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Telekom-Adventure – Episode 3

Als ich vor knapp vier Wochen diesen Artikel über den aktuellen Stand meines Router-Problems gebloggt hatte war ich ja noch sehr optimistisch, dass alles was ich jetzt tun müsse nur noch sei, mal zu prüfen ob der zurückgeschickte Speedport 921V aus meinem Vertrag ausgebucht wurde. Doch leider habe ich diese Rechnung ohne die Telekom gemacht und nicht berücksichtigt, dass der Mitarbeiter des Monats bei der Telekom anscheinend Murphy mit Nachnamen heißt.

Die erste Hürde bestand darin, herauszufinden, ob der Miet-Router noch im Vertrag drin ist oder nicht. Das war früher über das Kundencenter möglich. Heute hat man das Kundencenter dank Kacheldesign so „optmiiert“, dass ich noch keinen Weg gefunden habe, zu sehen was aktuell in meinem Vertrag enthalen ist, aber dafür eine Art Web-Hochglanzprospekt habe in dem ich sehen kann, was man alles für tolle Sachen bei der Telekom buchen kann. Hilft mir leider nur gar nichts bei meiner aktuellen Fragestellung.

Aber es gibt ja zum Glück die Rechnung. Da steht dann drin, was verrechnet wird und in der Februar Rechnung war noch nichts von wegen ausgebuchtem Router zu sehen. Klar, der kam laut DHL-Tracking erst am 22. Februar im Retourencenter an, ist also wohl zu spät für die Februar Rechnung gewesen.

Nun kam die Rechnung für März 2017, die vom Betrag her schon deutlich höher als der Durchschnitt war. Aber ich wollte ja eh da rein slchauen was mit dem Status in Sachen Miet-Router los ist. Also dann mal geschaut. Der Speedport 921V ist tatsächlich ausgebucht und ich habe eine 5€ Gutschrift auf der Rechnung stehen.

Der nächste Rechnungsposten lässt mich dann aber schon die Augenbrauen hochziehen:

Ich soll also für den nutzlosen Speedport W 724V den mir die Telekom als „Fehlerbehebung“ zugeschickt hat für 2 Tage dann 4,15€ plus 19% MwsSt. bezahlen. Hallo?! Das Ding wurde ungeöffnet und originalverpackt im gleichen Karton zurückgeschickt in dem es bei mir ankam. Denn ich konnte es ja gar nicht nutzen was ich in den anderen Blogpostings schon ausreichend erklärt habe.

Aber dann kommt am Ende der Rechnung tatsächlich der Hammer.

Die Telekom verrechnet mir 24,90 € Schadenersatz! Wenn man auf die Verechnungsnummer schaut, die ist identisch mit der Nummer die bei dem für mich nutzlosen Speedport W 724V Router steht. Hallo Telekom, wo bitte hattet ihr einen Schaden??? Das Ding ging wie gesagt ungeöffnet und originalverpackt an Euch zurück. Und es war definitiv nicht mein Fehler, wenn ihr mir etwas schickt, das für mich nutzlos ist obwohl ich vorher explizit nachgefragt habe ob das Gerät das Merkmal interner ISDN-Bus enthält. Euer Fehler schlägt sich also bei mir dann mit 29,49€ auf der Telefonrechnung nieder…

Ganz ehrlich, Kundenzufriedenheit geht deutlich anders. Ich will jetzt auch nicht wieder auf die netten Menschen beim Support von @Telekom_hilft einhacken, ich weiß ihr könnt da nichts dafür. Wenn aber so etwas passiert, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass die Support-Prozesse noch mächtig viel Optimierungspotential haben. Momentan stehe ich jedenfalls ziemlich fassungslos vor meiner Rechnung und frage mich, wie so etwas tatsächlich passieren kann. Vor allem finde ich das einfach Einziehen einer Schadenersatzforderung ohne überhaupt einen Schadensfall der anderen Partei gegenüber erklärt zu haben als reichlich verwegen, das dürfte für jeden Anwalt eine perfekte Steilvorlage sein. Aber ich will ja gar nicht vor Gericht ziehen (wenn ich es vermeiden kann), mir würde es schon reichen, wenn dieses Thema endlich zu meiner Zufriedenheit abgeschlossen wäre und ich nicht bei jedem erneuten Aufschlag einen heftigen WTF-Moment habe.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

1 Kommentar

  1. Carsten Kettner

    20/03/2017 @ 08:14

    Wenn Du der Telekom keinen Lastschrifteinzug gegeben hast, ist die Sache sehr einfach: Brief an die Telekom und nur den unstrittigen Betrag überweisen. Denn dann müssen *die* dafür sorgen, dir nachzuweisen, dass der ausgewiesene Betrag richtig ist, und nicht umgekehrt, dass Du hinterherlaufen mußt, bei der nächsten Rechnung eine Gutschrift zu erhalten. Im Zweifel bekommst Du die nie.