Bei meinen Zeichnen-Übungen bin ich ja immer auf der Suche nach Motiven. Neulich hatte ich eine Espresso-Kanne auserwählt und heute habe ich mal mein Bildarchive gewälzt um ein „lohnendes Motiv“ zu finden. Dabei bin ich in Richtung Naturfotografie gegangen und dort bin ich fündig geworden. Am 11. Mai 2008 war ich mit der Spiegelreflex-Kamera hier in Augsburger Siebentischwald am Stempflesee unterwegs um ein paar Fotos zu machen. Und wie es das Glück (manche sagen auch Deppendusel) will habe ich es geschafft, eine Gans die gerade ein Landung im See hingelegt hat von hinten zu erwischen. Und das sollte jetzt mein Bildmotiv für die nächste Zeichnung sein.
Meine selbst gesteckten Vorgaben waren in diesem Fall:
- Zeichnen Freihand ohne das Hilfmittel des Durchpausens.
- Ausprobieren von ein paar Water Color Brushes für das Wasser im See
Doch schauen wir uns erst mal das Foto an an dem ich mich versucht habe:

Hier war mir klar, dass ich erst mal die Kontur des Vogels irgendwie freihändig nachzeichnen muss. Dazu habe ich einen Skizzen-Pinsel genommen und dann mit Strichstärke 1 und unter Zuhilfenahme des Symmetrie-Tools die Kontur grob nachgezeichnet. Dann ging es an die Abrundungen der Federn und am Ende habe ich dann ohne Symmetrie-Tool die Fehlstelle am linken Flügel oben gezeichnet, bzw. das was das Symmetrie-Tool hier vom rechten Flügel übernommen hat weg radiert.
Dann wurde diese Außenkontur erst mal schwarz gefüllt und dann die schwarze Fläche selektiert, damit ich eine lokale Auswahlmaske für die Kontur der Gans habe. Diese wurde dann zu einer neuen Malebene verschoben wo ich diese Kontur erst mal weiß gefüllt habe, etwas was ich sonst gerne vergesse und mich dann wundere warum meine Bilder teilweise transparent sind.
Dann wurden Kopf und Hals mit einem Haar-Pinsel gezeichnet und die Flügel mit einem weichen Pinsel eingefärbt. Als nächstes wurden dann die hellen Konturen auf den Flügeln nachempfunden.
Nun noch den See im Hintergrund. Also erst mal die Hintergrund-Ebene mit einem dunklen Grün füllen und dann die eine weitere Hintergrundebene darüber legen auf der ich mit einem helleren Wasserfarb-Pinsel die Wellen zeichne. Und diesen Schritt dann nochmal wiederholt, also insgesamt 3 „Hintergrund“ Ebenen um die Oberfläche des Sees zu modellieren.
Am Ende sieht meine Zeichnung jetzt so aus:

Und dafür, dass ich gerade mal etwas mehr als eine Stunde dafür benötigt habe bin ich mit dem Ergebnis doch sehr zufrieden.