Wie bereits angekündigt gibt es für die Monatsmalerei im August keine vorgegebenen Themen, sondern jeder kann sich im Freistil austoben und das malen was ihm in den Sinn kommt. Ich habe dann eine Weile überlegt und kam auf die Idee „Back to the roots“, also quasi die Höhlenmalerei die ich in meinem „Hades“ (mein Home Office im Keller) mache um etwas aus meinem Umfeld zu zeichnen. Und als Zeichenobjekt musste unsere Hündin Sally dienen, bzw. ein Foto aus dem Mai 2025 von ihr.
Folgende „Lernziele“ habe ich mir für diese Zeichnung vorgestellt:
- Das Bild soll wie eine Bleistiftzeichnung aussehen denn die Höhlenmenschen hatten viellecht keine Farbe.
- Ich will die Technik mit der „magnetischen Auswahl“ in Krita ausprobieren.
- Arbeiten mit lokalen Auswahlmasken.
- Ich will ausprobieren, wie man Fellstrukturen zeichnen kann.
Mit dieser Motivation habe ich dann in meinem Bildarchiv gewühlt und Foto von Sally gefunden bei dem sie auf dem Sofa sitzt und in die Kamera schaut.

Der erste Schritt war also den Hund aus diesem Bild zu „extrahieren“. Dazu habe ich die „magnetische Auswahl“ in Krita verwendet und bin mit dem Tabletstift entlang der Kontur des Hundes lang gefahren. Am Ende hat man dann eine Auswahl, die im Prinzip der Hund ist und die man in ein neues Bild als „Referenzebene“ kopieren kann.
Das habe ich gemacht und noch ein paar „Fehler“ in der Auswahl korrigiert. Dann hatte ich quasi ein Foto vom Hund vor weißem Hintergrund. Jetzt den weißen Hintergrund mit dem „Zauberstab“ auswählen und diese Auswahl invertieren, dann habe ich wieder die exakte Kontur des Hundes. Und die kann ich jetzt unter das Bild als „lokale Auswahl“ anlegen, d.h. diese Maske ist immer wieder abrufbar.
Aber eigentlich will ich die Maske ja auf meiner Zeichnung nutzen, also die Auswahlmaske mal duplizieren (nur zur Sicherheit, braucht man wahrscheinlich nicht) und dann unter die Malebene für das gemalte Bild schieben.
Wählt man nun diese Maske aus, dann hat man im Prinzip eine Schablone über die man nicht hinaus malen kann, was die Sache mit dem „Ausmalen“ natürlich massiv vereinfacht.
Ich habe dann in den vorhandenen Krita-Pinseln nach einem gesucht, der Bleistiftstriche wie Haare macht und diese entsprechend der Fell-Richtung gezeichnet und dabei die Graustufen variiert. Die Nase wurde mit einem Airbrush-Pinsel gezeichnet, die Augen mit einem Wasserfarben-Pinsel. Und das Halsband aus dem Foto wurde für die Zeichnung natürlich weggelassen.
Damit war das Bild in relativ kurzer Zeit erstellt.

Ich bin erst mal mit dem Ergebnis zufrieden, dafür dass es in relativ kurzer Zeit und auch nur auf einer Malebene gezeichnet wurde ist es nicht schlecht. Und unter „today I leaned“ kann ich folgendes verbuchen:
- Die magnetische Auswahl funktioniert super um Dinge nachzuzeichnen.
- Lokale Auswahlmasken erleichtern einem das Leben und hätte ich weitere Masken für Augen und Schnauze verwendet wäre das Bild wohl noch besser geworden.
- Die wichtigste Erkenntnis ist aber, dass ich mich noch mehr mit den Möglichkeiten der Pinsel bei Krita beschäftigen muss. Pinsel sind ein sehr mächtiges Werkzeug und ich sollte mal alle vorhandenen Pinsel ausprobieren um zu sehen, was man damit machen kann oder vielleicht sogar weitere Pinsel, z.B. für Fell-Strukturen importieren.
Für ein Experimentier-Bild bin ich mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.