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Made in Augsburg

Meine PCs hier zuhause haben alle in Augsburg das Licht der Welt erblickt und auch sonst bevorzuge ich gerne Produkte aus der lokalen Produktion. Bei Kleidung war das mittlerweile sehr schwierig,  denn die Textilindustrie hat sich ja vor langer Zeit schon aus Augsburg zurückgezogen. Einer meiner Freunde war damals Maschinenführer bei Dierig und als Dankeschön für seine Arbeit durfte er zum Schluß noch lange malochen um die verkauften Maschinen in Taiwan wieder in Betrieb zu nehmen. Doch das ist eine andere Geschichte. Wie gesagt, ich würde gerne Kleidung „made in Germany“ kaufen, wenn es denn ein Angebot gäbe. Oft wenn wir von Italien kommen stoppen wir beim Trigema-Verkaufsladen in Farchant bei Garmisch und holen uns dort T-Shirts.

Über Twitter bin ich jetzt auf die manomama aufmerksam geworden. Hinter diesem Namen steht Sina Trinkwalder als Unternehmerin und bei ihr kann Mann (und Frau und Kind) Kleidung kaufen. Kleidung die hier in Augsburg von einem Team produziert wird, das unter anständigen Arbeitsbedingungen und Löhnen hier seinen Lebensunterhalt verdienen kann.  Normalerweise bin ich ja sehr zurückhaltend was den Kleiderkauf übers Internet angeht, aber diesmal wollte ich es wissen und habe dann am Dienstagabend einen Rollkragenpulli bei der manomama bestellt. Der kam heute an und ich muss sagen, ich bin begeistert. Begeistert von der Qualität des Stoffes und der Verarbeitung. Die Nähte sind sauber genäht und man muß keine Angst haben dass sie beim ersten Tragen aufgehen. Und passen tut der Pulli sehr gut, das wird mein treuer Begleiter jetzt in der kalten Jahreszeit werden wenn ich mit unserem Hund spazieren gehe. Schön ist auch, dass man den hier abgebildeten kleinen Zettel mitbekommt und sieht, dass hinter der Herstellung des Kleidungsstückes tatsächlich Personen mit einem Namen statt Lohnsklaven mit der Nummer 123 stehen. Menschen die Dank der manomama eine Perspektive haben und einen anständig bezahlten Job. Natürlich hat der Pulli mehr gekostet als die Massenware aus Fernost beim Discounter, aber zum einen bin ich halt auch ein sozialer Depp aus Überzeugung und zum anderen flüstert mir mein Unterbewußtsein folgenden wahren Spruch ein:

Ich habe gar nicht genug Geld um billig einzukaufen.

Daher werde ich auch in Zukunft bei meinen Kleiderwünschen auch wieder bei der manomama shoppen gehen. Und Weihnachten ist ja eh bald, da muss ich dann meinen Wunschzettel ein wenig erweitern.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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