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Der jährliche Energiekostenschock

Heute kam wieder mal das allseits beliebte Briefchen vom Energieversorger mit der Jahresabrechnung. Das war alles andere als erfreulich, denn natürlich dürfen wir wieder nachzahlen. Trotzdem hat es mich motiviert, mal einen Rückblick über die letzten 10 Jahre bei den Kosten zu machen.

Wasserverbrauch

Das Jahr 2012 schlägt alle Rekorde beim Wasserverbrauch mit 190 m³ die der Wasserzähler aufgezeichnet hat. Hier frage ich mich, wieviel davon durch die zeitgesteuerte Gartenbewässerung durch die Leitung gegangen ist. Bisheriger Rekordhalter war das Jahr 2007 mit 141 m³. Immerhin hat der enorme Verbrauch dazu geführt, dass der Kubikmeter statistisch nun billiger geworden ist. 2011 haben wir noch 2,68 € pro Kubikmeter bezahlt, 2012 sind es nur noch 1,96 €. Das bisher schwächste Jahr beim Verbrauch war 2011 (also die Zeit von Mai 2010 bis April 2011) mit nur 48 m³.

Stromverbrauch

Der Verbrauch stieg in den letzten 10 Jahren deutlich an. 2003 standen in der Rechnung noch 4542 kWh, 2012 sind es 6814. Der Spitzenplatz beim Verbrauch liegt in 2010 mit 6956 kWh. Dafür ist der Strompreis konstant gestiegen. von 15,9 Cent pro kWh in 2003 bis hin zu 23,1 Cent pro kWh nun in 2012.  Auffällig ist der relativ steile Anstieg des Stromverbrauchs in2007, das war in etwa die Zeit als wir mit den Aquarien angefangen haben und die brauchen ja auch einiges an Strom. Trotzdem ist dieses Jahr der Gesamtverbrauch ein wenig unter dem Vorjahresniveau.

Gasverbrauch

Auch hier wird in kWh abgerechnet obwohl der Gaszähler in m³ misst. Interessant ist die Entwicklung des Preises pro kWh von 0,0454 € in 2003 zu 0,0627 € in 2012. Der Peak beim Gaspreis war allerdings in 2009 mit 0,0801 € pro kWh. Besonders erfreulich war allerdings die Tatsache, dass wir im Abrechnungszeitraum 2012 nur 20231 kWh verbraucht haben nach 24914 im Vorjahr, also knapp 20 Prozent weniger Gas verheizt haben als zuvor.

Dieser gesunkene Gasverbrauch kann natürlich verschiedene Ursachen haben. Zum einen hängt der Verbrauch natürlich auch davon ab, wie kalt oder warm es draußen ist. Ich habe eine ganze Weile gegoogelt bis ich bei  WetterKontor die Monatswerte der Temperaturen und Niederschläge für Augsburg in den letzten Jahren in Tabellenform gefunden habe. Nach diesen Tabellen war die Durchsnittstemperatur im Winter 2010/2011 bei -0,7°C, im vergangenen Winter war sie bei 0°C. Der wohl mildeste Winter mit einer Durchschnittstemperatur von 3,4°C war in 2006/2007, da hat die Heizung auch nur 18661 kWh verbraucht.

Eine andere mögliche Ursache liegt allerdings sicher auch darin, dass ich im letzten Herbst in allen Räumen zeitgesteuerte Thermostaten verbaut habe die tagsüber z.B. das Obergeschoss auf niedrigere Temperaturen runterfahren wenn sich das Leben eh im Erdgeschoss abspielt. Es sieht ganz so aus, als hätte sich diese Investition im letzten Winter schon bezahlt gemacht, denn selbst wenn wir von den knapp 20% Einsparungen die Hälfte auf den milderen Winter schieben bleiben immer noch 10% übrig die diese Thermostaten gebracht haben.

Ich habe mir jetzt mal vorgenommen, wieder die Zählerstände monatlich abzulesen um irgendwelche Ausreißer in der Statistik frühzeitig zu erkennen und dann im nächsten Jahr nicht mehr so sehr von der Jahresabrechnung überrascht zu werden.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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