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Das Geschäftsmodell ist die Abzocke

Heute auf Wikilieaks: Präsentation zur Gewinnverbesserung durch Abmahnverfahren. Es gibt also tatsächlich eine Firma Digi-Right-Solutions die sich zur Aufgabe gemacht hat, Filesharer geschäftsmäßig abzumahnen. Netzpolitik.org hat hier einen schönen Artikel dazu, aber noch besser gefällt mir das, was Udo Vetter im Lawblog dazu schreibt.

Ein sehr schöner Beleg dafür, wie die Branche mittlerweile tickt. Überdies ein wunderbares Dokument, welches Gerichte sicher gerne lesen werden, wenn sie sich mit der Frage nach dem Rechtsmissbrauch durch Massenabmahnungen beschäftigen müssen.

Da bleibt mir als „Nicht-Anwalt“ ja nur noch, ein wenig über die Präsentation dieser seltsamen Firma abzulästern. Also wirklich, was da auf 30 Seiten in der PDF geboten wird ist für einen Design-Puristen und gelegentlichen Leser von Presentation ZEN sozusagen ein Brechmittel. Textblöcke die die Fußzeilen überpinseln, Wörter die umgebrochen werden ohne Trennstrich und jede Menge grobe Designfehler, die wirklich geeignet sind sich die letzte Mahlzeit nochmal durch den Kopf gehen zu lassen.

Und Deutsch können diese Spezialisten auch nicht. Wenn ich z.B. so was lese wie:

DigiRights Solution GmbH wurde im Jahr 2007 zum Schutz von Urheberrechtsverletzungen in P2P- Netzwerken gegründet

Soso. Zum Schutz „von“ und nicht „vor“. Ok, in gewisser Weise ist das ja verständlich, denn immerhin sind die Urheberrechtsverletzungen ja die Existenzgrundlage dieser Firma und die muß natürlich mit allen Mitteln geschützt werden.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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