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Die „vergessene“ Kamera

Mein kleines Projekt zum Organisieren meiner digitalen Bildersammlung ist mittlerweile recht weit fortgeschritten. Ich habe sehr viel Bildmaterial von den beiden Spiegelreflex-Kameras in Digikam importiert und habe mittlerweile aktuelle Datensicherungen auf 2 Festplatten. Doch eine Kamera wurde beim mir bisher recht stiefmütterlich behandelt: Die vom Smarpthone.

Ich habe mir mal überlegt, warum die Smartphone-Kamera eher was ist, wo man seine Schnappschüsse dann zwar auf diverse Social-Media-Plattformen hochlädt, aber sie eigentlich nicht als „ernsthafte“ Kamera sieht. Dabei macht die Kamera eigentlich ganz gute Bilder wie man hier an einem Bild sieht, das ich heute bei unserem Ausflug in die Berge aufgenommen habe.

Bärenhöhle
Bärenhöhle am Fuße des Labers – Oberammergau

Bei mir ist der Hauptgrund wohl das umständliche Übertragen der Bilder zum PC. Bluetooth geht recht langsam und oft bleibt nur der Weg über irgendwelche Cloud-Speicher.

Ich habe auch schon versucht, die Bilder von der Kamera über ein USB-Kabel und den Dateimanager zu übertragen, aber da das „Camera“-Verzeichnis auf dem Smartphone mittlerweile doch eine ganze Menge Bilder enthält dauert es gefühlt eine Ewigkeit, bis ich überhaupt alle Dateien sehe.

Doch dann hatte ich die Idee, mal einfach einen Kamera-Import in Digikam zu probieren. Dort kann man das Smartphone als MTP-Gerät (Media Transfer-Protokoll) definieren. Und siehe da, damit geht die Übertragung der „Thumbnails“ doch relativ flott und man kann sogar seine Bilder auf der Kamera gut „aufräumen“.

Digikam ist hier ein deutlich funktionalerer MTP-Client als es die üblichen Dateimanager sind. Damit kann ich dann doch innerhalb von 2 Minuten die neuesten Bilder in mein Digikam-Archiv kopieren und habe sie dann auf dem PC.

Und mit den Bildbearbeitungsmöglichkeiten von Digikam kann man dann auch einige Korrekturen vornehmen. Das folgende Bild ist heute mittag am Ammersee-Parkplatz mit dem Smartphone aufgenommen worden. Der Schönheitsfehler den das Originalfoto auf dem Smartphone hatte war aber, dass der Horizont schief war, was bei Fotos eines Sees eher ungünstig ist, denn das hätte ausgesehen als würde der See nach rechts unten auslaufen. Mit dem Digikam-Editor konnte ich das Bild jedoch um die 2° drehen die notwendig waren, dass der Horizont eben horizontal ist. Dann noch den passenden Ausschnitt um die beim Drehen entstandenen schrägen Ränder abzuschneiden und das Ergebnis ist deutlich besser als vorher.

Boote am Ammersee
Boote am Ammersee

Damit steht einem intensiveren Einsatz der Smartphone-Kamera für „ernsthafte Fotos“ nichts mehr im Wege. Und das ist ja immerhin die Kamera, die man meistens dabei hat während die tolle Spiegelreflex-Kamera daheim liegt.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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