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Houston, wir haben eine Herausforderung

Nervt es Euch nicht auch, wenn in unserer (Firmen)Kultur der Begriff des Problems immer durch den Begriff „Herausforderung“ (Challenge) weichgespült wird, um ja nicht ins Negative abzugleiten. Ich lese gerade das Buch „Brain Chains“ von Theo Compernolle. Absolut empfehlenswert für jeden der verstehen will wie das menschliche Gehirn funktioniert. Und Theo hat da eine sehr gute Erklärung zum Thema „Challenge“.

Eine Herausforderung ist etwas, dem ich mich stellen kann oder es eben auch lassen kann. Zum Beispiel kann ich mir selbst die Herausforderung stellen, irgendwann einen Marathon zu laufen, aber ich kann es auch lassen ohne dass mir dabei ein Zacken aus der Krone bricht. Herausforderungen sind mehr oder weniger „nice to have“ Sachen denen wir auf unserem Weg durchs Leben begegnen.

Probleme sind hingegen etwas, was ich lösen muss, denn sonst erreiche ich mein Ziel nicht. Als damals Apollo 13 auf dem Weg zum Mond in unerwartete Schwierigkeiten kam war der Funkspruch zu Leitstelle dann auch „Houston, wir haben ein Problem.“ Wohl wissend, dass wenn dieses Problem nicht gelöst wid die Mission scheitert und das Leben der drei Astronauten in Gefahr ist.

Oder anders ausgedrückt, vor Herausforderungen kann man weglaufen oder sie ignorieren, Problemen muss man sich stellen, denen kann man nicht entfliehen. Oder wie es jemand mal ausgedrückt hat: Wenn Du auf den Schienen stehst und es kommt ein Zug, dann wird der Dich auch treffen wenn Du die Augen schließt um ihn nicht zu sehen.

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