Noch mehr Astrofotografie

Zu dem Blogeintrag von gestern fallen mir noch ein paar Dinge ein, die ich noch erwähnen möchte.

DSLR-Fallstricke

Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass ich meine Nikon-D40 tatsächlich ans Teleskop angeflanscht hatte. Dann der Versuch Jupiter zu fotografieren, der eigentlich auch geklappt hat, also Kamera auf Selbstauslöser mit 3 Sekunden Vorlauf stellen, scharf stellen, Auslöser drücken und nach 3 Sekunden sind die Wackeleien am Fernrohr hoffentlich so gering, dass es nicht mehr stört. Was ich aber nicht bedacht hatte war die Belichtungszeit.

Ich hatte meine D40 auf 5 Sekunden bei ISO800 eingestellt. Das erschien mir ein ganz brauchbarer „Pi-mal-Daumen“-Wert bis ich dann das erste Bild sah:

Jupiter plus 4 Jupitermonde mit der Nikon-D40 aufgenommen

Neben dem üblichen Problem, dass Jupiter alles überstrahlt wenn man auch die Monde sieht kommt hier noch das Problem dazu, dass sich die Erde in den 5 Sekunden Belichtungszeit doch ein ganzes Stück weiterdreht und Jupiter so zum Oval wird und die Jupitermonde zu feinen Strichen werden.

Das war dann der Moment, an dem ich wusste, dass die D40 hier hoffnungslos überfordert ist, denn die geht bis maximal 1600 ISO, oder im Boost Modus bis 3200 ISO. Das ist aber nicht viel. Meine D7000 kann bis 6400 ISO, das würde also die Belichtungszeit in den Bereich von etwa einer Viertelsekunde drücken, d.h. die Bewegung der Erde dürfte hier hoffentlich kaum ins Gewicht fallen. Aber eben das Thema Gewicht, die D7000 wiegt einiges und da müsste ich erst mal das Teleskop „im Trockenen“ neu ausbalancieren und mir Markierungen machen, wie es mit und ohne Kamera auf der Montierung zu positionieren ist.

Mond-Impressionen

Neben den Snapshots vom Mond habe ich am Samstag auch noch zwei AVIs vom Mond aufgenommen, die ich gestern dann mit PIPP und Siril bearbeitet habe. Das Ergebnis ist recht eindrucksvoll, vor allem finde ich es faszinieren, dass man bei den Kratern rechts die Schatten und links das reflektierte Sonnenlicht sieht.

Ein komplett gestacktes und nachbearbeitetes Bild vom Mond

Das zweite Bild war etwas schwieriger zu „stacken“, da hatte ich einige Mühe passende Referenzpunkte zu finden. Aber auch das sieht nicht ganz schlecht aus.

Bild über die Krümmng des Mond-Horizontes

Insgesamt habe ich in den letzten Wochen schon einiges an Dingen zum Thema Astrofotografie gelernt. Und gerade mit den digitalen Kameras hat sich in Sachen Astrofotografie einiges getan. Ich habe hier im Bücherregal noch ein Buch über Astrofotografie aus dem Jahr 2002, damals war die Digitalfotografie gerade in den Kinderschuhen und man machte seine Astrofotos mit Kleinbildkameras. Was dann wieder bedeutete, dass man ein exakt auf den Himmelspol ausgerichtetes Teleskop mit motorischer Nachführung haben muss, denn bei Kleinbildfilmen hat man ja auch eine längere Belichtungszeit und ohne Nachführung, na ja, das Ergebnis sieht man oben.

Ein Gedanke zu „Noch mehr Astrofotografie

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