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Verstörende Spuren im Schnee

Ja, es hat geschneit. Und man findet im Schnee oft diverse Spuren. Heute morgen habe ich bei der morgendlichen Hunderunde dann auch die Spuren eines Monsters entdeckt.

Das Monster welches in der Nacht seine Spuren in unserer Gegend hinterlassen hat gehört zu einer Spezies, die ich in unserer relativ idyllischen Wohngegend eigentlich nicht erwartet hätte, nämlich der Gattung Neonazi. Was war passiert?

Hier in der Gegend ist letztes Jahr eine Familie in ein Haus eingezogen das bislang leer stand. Nette und freundliche Leute, man grüßt sich wenn man sich auf der Straße begegnet, zwei liebenswerte Kinder im Kindergarten bzw. Grundschulalter. Der Name am Türschild ist nicht gerade ur-deutsch, hat aber laut Namenslexikon in Deutschland eine weite Verbreitung, auch wenn er ursprünglich wohl aus Rumänien kommt. Egal, ich beurteile Menschen ja nicht nach ihrer Herkunft, aber wohl deas Monster das hier in der Gegend auftetaucht ist, denn genau vor diesem Haus fand ich heute morgen ein Hakenkreuz im Schnee auf dem Fußweg. Gestern abend bei der Hunderunde war es noch nicht da und so früh wie ich am Morgen mit dem Hund gehe, da kann man einen „Dumme-Jungen-Streich“ getrost ausschließen.

Das heißt, hier in der Gegend treibt irgend ein Neonazi sein Unwesen. Was er mit den netten Leuten von nebenan für ein Problem hat kann ich absolut nicht nachvollziehen. Und ich frage mich, wie lange diese Provokation schon geht, denn der Fußweg vor diesem Haus ist tatsächlich jeden Tag um 7 Uhr perfekt vom Schnee befreit, so wie das die städtische Räumpflich vorsieht. So auch heute, das Hakenkreuz (das ich natürlich im Vorübergehen auch schon verwischt habe) war restlos weg als ich später in die Arbeit ging. Der Weg war, wie in den vergangenen Tagen auch,  bis zum Asphalt vom Schnee befreit, weitaus besser als mein eigenes Stück Fußweg vor dem Garten. Jetzt grübele ich natürlich, ob das daran liegt, dass die neuen Nachbarn Schneeräumperfektionisten sind oder ob ähnliche Provokationen schon in den letzten Tagen stattfanden und man dann eben den Schnee bis zum Asphalt abträgt damit der Depp keine weiteren Spuren hinterlassen kann.

Es bleibt das unschöne Gefühl, dass auch unsere nähere Umgebung nicht von diesen rechtsradikalen Umtrieben verschont bleibt. Und ich frage mich, was ich tun kann.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

5 Kommentare

  1. Vielleicht habe ich einen neueren Beitrag verpasst, der dazu gehört. Aber falls nicht: Gibt es hierzu etwas neues?

    • Nix neues im Westen. Außer dass ich (dank Verteilen der Gemeindebriefe) festgestellt habe dass der Betroffene Mitglied in unserer evangelischen Kirchengemeinde ist.