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Feinstaubsensor gebastelt

Letzte Woche habe ich einen Feinstaubsensor gebastelt. Damit wir hier in unserer Gegend auch eine Meßstelle haben. Das Material dazu kann man für wenig Geld bei Ali Express bestellen, man braucht eben ein wenig Geduld bis alles ankommt, aber dann kann man loslegen.

Die Anleitung zum Bau des Sensors gibt20180612_194339 es bei dem Projekt vom Open Knowledge Lab in Stuttgart welches diesen Sensor entwickelt hat. Rechts seht ihr den halb zusammengebauten Zustand. Am linken teil des Rohres sieht man den Ansaugschlauch für den Feinstaubsensor und den kombinierten Temperatur und Luftfeuchtigkeitsfühler. Vorne ein Blick auf den NodeMCU Mikrocontroller der das alles steuert und die Daten dann übermittelt. Der Aufbau gestaltete sich relativ problemlos, allerdings habe ich die Pins am Temperatursensor mit der Zange so umgebogen dass sie doppelt so dick sind, denn sonst halten sie nicht auf den einfachen Verbindungskabeln.

Vor dem Zusammenbau des Sensors spielt man die Software auf. Wenn der Sensor dann zusammengebaut ist und alles funktioniert arbeitet er erst mal als einfacher WLAN-Accesspoint über den man sich z.B. vom Smartphone hin verbinden kann. Dann kann man die Konfigurationsoberfläche aufrufen und die Daten des heimischen WLANs eintragen. Mit diesem verbindet sich dann der Sensor und beginnt mit seiner Arbeit.

Dann Bildschirmfoto_2018-06-20_18-02-51kann man auch im lokalen Netz die jeweils letzten Meßwerte abrufen. Gleichzeitig werden diese Werte zum zentralen Server hochgeladen und dort kann man dann diverse Statistiken abrufen.

Außerdem gibt es natürlich eine Landkarte auf der die Daten der jeweiligen Sensoren farblich eingetragen sind um einen schnellen Überblick über die aktuelle Feinstaubbelastung zu geben. Mein Sensor ist der in Haunstetten Nord und wenn ihr darauf klickt geht recht eine Anzeige auf mit den aktuellen werten. Wenn ihr dort auf das „(+)“ in der zweiten Zeile klickt bekommt ihr auch eine graphische Auswertung der Meßwerte angezeigt.

Die 20180620_173615erste Woche hat mein Sensor sein Dasein noch im Keller fristen müssen. Heute kam dann die hoffentlich autarke Stromversorgung in Form eine solarbetriebenen Powerbank mit 8000 mAh Kapazität. Die Idee ist, dass sich das Ding nebenbei mit Sonnenenergie auflädt und die Nächte eben aus dem in der Powerbank enthaltenen Akku überbrückt. Wie gut das funktioniert werden die nächsten Tage zeigen. Die Powerbank steht in meiner Gartenhütte mit Blickrichtung Süden, so dass die Solarzellen tagsüber maximal viel Licht abbekommen. Zum Glück ist das Dach meiner Hütte aus transparentem Kunststoff, das reicht hoffentlich um die Powerbank immer wieder aufzuladen.

Den Sensor selbst habe ich außen unter dem Dach der Gartenhütte angebracht. Da ist er relativ nahe an der Straße positioniert und da er an der Nordseite hängt werden wohl auch die Temperaturdaten nicht durch direkte Sonneneinstrahlung verfälscht. Hingeschraubt wurde das Rohr mit einer Rohrschelle aus dem Bauhaus und das ganze sieht jetzt so aus:

20180620_173630

Fazit: Ein schönes Bastelprojekt für wenig Geld und mit hohem Nutzwert. Zur Nachahmung empfohlen, es gibt ja noch genügend weiße Flecken auf der Landkarte.

3 Kommentare

  1. Pingback: Energiekrise | König von Haunstetten

  2. Moin,

    ich baue nach der gleichen Anleitung meine Sensoren zusammen. Allerdings stehe ich vor dem Problem der optimalen Positionierung und Stromversorgung.

    Worauf sollte ich denn bei der Positionierung achten? Ich habe nur einen West- und einen Ostbalkon zur Verfügung. Nahe am Rand damit er mehr an der freien Luft ist oder primär weg von der Sonne?

    Wie klappt die Versorgung über das Solarpanel? Gibt es da auch wettertaugliche Modelle?

    Danke im Voraus solltest Du ein paar mehr Informationen haben.

    Antworten
    • Ganz so konstant wie ich es gerne hätte klappt die Solarversorgung leider nicht. Das Problem könnte allerdings auch sein, dass die Spannung manchmal unter einen Schwellwert absinkt und wenn sie wieder kommt die Node-MCU vielleicht keinen sauberen Neustart hin bekommt.
      Das Solarpanel sollte auch wetterfest sein, ist bei mir allerdings egal weil es ja unter dem Plexiglasdach montiert ist.
      Den Sensor habe ich ja an der Nordseite im Schatten, also keine Gefahr, dass er sich durch Sonneneinstrahlung zu weit erwärmt und dann falsche Werte anzeigt.

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