Die tote Live-Webcam

Hier in Augsburg wird gerade der Königsplatz umgebaut. Man kann den Umbaufortschritt über Webcams verfolgen. Die Live-Cam des Projektes Augsburg City scheint allerdings tot zu sein oder in einem Stasisfeld gefangen, denn seit etlichen Minuten zeigt sie das gleiche Bild. Die Richtung und länge der Schatten passt auch nicht zur Uhrzeit, denn gerade ist die Sonne untergegangen und da sollte das Bild dann schon anders aussehen als bei der Aufnahme die wohl eher am frühen Nachmittag entstanden ist.

Anders sieht es bei der Webcam der Stadtzeitung aus die von der anderen Straßenseite der Konrad-Adenauer-Allee auf den Königsplatz blickt. Hier findet tatsächlich eine Aktualisierung statt.

Kein Brunnen für unseren Garten

Der Sommer steht bevor und damit wieder die Frage, wie heiß und trocken es werden wird und wie teuer damit die Bewässerung unseres Gartens. Daher haben wir mal auch darüber nachgedacht, einen Gartenbrunnen zu errichten. Ich habe dann mal beim Tiefbauamt nachgefragt, ob das geht, aber leider sind wir noch innerhalb des Trinkwasserschutzgebietes und damit gibt es keine Genehmigung für einen eigenen Brunnen. 100 Meter weiter westlich wäre das wahrscheinlich kein Problem gewesen.

LIT-Vortrag fertiggestellt

Nächsten Samstag darf ich um 12 Uhr mittags einen Vortrag im Rahmen des Linux-Info-Tages hier an der Hochschule Augsburg halten. Das Thema lautet „Openembedded & Yocto“ und soll dem Interessenten diese Toolchains zum Erstellen von embedded Linux Distributionen näherbringen.

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Ein Spaziergang im Frühling

Dieses Wochenende war das Wetter so richtig frühlingshaft. Grund genug, den Sonntagnachmittag mit einem Spaziergang mit Kind und Kegel (sprich Hund) zu beginnen. Dabei habe ich ein paar Fotos gemacht.

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Zurück vom Urlaub

Heute um 17 Uhr kamen wir von unserem Trip nach Italien zurück. Eine Woche „offline“, auch am Handy kein Internet weil ich keine Lust auf Roaminggebühren habe, das war schon heftig. Ich habe dann auch mal als erstes meinen Google-Reader konsultiert um einen Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage zu erhalten. Schaurig.

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Umweltdaten aufzeichnen

Heute bin ich endlich dazu gekommen, einen kleinen Bausatz zusammenzulöten den ich neulich bestellt hatte. Es handelt sich um den Temperatur-Feuchte-Datenlogger TFD 128 von ELV.

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Taxidienst

Vorhin mit Lucy beim Heimgehen vom Spaziergang spricht mich ein Mann samt Anhang an, wo denn die Haunstetter Straße sei. Na ja, da war er noch gut einen Kilometer weg, also schon eine ganze Ecke zu laufen. Ich fragte nach der Hausnummer wo er hinwill. „105“, das ist sozusagen bei der Einmündung der Ilsungstraße, also ungefähr 3 km zu laufen. Er hatte zwar gehört er solle beim Siemenswerk aussteigen, hat aber dann die Straßenbahn Linie 3 zur Haltestelle „Siemens II“ genommen statt die 2er zur Haltestelle „Siemens“.

Ich habe ihm dann angeboten, mich schnell nach Hause zu begleiten und ich fahre ihn dann dorthin, denn er wollte da eine Wohnung anschauen und war eh schon spät dran. Also sind war mal schnell dahin gefahren und er konnte seinen Termin zur Wohnungsbesichtigung noch wahrnehmen. Hat ihn gefreut und ich habe für heute meine gute Tat erledigt.

Herbststimmung

Noch eine Ausbeute vom Spaziergang mit Lucy letzten Sonntag. Ich habe mal versucht ein paar Herbst-Impressionen einzufangen und bin dabei auch auf diese alte Ruhebank am Waldrand in der Nähe des Klinikum-Süd gestoßen. War ein dankbares Fotomotiv.

Der neue Königsplatz

Aktuell wird von der Stadtregierung ja alles getan um den Königsplatz-Umbau voranzutreibern. Sogar im Verein habe ich schon Werbematerial bekommen und in den Bussen und Bahnen gibt es Info-Flyer. Und am Königsplatz steht eine Plakatwand mitten im Weg. Die Bilder die man darauf sieht gibt es auch auf der Webseite zum Projekt.

Wenn man sich dann z.B.  das Bild mit Blickwinkel von der Kaiserhofkreuzung mal näher ansieht dann fallen einem wieder die üblichen Stilelemente auf:

  • Sehr viel weiße Farbe wurde verwendet um beim Betrachter einen positiven Eindruck zu machen
  • Die Perspektive ist eindeutig optimiert. Das fällt besonders auf, wenn man das rechte aus der Hermannstraße kommende Gleis verfolgt. Eine Straßenbahn die darauf fährt würde im Stützpfeiler des Haltestellendreiecks enden.

Detaillierter wird das alles, wenn man sich im Downloadbereich den Bebauungsplan runterlädt. Da kann man dann auf Seite 37 schön sehen, wie der Umsteigepunkt am Königsplatz zukünftig aussieht.

Dazu passend werden die Vorteile für ÖPNV-Nutzer angegeben, zum Beispiel:

Der Kö wird täglich von 110.000 Fahrgästen genutzt. Am neuen Kö kommen Sie künftig beim Umsteigen auf kurzen Wegen ohne Umwege von Tür zu Tür.

Na, da gucken wir doch nochmal auf Seite 37 des Bebauungsplans und stellen uns folgendes Szenario vor: Ich steige aus der ungefähr in der Mitte der lila Straßenbahn aus die gerade am Bahnsteig F eingezeichnet ist und will mit der Straßenbahn am Bahnsteig B weiterfahren. Kurze Wege? So ein Combino oder Cityflex sind um die 40 Meter lang, da kann man sich dann schnell ausmalen wie „kurz“ der Weg ist. Und vor allem, dass der ganze Umsteige-Fußgängerverkehr sich um die Spitzen des Haltestellendreieckes bewegen wird.

Wenn ich aktuell mit meinem Sohn am Königsplatz umsteigen muss, dann ist das im Berufsverkehr schon eine Art von Kamikaze, denn zum einen hat man ja schon Probleme beim Aussteigen weil die einsteigenden Fahrgäste nicht warten können und dann wühlt man sich entlang der Bahnsteige und guckt, irgendwie unbeschadet an den Spitzen des Dreiecks die Gleise sicher überqueren zu können. Was oft gar nicht so einfach ist. Und jetzt verdoppeln wir die Bahnsteige im Süden und Nordwesten und hoffen, dass es besser wird? Da bin ich sehr skeptisch.

Das Hauptproblem beim ÖPNV in Augsburg liegt meiner Meinung nach in dem Umstand, dass man zwangsweise alle Straßenbahnlinien am Königsplatz kreuzen will. Als vor kurzem die Bgm-Fischer-Straße umgebaut wurde verkehrte die Linie 2 vom Roten Tor über den Milchberg zum Rathausplatz und das hat auch funktioniert. Die Frage müsste daher doch eigentlich lauten, ob es statt eines Beharrens auf der Sterntopologie nicht auch andere Alternativen gegeben hätte bei denen man eben mehrere Umsteigeknoten in der Innenstadt gehabt hätte.

Made in Augsburg

Meine PCs hier zuhause haben alle in Augsburg das Licht der Welt erblickt und auch sonst bevorzuge ich gerne Produkte aus der lokalen Produktion. Bei Kleidung war das mittlerweile sehr schwierig,  denn die Textilindustrie hat sich ja vor langer Zeit schon aus Augsburg zurückgezogen. Einer meiner Freunde war damals Maschinenführer bei Dierig und als Dankeschön für seine Arbeit durfte er zum Schluß noch lange malochen um die verkauften Maschinen in Taiwan wieder in Betrieb zu nehmen. Doch das ist eine andere Geschichte. Wie gesagt, ich würde gerne Kleidung „made in Germany“ kaufen, wenn es denn ein Angebot gäbe. Oft wenn wir von Italien kommen stoppen wir beim Trigema-Verkaufsladen in Farchant bei Garmisch und holen uns dort T-Shirts.

Über Twitter bin ich jetzt auf die manomama aufmerksam geworden. Hinter diesem Namen steht Sina Trinkwalder als Unternehmerin und bei ihr kann Mann (und Frau und Kind) Kleidung kaufen. Kleidung die hier in Augsburg von einem Team produziert wird, das unter anständigen Arbeitsbedingungen und Löhnen hier seinen Lebensunterhalt verdienen kann.  Normalerweise bin ich ja sehr zurückhaltend was den Kleiderkauf übers Internet angeht, aber diesmal wollte ich es wissen und habe dann am Dienstagabend einen Rollkragenpulli bei der manomama bestellt. Der kam heute an und ich muss sagen, ich bin begeistert. Begeistert von der Qualität des Stoffes und der Verarbeitung. Die Nähte sind sauber genäht und man muß keine Angst haben dass sie beim ersten Tragen aufgehen. Und passen tut der Pulli sehr gut, das wird mein treuer Begleiter jetzt in der kalten Jahreszeit werden wenn ich mit unserem Hund spazieren gehe. Schön ist auch, dass man den hier abgebildeten kleinen Zettel mitbekommt und sieht, dass hinter der Herstellung des Kleidungsstückes tatsächlich Personen mit einem Namen statt Lohnsklaven mit der Nummer 123 stehen. Menschen die Dank der manomama eine Perspektive haben und einen anständig bezahlten Job. Natürlich hat der Pulli mehr gekostet als die Massenware aus Fernost beim Discounter, aber zum einen bin ich halt auch ein sozialer Depp aus Überzeugung und zum anderen flüstert mir mein Unterbewußtsein folgenden wahren Spruch ein:

Ich habe gar nicht genug Geld um billig einzukaufen.

Daher werde ich auch in Zukunft bei meinen Kleiderwünschen auch wieder bei der manomama shoppen gehen. Und Weihnachten ist ja eh bald, da muss ich dann meinen Wunschzettel ein wenig erweitern.