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Da ist man mal ein paar Tage im Urlaub…

und schon überschlagen sich die Ereignisse. Da nimmt man die Zeitung aus dem Briefkasten wenn man wieder heimkommt und was springt einem entgegen? Der Bundespräsident hat sich überraschend doch für die „Rente mit 67“ entschieden. Das ist dann doch mal ein historisches Ereignis, auch wenn die Begründung für den Rücktritt sehr seltsam erscheint. Immerhin, Respekt Herr Köhler für diesen Schritt. Wenn sich doch unsere Angie daran ein Beispiel nehmen würde.

Die Zeitung von gestern teilt mir mit, ich wäre Lena. Und ich muss zugeben, ich habe den Singwettbewerb nicht am TV verfolgt, denn als der lief hatte ich ein schönes Abendessen mit meiner Frau in einem netten Restaurant in Genua. Und ich habe trotz des ganzen Medienrummels um Lena bis jetzt immer noch nicht eines ihrer Lieder gehört. Und hey, ich lebe trotztdem. Und wo wir gerade beim Thema Musik sind, wir waren im Urlaub in einem kleinen Musikgeschäft das einen ganz besonderen Flair hatte. Obwohl der Laden relativ überschaubar von der Fläche war und die beiden Besitzer das Rentenalter schon deutlich überschritten hatten strahlte der Laden eine ganz eigene Atmosphäre aus. Es gab sehr viele schöne Instrumente, von der Blockflöte über die E-Gitarren bis hin zur Violine oder dem Kontrabass. Sozsagen der „Tante Emma Laden“ für Musik.

Tja, und dann gibt es noch die unangenehmeren Nachrichten. Dass BP es nicht schafft mit „Top Kill“ ihr Ölbohrloch zu stopfen war ja eigentlich klar. Die Sache wächst sich zum absoluten Desaster aus und es ist sehr schmerzlich zu sehen, wie die Natur am Golf von Mexico im Ölsumpf untergeht. Die andere Nachricht die mir sauer auf den Magen schlägt, ist dass Israel nun auch meint, Piraterie betreiben zu müssen. Anders kann ich den Überfall auf den Hilfskonvoi für Gaza in internationalen Gewässern nicht bezeichnen. Und wenn Israel dann wie heute in der Zeitung beschrieben sich auch noch erstaunt zeigt, dass sich die Überfallenen diesem Überfall zur Wehr setzen, dann frage ich mich schon, ob die komplett ein Rad abhaben.

In Augsburg geht es so chaotisch wie immer zu. Für den heißgeliebten Königsplatzumbau feilen wir mittlerweile am dritten Bürgerbegehren und es bleibt abzuwarten, wann tatsächlich mal irgend eine Art von Umbau passieren wird, mittlerweile sind wir ja nur dabei, alles zu zerreden und nichts mehr zu tun. Klar, der Königsplatz ist alles andere als einfach umzubauen, aber das ist ja auch keine Neuigkeit. Ob man statt der Fuggerstraße jetzt einen Tunnel bauen soll oder nicht ist in meinen Augen nur eine unbedeutende Randnotiz des Problems. Die Kernfrage ist doch, ob wir wirklich alle Straßenbahnlinien an einem Punkt in der Stadt kreuzen müssen oder ob eine andere Netztopologie im Nahverkehr nicht sinnvoller wäre.

So, jetzt bin ich wieder da, wieder online und darf mich erst mal durch den RSS-Feed wühlen um zu sehen was es sonst noch so gab.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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