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Gedanken zum Muttertag

Heute vor 18 Jahren starb meine Mutter. Sie wurde knapp 78 Jahre alt, geboren am Ende des 1. Weltkriegs in der Gegend der pommerschen Bucht und dann wurde die Familie vertrieben und fand sich in Bayern wieder. Den zweiten Weltkrieg durfte sie als junge Frau erleben und die schweren Nachkriegsjahre. Oft haben wir über die Zeit damals diskutiert und sie erklärte mir, dass man damals als Deutscher durch Rundfunk und Presse so manipuliert wurde, dass man die Lügen der Nazis glaubte und sich die Greueltaten von denen erzählt wurde kaum vorstellen konnte.

Ich frage mich, wie sie unsere heutige Situation im Jahr 2012 empfinden würde. Käme es ihr wie ein DejaVu vor zu sehen, wie hier mit Hilfe der Medien wieder ein Stimmungsbild erzeugt wird das viele Leute dann einfach als die „Wahrheit“ anerkennen. Würde sie den schleichenden Abbau der mühsam erkämpften Grundrechte erkennen und was dagegen tun wollen? Was würde sie davon halten, dass das schmierigste deutsche Revolverblatt mit einem Preis für „investigativen Journalismus“ ausgezeichnet wurde?

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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