Resteverwerter

Bei meiner Inventur der Filamentspulen für meinen 3D-Drucker habe ich festgestellt, dass ich von einigen Filamenten nur noch relativ wenig Material (unter 100g) auf den Spulen habe. Also war es an der Zeit für die Resteverwertung.

Klein und nützlich

Ich habe mich daher entschieden, ein paar Verbindungselemente für Schubladentrenner zu drucken. die ich vor einiger Zeit mal selbst in FreeCAD erstellt habe. Damit und mit ein wenig Buchbinderpappe in 2mm Stärke kann man sehr schnell eine große Schublade in kleine Fächer aufteilen.

Bei mir war gestern die Sockenschublade dran. Bisher war das für mich der Graus, Wintersocken, Sommersocken, Sneakers, alles wirld durcheinander gewürfelt in einer Schublade meiner Kommode. Dank der Trenner habe ich die Socken nun in Fächern und es ist alles viel einfacher.

Reicht es noch oder reicht es nicht

Wenn man nur noch ein paar Meter Filament auf der Spule hat, stellt sich natürlich die Frage, ob es noch reicht oder nicht. Aber eigentlich ist auch ein frühes Ende des Filaments kein Problem, mein Drucker ist mit einem Filament-Runout-Sensor ausgestattet, das im Prinzip ein Rohr ist mit einem Mikroschalter. Solange Filament im Rohr ist schließt der Schalter, fehlt Filament, dann öffnet der Schalter, der Drucker geht dann automatisch in Parkposition und der Extruder läuft rückwärts um das letzte Stück Filament auszuwerfen, also das was zwischen Sensor und Extruder übrig blieb. Ist das entfernt, dann kann man neues Filament einlegen und das dem Drucker per Knopfdruck mitteilen. Dann wird ein Stück es neuen Filaments durch die Düse geschoben und wenn das erledigt ist entfernt man es von der Düse, drückt nochmals den Knopf am Drucker und der Druck startet neu.

Nach Filmenttende weiter gedruckte T-Stücke

Auf dem obigen Bild sieht man ganz schön, dass ein Filamentwechsel kein Problem ist. Hier war mein dunktelgraues Filament am Ende, also habe ich mit ein paar Windungen weißem Filament auf einer andern Spule weiter gemacht.

Postive Nebenwirkungen

Nachdem eine Spule dann wirklich leer gelaufen ist kann ich sie auf meine Küchenwaage legen um das Leergewicht zu ermitteln, denn so kann ich später durch Abwiegen auch jederzeit ausrechnen wie viel Rest-Filament noch auf der Spule ist.

Im Netz habe ich diese Überischt über die Gewichte der Leerspulen gefunden, doch was ich heute gewogen habe war sogar noch unter den in der Tabelle angegebenen Gewichten.

Außerdem habe ich nun auch ein weiteres Kriterium zum Bewerten eines Filaments gefunden, nämlich wie gut das Ende aussieht. Ich hatte mein dunkelgraues Filament von Amazon-Basics, das war gut aufgewickelt und das Ende des Filamentstrangs war gerade.

Nicht so jedoch beim Filament von Tinmorry. Hier ist das Ende des Filaments auf einer Länge von etwa 2-3 mm um 90° umgeknickt. Und angesichts dieses Knicks habe ich starke Bedenken, dass dieses Filament dann sauber durch den Runout-Sensor geht. Ich fürchte eher, es verhakt sich, was dann dazu führt, dass der Sensor kein Filament-Ende erkennt, der Extruder den blockierten Rest wegscheuert und am Ende nix mehr aus der Düse kommt, der Drucker aber munter weiter arbeitet, denn das aus der Düse nix mehr kommt kann der Drucker ja nicht feststellen. Das Resultat wäre als ein kaputter Druck. Da ich neben dem Drucker stand konnte ich das Problem natürlich lösen indem ich den Haken abgezwickt habe, aber bei einem Overnight-Print könnte das zum echten Problem werden.

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