.1.5 die man bislang über Debian-Multimedia beziehen kann relativ unverändert aus:

qdvda-mainwindow2 Auffällig sind die neuen Icons in der Toolbar. Unter der Haube hat sich einiges geändert, so kann man nun mit einem Button im Menü auch mehrere Videoclips nacheinander abspielen. Tieferliegende Details werde ich berichten, wenn die erste DVD mit der neuen Version erzeugt wurde.

Vorsicht Falle!

‚Was sehr ärgerlich ist war der Umstand, daß qdvdauthor sehr haarig zum Installieren ist. Die Übersetzung des Programms ist dabei relativ komfortabel über eine GUI konfigurierbar und via „Install“-Button wird das Ding auch gleich in die passenden Verzeichnisse installiert. Doch nun heißt es Vorsicht: qdvdauthor kommt mit 2 Media-Engines, einmal Xine und einmal Mplayer. Die Xine-Engine ist über ein KXineWidget oder ein QXineWidget auswühlbar, wobei der Button „Setup engine“ in diesem Dialog eher verwirrt als hilfreich ist. Die Mplayer-Engine kann man über ein QPlyerWidget addressieren. Und jetzt wird es total verwirrend.

Startet man den qdvdauthor aus einer KDE-Konsole, dann sieht alles „normal“ aus, bis auf die Tatsache daß beim obigen Datei-Dialog keine „Thumbnails“ angezeigt werden sondern nur „Please Wait“. Ein blick in die Prozessliste zeigt einen Shell-Prozess der als Kindprozess den Mplayer hat und der nie fertig wird. Ruft man den Mplayer aus der Shell mit den Paramtern auf, dann ist blitzschnell ein Thumbnail erzeugt. Der Shell-Prozess hingegen resultiert in einer „usage info“ von mplayer, ein Zeichen daß Parameter falsch sind.

Dem Irrsinn möchte man anheimfallen wenn man in einem Akt der Verzweiflung qdvdauthor direkt aus der KDE-Oberfläche staret, also z.B. mit dem Datei-Ausführen-Menüpunkt. Dann funktionieren die Thumbnails mit Mplayer plötzlich und alles ist so wie man es haben möchte. Warum das so ist bleibt mir erst mal ein Rätsel.

Daher der unbedingte Hinweis: qdvdauthor muß als Kindprozess von kinit laufen, sonst hat man endlos Streß beim Dateidialog.

Andere Bugs

Ein weiterer Bug ist sichtbar, wenn man trotzdem aus einem Terminalwindow startet. Dann verabschiedet sich qdvdauthor beim Beenden nämlich mit einem Fehler aus der glibc:

*** glibc detected *** double free or corruption (!prev):
0x0000000000ae4040 ***

Das bedeutet nix anderes als daß qdvdauthor beim nächsten Start glaubt, er wäre abgestärzt und dann brint er einen „Recovery“-Dialog um sozusagen den Absturz zu beheben.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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