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Wer fürchtet sich vorm Staatsbankrott?

Das Top-Thema dieser Tage ist die Finanzkrise in Griechenland. Der Pleitegeier kreist weiterhin über der Akropolis und wenn wir nicht weiteres Geld nach Athen schicken, dann prognostizieren uns die sogenannten „Experten“ schon ein Ende des Euro, zumindest aber ein Finanzerdbeben wie es die Welt noch nicht gesehen hat.

Das will keiner riskieren, Griechenland ist also für den Fortbestand des Euro ebenso „systemrelevant“ wie  es damals die HRE-Bank für Deutschland war. „Too big to fail“ wie es so schön heißt. Also pumpt man weiteres Geld nach Griechenland und um das dem Bürger zu erklären tut man so als würde man die Gläubiger Griechenlands auch an den Kosten der Staatsrettung beteiligen.

Die Gläubiger sind natürlich keine Privatleute sondern Banken und vielleicht noch Konzerne die was an Griechenland verkauft haben. Wir erinnern uns, als unsere Bundeskanzlerin das erste Rettungspaket auf den Weg schickte war sie in Griechenland und kam mit Bestellungen für U-Boote und Kampfflugzeuge zurück, also genau das Spielzeug das ein Land braucht um eine Finanzkrise zu meistern. Oder eben das gemeine Volk das  gegen die von oben verordneten Sparbeschlüsse aufbegehrt und auf den Straßen demonstriert.

Wie dem auch sei, nachdem es Griechenland so lausig geht wurde es von den Aasgeiern des Kapitalismus, den Ratingagenturen, nochmals in seine Kreditwürdigkeit herabgestuft. Was letztlich nur bedeutet, dass die Konditionen zu denen Griechenland Geld an den Finanzmärkten bekommt immer schlechter und die Zinsen immer höher werden.

Was besseres kann den Gläubigern doch gar nicht passieren. Ein Schuldner der um jeden Preis gerettet werden muss bei gleichzeitiger Explosion der Zinslast, die ja mit dem Risiko des Kreditausfalls (was aber wegen des Rettungszwanges gleich Null ist) begründet wird. Also sozusagen eine Gelddruckmaschine.

Bezahlen wird am Ende der Steuerzahler bei den Ländern die Hilfspakete schnüren und die Leute in Griechenland, die zu Tode gespart werden. Und die Gläubigerbanken freuen sich, denn ihr Profit ist sozusagen garantiert.

Da wünsche ich mir doch glatt ein Ende mit Schrecken, also den Staatsbankrott von Griechenland statt eines Schreckens ohne Ende, also das weitere Umverteilen von Milliarden die unsere Regierungen hier ungeniert den Banken zuschanzen. Und wenn dabei der Rest von Euroland auch einen Systemreset hinlegen muss bin ich auch nicht traurig. Vielleicht wacht das Volk dann überall mal auf und bemerkt, wie es über den Tisch gezogen wird. Wobei ich hier in der Meldung, dass nur noch 9% der Bevölkerung den Politikern vertrauen einen Anfang sehe.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

1 Kommentar

  1. Von 17 Marz 2010.Ubersetzung LIZ fur EuropeNews.Die Neuigkeit dass es eine Rettungsaktion fur Griechenland geben soll ist eine schlechte Nachricht fur die Europaische Union den Euro und letztlich auch fur die Europaer. Die Frage ist nur wie schlimm wird es werden?.Die Rettung von Griechenland.Die Situation in Griechenland ist ein akutes Problem. Banker und Politiker versuchen es herunter zu reden aber die Fakten vor Ort sind hart .Griechenland muss einen signifikanten Schuldenbetrag 20 Milliarden der im April Mai 2010 fallig wird umfinanzieren..Das geschieht indem man hoheitliche Rentenpapiere auf Auktionen abstoBt Rentenpapiere die von einer Nation ausgegeben werden nicht von einer Kapitalgesellschaft bei denen der hochste Bieter fur jede einzelne Menge die effektiven Raten bestimmt die diese Anleihe tragen wird.