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Rendering Nights

Unterm Schreibtisch lärmt mein Rechner unter Volldampf. 2,4 GHz bei 100% CPU. Der Grund ist ein Video das gerade gerendert wird. Ich habe hier nämlich einen ganzen Stapel von Videos die alle mal von der Kamera eingespielt, bearbeitet, gerendert und dann auf DVD gebrannt werden sollen. Einiges ist selbst gefilmt, zwei Filme kommen vom Nachbarn.


Gestern habe ich den knapp über eine Stunde dauernden Film mit Cinelerra bearbeitet. Da der unbekannte Filmer dieses Weihnachtsvideos leider mit recht wenig Licht gefilmt hat habe ich mal den Brightness/Contrast-Filter von Cinelerra nutzen können.

Gestern abend habe ich dann das Video schon mal gerendert und bin daher erst gegen Mitternacht ins Bett gekommen. Heute wollte ich den MPEG-Film dann auf DVD bannen, aber dabei fiel mir auf, dass das Bild irgendwie in die rechte untere Ecke verschoben war. Also nochmal nach Cinelerra und geguckt. Arghh! Irgendwie habe ich das tatsächlich im Compositor-Window dahin geschoben, d.h. die ganze Arbeit von gestern Abend ist für den Müll.

Also das Video nochmal „richtig“ positioniert und jetzt rendert er halt wieder. Laut Anzeige noch für die nächsten 2 Stunden und 26 Minuten. Aber das warte ich heute nicht ab, die Kiste darf alleine rendern und ich gehe irgendwann ins Bett.

Wenn ich dann damit durch bin wartet noch auf mich:

  • Ein Film vom Kindergartenfest, knappe halbe Stunde
  • Der Film von unserer Königsfeier im Schützenverein
  • Der Film von der anschließenden Geburtstagsfeier
  • Die 5-6 DV-Cassetten die ich beim Linux-Info-Tag aufgenommen habe
  • Der Film vom Schulkonzert (knappe 50 Minuten, absolut gut)
  • Der Film vom Judo letztes Jahr

Damit haben wir wieder den gleichen Zustand wie früher zu „analogen“ Zeiten erreicht: Jede Menge Bandmaterial ist voll, aber man kommt nicht zum Nachbearbeiten. Ist ja auch kein Wunder, eine Stunde Filmmaterial auf Band kann schnell zu 8 Stunden Nachbearbeitungszeit werden.

Ich werde also demnächst öfter die Kiste nachts arbeiten lassen während ich schlafe. Denn beim Rendern muß keiner dabei sitzen und der CPU Händchen halten.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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