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Mist, ich hab den falschen Nebenjob

Als Vorstand vom Schützenverein bringt mir dieses Ehrenamt nur jede Menge Arbeit nebenzu ein. Würde ich hingegen im Regionalbeirat der Ruhrkohle AG sitzen hätte ich viel weniger Arbeit und dafür mehr als nur ein Dankeschön. Die Ruhrbarone berichten:

Da haben ein paar Leute gutes Geld verdient. Und zwar Politiker. Landtagspräsidentin Regina van Dinther (CDU) beispielsweise bekam für Kekseessen und Haldenspaziergänge zehntausende Euro. Um genau zu sein, für vier Stunden 30 000 Euro. Der Bergbaukonzern Ruhrkohle AG hat der Christdemokratin 2009 dieses passable Jahresgehalt für den Vorsitz im Regionalbeirat gezahlt. Dabei dauerten die Sitzungen am 22. April und 15. Dezember 2009 jeweils nur knapp zwei Stunden. Bei Kaffee und Kuchen wurde über den seit Jahren geplanten Kohleausstieg geplaudert.

Also 7500 Euro Stundenlohn. Schade das ich das heute nachmittag nicht auch für unser dreistündiges Abteilungsmeeting in der Arbeit bekomme.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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