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Ich sehe was…

…das Du nicht siehst und das ist winzig. So klein, dass man es mit dem bloßen Auge kaum sieht, wohl aber mit einem Mikroskop. Corona heißt auch Home Schooling und da Stefan interessiert am Thema Zelle war haben wir mal unser altes Mikroskop rausgeholt. Das hat über 25 Jahre auf dem Buckel und leider keine echte Beleuchtung, sondern nur einen Spiegel unter dem Objekttisch. Damit sieht man wenig, also musste was neues her.

Die Wahl fiel auf ein Swift Mikroskop welches man auch mit einer USB-Kamera geliefert wird. Außerdem gab es noch eine Kiste mit 100 Dauerpräparaten, damit man auch was zum Anschauen hat.

Ameisenkopf
Ameisenkopf

Die Kamera am Mikroskop ersetzt wahlweise eines der beiden Okulare. Mit 1,3 Megapixeln (1280×1024 Auflösung) ist sie nicht besonders hochauflösend, aber für Bilder für die Webseite reicht die Auflösung allemal. Außerdem ist es natürlich einfacher zu erklären was man aktuell im Mikroskop sieht wenn man das Bild dank Kamera auf einem Bildschirm hat. Das ist viel einfacher als abwechselnd durch das Okular zu schauen.

Baumwollwurm
Baumwollwurm

Die Kamera kann man mittels eines OTG-Kabels auch an ein Smartphone oder Tablet anschließen. Dann braucht man noch die passende App um eine externe USB-Kamera ins System einzubinden. Ich habe hier die USB Camera Pro App benutzt, die Pro Version nervt nicht durch Werbeeinblendungen, aber es würde auch die kostenlose App funktionieren.

Schmetterlingsfuß
Schmetterlingsfuß

Schön ist an diesem Mikroskop, dass unter dem Objekttisch eine richtige Lampe als Lichtquelle vorhanden ist die auch gedimmt werden kann und deren Höhe unter dem Objekt einstellbar ist.

Fuß einer Fliege
Fuß einer Fliege

Die Scharfstellung am Mikroskop erfolgt durch die Höhenverstellung des Objekttisches. Dazu hat man ein zweigeteiltes Einstellrad um zunächst die grobe und dann die feine Einstellung der Schärfe vornehmen zu können.

Pflanzenzelle
Pflanzenzelle

Zudem kann der ganze Objekthalter sowohl in X- als auch in Y-Richtung durch zwei Einstellräder verschoben werden, was eine echt nützliche Sache ist wenn man das Präparat inspizieren will.

Tierische Zelle
Tierische Zelle

Der Revolverkopf des Mikroskops hat 4 Linsen die dann die unterschiedlichen Vergrößerungen ergeben. Außerdem gibt es zwei Sätze mit Okularen, was aber auf die Kameraaufnahme keinen Einfluss hat.

Blatt einer Winterjasmin
Blatt einer Winterjasmin

Bei großen Vergrö0erungen wird das Bild sehr schnell dunkel und auch das Scharfstellen ist nicht mehr so einfach, denn die Schärfeebene ist bei diesen Vergrößerungen sozusagen „hauchdünn“. Aber auch mit den zwei „kleinsten“ Vergrößerungsstufen sieht man schon sehr viel wie die Bilder in diesem Artikel deutlich zeigen.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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