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An den Billigklamotten klebt jetzt Blut

Noch ein sorgenvoller Blick, diesmal nach Kambodscha. Dort streiken die Textilarbeiter für mehr Lohn und das ist natürlich schlecht für die Ausbeuter die dort ihren Profit maximieren. Und heute hat die Militärpolizei gezielt in die Menge der Demonstranten geschossen und mindestens drei Menschen getötet.

Wenn ihr also das nächste Mal billigen Fummel bei den Discountern kauft, dann denkt mal an die Leute, die im Herstellungsland ausgebeutet werden und die ihren Arbeitskampf nach mehr Lohn mit dem Leben bezahlen mussten. Und das ganze weil sie statt 60€ im Monat gerne das Doppelte hätten.

Und dann überlegt mal, dass ihr wahrscheinlich sogar bereit wärt ein paar Euro mehr für die Klamotten zu bezahlen, nur eben ist unser ausbeuterisches System so gestrickt dass dieser höhere Preis deswegen noch lange nicht beim Erzeuger ankommt, sondern nur den Ausbeuter noch reicher macht.

Und denkt auch an diesen Bericht wenn unsere Politiker wieder fordern, dass die Bundeswehr im Landesinneren eingesetzt werden soll um auszuhelfen wenn Not am Mann ist.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

3 Kommentare

  1. Es sind Zustände, die absolut nicht in Ordnung sind.

    Stellt sich nun die Frage, wenn man in den überteuerten Läden einkauft, ob die Ware dort tatsächlich an Orten produziert wurde, wo die Löhne höher sind und die Arbeitsbedingungen besser.

    Ich zumindest bin zu dumm, ganz ehrlich, bei Jacken mit Label ab einem Preis von 150€ aufwärts festzustellen, ob es da gerecht zugeht. Oder weiß jemand genauer, wo die IN-Marken hergestellt werden? Die mit der Pfote, oder dem riesengroßen Logo auf dem Rücken? Sind da die Voraussetzungen besser?? Ich bezweifel es sehr!

    Ebenso stellt sich mir immer wieder die Frage, warum man seinen Kleiderschrank jedes halbe Jahr komplett neu befüllen sollte.

    Und leider kommt nicht alles in den Second-Hand.

    • Ich kaufe Kleidung mittlerweile sehr lokal ein. Unterwäsche von Comazo wird in Deutschland produziert und auch wenn der nächste Lagerverkauf ein paar Kilometer zu fahren sind rentiert es sich. Sweat-Shirts und Polo-Shirts nehme ich immer bei Trigema in Farchant mit wenn wir auf dem Weg in den Süden sind. Und ansonsten gibt es ja noch http://www.manomama.de um lokal produzierte Kleidung zu kaufen. Und Kleiderschrank-Updates gibt es eh nur, wenn Not am Mann ist, also irgendwas so kaputt ist dass man es nicht mehr flicken kann.

  2. Wo kauft Ihr denn Kleidung für die Kinder?

    Die Adressen und Ideen sehen nicht uninteressant aus. Danke dafür.