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Wie man keine eBooks verkauft

Sachbücher und Romane lese ich gerne auch in elektronischer Form auf meinem eBook-Reader, einfach weil das weniger Regalmeter im Haus beansprucht als von jedem Buch eine gedruckte Version zu haben. Als heute in den Hinweisen des Tages der NachDenkSeiten das neue Buch von Naomi Klein erwähnt wurde war ich neugierig ob das Buch hier schon als eBook erhältlich ist (vergleiche meine Buchrezension von neulich). Also gleich mal bei ebook.de gesucht und gefunden, allerdings traf mich dann der Schlag.

Das Buch ist zu haben, sowohl als Print-Ausgabe, Taschenbuch und auch als eBook. Doch man schaue sich dieses verlockende Angebot wirklich mal genau an (klick auf Bild für volle Größe):

ebookde-kleinDas eBook soll also 27,49 € kosten, was ein stolzer Preis für eine Datei ist die mit DRM versaut ist und somit weder als Buch einfach verleihbar ist noch nach dem Lesen als Second-Hand-Buch verkauft werden kann. Da sieht es schon fast wie Hohn aus, wenn man links unten die Angebote für die Printversionen sieht. Gedrucktes Buch gibt für 11,90 €, Taschenbuch für 10,95 €. Sorry ebook.de ihr habe doch komplett ein Rad ab. Oder könnt ihr mir einen vernünftigen Grund nennen, warum ich für das DRM-verkrüppelte eBook mehr als 2,5mal soviel zahlen soll wie für das gedruckte Buch. Beim gedruckten Buch gibt es ein Produkt und einen Herstellungsprozess, beim eBook liefert ihr lediglich eine verschlüsselte (da DRM) Datei aus.

Nun ja, eBook.de ist ja nicht die einzige eBook-Quelle. Google hilft hier weiter. Lehmanns Buchhandlung in Deutschland hat das gleiche Buch für 7,99 € im Angebot, also deutlich günstiger als ebook.de. Da weiß man doch gleich, welchen eBook-Shop man in Zukunft meiden wird und bei welchem man einkaufen wird.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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