Artikelformat

Die nächste Finanzkrise trifft uns nicht

Steht so jedenfalls heute auf der Titelseite unserer Zeitung. Die Banken müssen jetzt einen Topf einrichten in der sie dann sozusagen einen Notgroschen bereitstellen um bei der nächsten Krise dann sich selbst zu helfen. Pro Jahr sollen so 1,2 Milliarden Euro zusammenkommen.

Aber hallo! An der Stelle frage ich mich ernsthaft ob die liebe Politik uns mit so einer Maßnahme total für blöd verkaufen will. 1,2 Milliarden Euro pro Jahr als „Notgroschen“. Gucken wir mal an was die Hypo Real Estate für ihre Rettung benötigt hat, dann müssen die Banken schon mal über 100 Jahre sparen um so eine Schieflage abzufedern. Und wenn wir uns dann an den Bankenrettungsfonds mit 480 Milliarden Euro erinnern, dann sollte auch dem dümmsten aller Politiker (ich will hier ja keine Namen nennen) klar sein, dass dieser Bankenfond bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Solange auf diesem Planeten das tägliche Volumen für Finanztransaktionen zu mehr als 97 Prozent auf Spekulation besteht und bestenfalls 3 Prozent der Summe tatsächliche Waren oder Dienstleistungen entgegenstehen ist Hopfen und Malz verloren. Da hilft auch kein wie auch immer gearteter Fond, da hilft eigentlich nur das Verbieten von hochriskanten Spekulationsgeschäften oder diese mit einer so deftigen Steuer zu belegen, dass sie ihren Reiz verlieren. Alles andere ist reiner Alibi-Aktionismus und schützt uns nicht vor der nächsten Rechnung aus dem Casino.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

Kommentare sind geschlossen.