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Neue Blauzahn-Kopfhörer

Es war am Montag vor einer Woche, morgens als ich mich für die Hunderunde nach dem Aufstehen vorbereitete. Wie immer die Bluetooth-Kopfhörer ins Ohr gesteckt, doch da spürte ich einen Schmerz im rechten Ohr. So als wäre da ein Pickel und der Druck des In-Ear-Kopfhörers war nervig. Also war mir klar, dass ich an der Situation was ändern muss.

Ändern in Form eines neuen Kopfhörers, und angesichts der Schmerzen im Ohr diesmal definitiv keinen „Schmalzbohrer“ sondern eher was das auf die Ohren statt in die Ohren kommt.

Also habe ich mal das Angebot beim großen Versender angeschaut. Da einige der Kopfhörer die preislich in die engere Wahl kamen laut Rezensionen sehr klein waren, war mir klar, dass ich das nicht bestellen kann sondern tatsächlich ausprobieren muss, wie die zu meiner Rübe passen. Also das Angebot der lokalen Elektronik-Discounter nach „in der Filiale vorrätig“ durchsucht und dann abends nach der Hunderunde noch einen Ausflug zu einem der Läden.

Tastsächlich waren die als „zu klein“ in den Rezensionen beschreibenen Kopfhörer wirklich sehr grenzwertig auf meinen Ohren. Nichts, was ich dauerhaft auf den Ohren haben will. Also habe ich dort vor dem Regal meine Blicke schweifen lassen und bin schließlich bei einem Sony WH-CH510 hängen geblieben. Der passte recht gut auf meine Ohren und hat auch nicht unangenhme auf die Brillenbügel gedrückt. Und die Aussage der 35-Stunden-Akku-Kapazität war auch sehr interessant, die anderen Modelle lagen alle zwischen 12 und 16 Stunden.

Also dann abends noch aufgeladen, ein kurzes Ladekabel (ca. 20cm) liegt bei. Der Kopfhörer-Ladeanschluß ist USB-C, was das Anstöpseln einfacher macht, da man USB-C ja nicht „verkehrt herum“ anstecken kann. Nachdem der Ladevorgang abgeschlossen war das Koppeln mit dem Smartphone und der erste Soundcheck, diesmal mit Musik.

Beeindruckender Sound, angenehme Lautstärke und satte Bässe. Also schon mal nicht verkehrt. Da ich aber eher Podcasts über die Kopfhörer höre kam dann am nächsten morgen der Praxistest bei der Hunderunde.

Mein altes In-Ear-Headset hatte da manchmal Problem mit dem Bluetooth-Empfang, da gab es trotzt der relativ kurzen Entfernung zwischen Hosentasche und Kopf manchmal Aussetzer, je nachdem wie ich den Kopf gerade drehte. Der neue Sony-Kopfhörer macht hier keine Probleme, die Bluetooth-Verbindung steht stabil.

Erfreulich beim Außeneinsatz ist, dass man den Podcast klar und gut hört, Umgebungsgeräusche aber trotzdem wahrgenommen werden können. Da ich Podcasts bei meinen Spaziergängen höre wollte ich aus Gründen der Verkehrssicherheit explizit keine Noise-Cancelling-Kopfhörer, für mich ist wichtig, dass ich z.B. ein von hinten sich näherndes Auto hören kann. Dieses Kriterium erfüllt der Sony ebenfalls sehr gut, weitaus besser als die In-Ear-Stöpsel des bisherigen Headsets.

Tja, und dann kommen wir jetzt mal zur Akku-Kapazität. Mein altes Headset hatte einen Winzig-Akku der im Schnitt alle 3-4 Tage aufgeladen werden musste, was bei einer Größe von 35x10x5 mm für die ganze Elektronik nicht weiter verwundert. Anders der Sony. Der hat mich die letzten 10 Tage nach dem Einschalten jedesmal freundlich mit „Power on, battery fully charged“ begrüßt. Ich war echt gespannt, wann sich das „fully charged“ ändert und ob das dann gleich „battery low“ heißen wird. Heute nachmittag war dann die Ansage „Power on, battery about 70%“. Also in 10 Tagen mit vielen Stunden Podcast-Hören gerade mal 30% Kapazität verbraucht. Wow. Das ist mir deutlich lieber als der vorherige Kopfhörer, der nur die Ansage „battery low“ kennt wenn es langsam Zeit wird fürs Aufladen, wo man aber sonst den Batteriezustand nur erkennen kann wenn man das Smartphone-Display beim Koppeln im Auge behält, da wird das dann kurz eingeblendet.

Fazit: Anders als auf der Sony-Webseite gab es den Kopfhörer beim Discounter für knapp 40€. Und ja, das war gut investiertes Geld, denn gerade die letzen Tage als draußen auch ein sehr kühler Wind wehte hat der Kopfhörer dann auch gleich als „Ohrwärmer“ Verwendung gefunden.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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