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Wenn die Polizei deine Wohnung stürmt

dann fällst Du besser nicht in Ohnmacht und schweigst über diesen Vorfall, besonders dann, wenn die Staatsgewalt sich geirrt hat und die falsche Wohnung gestürmt hat. So zumindest ist für mich die Schlussfolgerung aus dem heutigen Zeitungsartikel „Drogenfahnder stürmen falsche Wohnung„.

Aber wahrscheinlich bin ich einfach zu naiv. Blauäugig wie ich nun mal bin hatte ich eigentlich angenommen, dass bei einem vorhandenen Durchsuchungsbefehl die ermittlenden Beamten vielleicht vorher klingeln um zu sehen ob jemand zuhause ist und diesem Jemanden vielleicht sogar die Gelegenheit geben einen Rechtsbeistand zu rufen.

Weit gefehlt. Wohnungsdurchsuchungen in Deutschland anno 2009 erfolgen also duch Öffnen der Wohnungstür mit einem Dietrich, auch wenn sich in der Wohnung Leute aufhalten die aufmachen könnten. Irgendwie erinnert das mehr an die Polizeimethoden in südamerikanischen Militärdiktaturen. Aber dafür kriegt man am Schluß noch vom Gericht eins übergebraten wenn man den Vorfall an die große Glocke hängt.

Warum dünkt mir, dass mit solchen Meldungen das Vertrauen in den Rechtsstaat so allmählich den Bach runtergeht? Muß wohl an meiner Paraonia liegen.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

1 Kommentar

  1. Entschuldigen Sie, …
    … wir haben gerade fälschlicherweise Ihre Privatsphäre verletzt. Würden Sie uns bitte 150 Euro geben und die Fresse halten? Danke.

    Gute Nacht Deutschland!