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Zeichenstunde

Neulich habe ich ja schon gebloggt, dass ich jetzt ein ordentliches Grafiktablet für meinen PC habe. Nun habe ich einen Kurs für das digitale Zeichnen mit Krita angefangen, damit ich lerne, welche Möglichkeiten ich habe um mich hier als Zeichenkünstler zu versuchen.

Auch wenn es wie im letzten Blogpost beschrieben schon ein paar gute Tutorials auf YouTube gibt habe ich trotzdem den Kurs „Krita basic to advanced digital painting“ bei Udemy gebucht. Den gab es im Sonderangebot für 11,99 € statt der üblichen 99,99€.

Der „Lehrer“ kommt aus Indonesien und hat 20 Jahre Erfahrung in Sachen Computer-Graphik. Sein Englisch ist gut verständlich und der Kurs ist gut strukturiert. Man erfährt erst mal ein paar Grundlagen zu Computer-Graphik, lernt den Unterschied zwischen Rastergraphik und Vektorgraphik und erfährt etwas über die verschiedenen Farbräume. Dann gibt es noch ein paar Tips zum Setup des Graphiktablets (brauchte ich nicht) und ein paar Performance-Tuning-Tips.

Im nächsten Abschnitt lernt man erst mal viel über die Bedienoberfläche von Krita, wie man „Pinsel“ (Stifte, Radierer, Verwischtools etc.) auswählt oder wie man Farben auswählt und modifiziert. Dann kommt ein wichtiger Abschnitt über die Ebenen, die man beim digitalen Zeichnen andauernd braucht, denn man zeichnet anders als auf Papier eben nicht nur auf einer Ebene sondern auf vielen Ebenen die unterschiedliche Funktionen haben können, also z.B. Hintergrund, Skizze, Farbe, Schattierungen, Aufhellungen usw. Man lernt auch Grundlagen, wie man mit Schattierungen die Illusion von Räumlichkeit in die Zeichnungen bringt.

Im dritten Abschnitt geht es dann ans tatsächliche Zeichnen. Man lernt, wie man sich die Benutzeroberfläche so anpasst, dass man nur das wirklich wichtige im Blick hat. Und dann wird eine Palette an „Pinseln“ für die tägliche Arbeit erstellt, was ich persönlich sehr hilfreich fand, denn in den unzähligen „Pinseln“ die Krita einem zur Verfügung stellt verliert man sich sonst sehr schnell. Tatsächlich reichen aber 6 Standard-Pinsel und ein Radierer um 99% der Zeichenarbeit zu tun.

Das Zeichenprojekt in diesem Abschnitt ist ein Totenschädel. Den Skizziert man erst mal, dann füllt man ihn auf einer Farbebene aus um dann auf einer weiteren Ebene Schattierungen hinzu zu fügen. Dann noch ein paar Aufhellungen auf einer weiteren Ebene und ein wenig Textur mit einem Pinsel der nicht in der Standard-Arbeitspalette drin ist.

Mein Ergebnis nach ungefähr einer Stunde Zeichnen und Lernen sieht dann so aus:

Mein erstes Zeichen-Projekt aus dem Kurs

Sicher nicht so detailliert wie das was der Profi uns vorgezeichnet hat, aber für mich war diese Lektion trotzdem mit vielen Aha-Effekten gefüllt und ich habe tatsächlich einiges gelernt. Und in Zeiten von Corona haben wir ja eh viel Zeit um was zu lernen.

An dieser Stelle denke ich bereits, dass sich die knapp 12 € für den Kurs schon ausgezahlt haben. Wer also selbst in das digitale Zeichnen am PC einsteigen will, dem kann ich diesen Kurs empfehlen.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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