Bei unseren Sanierungsmaßnahme am Haus wurden im Mai auch 25 PV-Module auf unserem Dach montiert und die Kabel in den Keller gezogen. Heute war dann der große Tag an dem die Elektroinstallation im Keller gemacht weden sollte.
Die Monteure der Solarfirma kamen auch schon am frühen Morgen und dann ging auch schon der Stress los. Denn der Platz den ich eigentlich in meiner Blauäugigkeit für den neu zu installierenden Zählerschrank vorgesehen hatte reichte nicht. Denn es gibt eine VDE-Vorschrift, dass vor so einem Schaltschrank 1,20 Meter Platz sein muss. Das hatte der Ort zwar, aber was ich übersehen habe war, dass daneben dann der Hausanschlusskasten mit den Panzersicherungen ist und der hat eine Klappe von der aus man auch wieder Platz zum Arbeiten braucht und da wäre dann der Zählerschrank im Weg.
Als Lösung aus dem Dilemma musste nun mein alter Kleiderschrank der seit vielen Jahren im Kellerflur stand weichen und an diese Stelle sollte der neue Zählerschrank montiert werden. Also erst mal den Kleiderschrank leer machen und demontieren. Und für den Batteriespeicher samt Wechselrichter musste dann auch noch ein passender Platz gefunden werden. Dabei stellte sich heraus,dass die Batteriespeicher deren „Fußabdruck“ nicht größer als der einer Aktentasche sein sollte dann doch 70 cm breit sind und etwa 25 cm Tiefe haben. Zum Glück habe ich eine Nische unter der Kellertreppe in welcher der Batteriespeicher jetzt seinen Aufstellort fand und daneben ist der Wechselrichter montiert.
Dann musste der Stromanschluss verlegt werden, denn der ging bisher vom Hausanschluss zum Zäherfeld (das alte schwarze für die klassischen Zähler mit den drehenden Rad) und nach dem Zähler dann in den Verteilerschrank. Der neue Zählerschrank ging jetzt auf die gegenüberliegende Wand, d.h. Das Kabel vom Hausanschluss geht erst mal zum neuen Zählerschrank und von dort geht es dann zu Wechselrichter mit Batterie und natürlich auch zum Verteilerschrank an dem ja nichts geändert wurde.

Der Zählerschrank ist riesig für das was da drin ist. Ich werde aber demnächst noch eine weitere Hutschienen-Steckdose einbauen, denn mein Sensor für die Meßwerterfassung am Zähler sollte auch wieder in Betrieb gehen, der braucht aber ein Steckernetzteil. Ist aber keinh Problem, rechts in diesem rieisigen Schaltschrank ist genügend Platz.
Und natürlich habe ich bei der Renovierungsaktion im Frühjahr die Wand dort nicht gestrichen, ist ja witzlos, da steht der Kleiderschrank davor… Tja, irgendwann werde ich die Farbe auch noch an diese Wand streichen.

Der Wechselrichter der da oben an der Wand hängt wird im Betrieb etwas warm, also habe ich auch gleich eine Heizung im Kellerflur. Die Batteriespeicher sind 3 Module übereinander und das funktioniert gut.
Am Ende hieß es dann wieder „App installieren“ um mit der PV-Anlage zu kommunizieren. Das sieht dann so aus.

Das heißt, heute Nachmittag waren wir quasi schon autark was die Stromerzeugung anging, den Strom kam vom Dach und nicht von den Stadtwerken. Aktuell würde ein Stromüberschuss ins Netz fließen wenn die Batterie voll ist und ich würde nichts dafür bekommen, denn die dazu notwendige Bürokratie muss erst noch erledigt werden.
Und dann ist da ja noch unsere Wirtschaftsministerin Reiche, die private Solaranlagen eh torpedieren will weil Strom aus Gaskraftwerken ja viel besser ist, zumindest für ihre Freunde von der Gas-Lobby. Das könnte bedeuten, dass es für private Stromerzeuger dann vielleicht bald gar keine Einspeisevergütung geben wird. Aber das ist mir momentan so was von egal, denn mit dieser Anlage bin ich jetzt erst mal soweit autark, dass ich im Sommer wohl kaum Strom von den Stadtwerken beziehen muss. Und das reicht mir schon zur Zufriedenheit.
Als nächstes werde ich dann mal sehen, ob ich die PV-Anlage auch irgendwie mit Home Assistant verbinden kann, denn so eine App ist ja ganz nett, aber ich hätte die Daten auch gerne im Energie-Dashboard von Home Assistant.
Toller Bericht. Hier finde ich immer praktische Berichte, die einem die Sorge nehmen, solche „Abenteuer“ auch mal selbst anzugehen. Danke!