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Ersatzteillager

Nicht nur, dass man den Menschen die von Hartz IV leben müssen mit der gigantischen Erhöhung um 5 Euro jetzt und 3 Euro im nächsten Jahr die lange Nase zeigt und sie sozusagen am ausgestrecken Arm verhungern lässt, jetzt hat ein Volkswirtschaftler eine grandiose Idee gehabt wie solche Leute ihr Einkommen dennoch aufbessern können: Man verkauft einfach seine Organe, vieles ist ja redundant vorhanden und da kann man schon auf eines von zwei Organen verzichten. Der Prof. Oberender sagte in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur:

„Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.“

Wie ekelhaft pervers ist das denn bitteschön. Hartz IV Empfänger werden mit so einer Äußerung zum menschlichen Ersatzteillager degradiert und der Herr Professor möge sich doch mal bei den Kollegen der juristischen Fakultät erkundigen wie das mit der in GG Artikel 1 verbrieften Unantastbarkeit der Menschenwürde vereinbar ist. So seine Kollegen Zeit haben und nicht über die Täuschungsabsicht ihres Lieblingsdoktoranden debattieren müssen, denn der Herr Professor kommt von der Elite-Universität in Bayreuth.

Wobei ich sogar darauf wetten würde, dass wenn dieser perverse Vorschlag jemals umgesetzt würde dann die Erlöse für die Organe auf den Regelsatz angerechnet werden würden. So wie gehabt, kriegste was extra sinkt gleich die Transferleistung weil Du sollst ja nicht auf die Idee kommen, Dich aus dem Sumpf herausziehen zu können.

Schade dass es noch nicht gelungen ist Hirn zu verpflanzen, denn wenn ich solche Vorschläge lese, dann denke ich, dass einige Mitglieder der Elite hier dringenden Bedarf hätten.

(via manomama auf Twitter)

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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