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Was wiegt eine Zeitungsente?

Heute morgen hat bei der Zeitungslektüre mein Plausibilitätsmodul eine heftige Exception geworfen. In einem Artikel zum Luftverkehr über Europa wirft Redakeur Drewes mit Zahlen um sich, die jenseits von gut und böse sind. Wörtlich heißt es da: „Weltweit waren es 145000 Tonnen was elf Flügen New York – Frankfurt mit einem Airbus A330 entspricht.“
Klar, daß ich da nicht mehr an mich halten konnte und folgenden Brief an die Zeitung geschrieben habe:

heute morgen hat mich die AZ doch tatsächlich inspiriert über das Gewicht und Aussehen einer Zeitungsente nachzudenken. Dabei bin ich nach tiefschürfenden philosophischen Erwägungen zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Das heute gesichtete Exemplar der Zeitungsente hat ein Gewicht von 13295 Tonnen und tarnt sich als Airbus A330. Der fliegt nämlich laut des Artikels von Herrn Drewes elf mal die Strecke New York – Frankfurt und verbraucht dabei stolze 145000 Tonnen Kerosin. Also rund 13182 Tonnen pro Flug. Das entspricht mehr als dem 56-fachen des maximal zulässigen Startgewichts eines A330 von 233 Tonnen das übrigens jeder auf http://de.wikipedia.org/wiki/A330 nachschlagen kann. Addieren wir zu diesem gigantischen Spritverbrauch noch das tatsächliche Leergewicht eines Fracht-A330 der bei der Landung maximal 182 Tonnen wiegen darf und 69 Tonnen Fracht mitnehmen kann, dann kommen wir auf besagte 13295 Tonnen.

Also ein ganz schön gewichtiger Vogel der da heute im Wirtschaftsteil der AZ unterwegs war.

Mit freundlich grinsenden Grüßen
Rainer König

Ich bin ja mal gespannt, ob sie den abdrucken….

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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