Grenzenlose Dummheit

Wir fahren vom Einkaufen nach Hause. Im Autoradio laufen die 13-Uhr-Nachrichten. Titelthema ist die Abstimmung im Bundestag zum Thema Sterbehilfe. Und der Nachrichtensprecher hebt besonders hervor: „Für diese Abstimmung wurde der Fraktionszwang aufgehoben, die Abgeordneten dürfen also nach ihrem Gewissen entscheiden.“

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Morgen gibt es in Bayern Zeugnisse

Morgen ist hier der letzte Schultag, die Sommerferien stehen vor der Türe und so manche Schüler und Eltern erwarten voller Spannung die Zeugnisse. Und leider gibt es immer wieder schwierige Situationen in der Familie wenn das Zeugnis nicht so toll ausfällt. Darum oute ich mich jetzt mal mit einem 41 Jahre alten Schulzeugnis von mir.

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Unsere Schulen sind kinderfeindlich

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Dass das deutsche Schulsystem eines der sozial selektivsten der Welt ist, ist inzwischen zum Allgemeinplatz fortschrittlicher Kritik am Bildungssystem geworden. Ob dies jedoch das wichtigste, geschweige denn einzige Problem der Bildungspolitik ist, darf getrost bezweifelt werden. Der Streit geht eher um die Ein- versus Mehrgliedrigkeit des Schulsystems oder die Frage, ob das Abitur und ein anschließendes Studium allen oder nur wenigen möglich sein sollen. Grundlegendere Fragen werden von den üblichen Diskursen oft mehr überdeckt denn thematisiert. Fragen etwa wie: Was brauchen und wie lernen Kinder eigentlich? Zur Frage, was an deutschen Schulen jenseits der üblichen Kritik noch zu kritisieren ist, sprach Jens Wernicke mit der Pädagogin, Politologin und Fachbuchautorin Magda von Garrel. Weiterlesen auf den NachDenkSeiten.

Eine Bankrotterklärung für unser Bildungssystem

Heute stieß ich auf die Meldung, dass der Daimler-Konzern immer wieder auf „seine Rentner“ zurückgreift wenn Fachwissen benötigt wird. Auch andere Konzerne greifen gerne auf die Senioren zurück.

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Zuviel Bildung ist nur schädlich

Nachdem mir vorhin irgendwie das Netz hops gegangen ist nochmal von vorne. Ich werde jetzt mal eine kleine Aufgabe für Euch hervorkramen und Ihr werdet sehen, dass Bildung bei der Bewältigung dieser Aufgabe nur hinderlich ist. Die Aufgabe ist ganz einfach: Unten seht ihr farbige Wörter und ihr sollt ganz schnell und laut sagen, in welcher Farbe die jeweiligen Wörter da stehen:

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Eltern werden ist nicht schwer

Eltern sein dagegen sehr. Ja, da kann ich aus eigener Erfahrung mit meinen beiden kleinen Juwelen mitreden. Und natürlich gibt es Dinge, die mächtig stressen können, z.B. unser Schulsystem. Da gibt es jetzt auch anscheinend professionelle Abhilfe, zumindest sieht die verlinkte Webseite auf den ersten Blick so aus. Sina wollte auf Twitter trotzdem eine ehrliche Meinung dazu haben und daher dieser Blogartikel.

Wenn man diese Webseite so anschaut, dann ist die Schule für die Kinder wohl der reinste Horror. Und da muss man was tun, aber ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob diese Elternhinweise hier tatsächlich was neues vermitteln oder nur bereits bekannte Allgemeinplätze schön formatiert wiederholen.

Und vieles was da steht ist weder neu noch besonders beunruhigend. Meine Tochter hat in der Grundschule z.B. schon mit einfachen Mindmaps gearbeitet, das war im Rahmen des „Heimat & Sachkunde-Unterrichts“. Und eine Gesprächsvorlage für ein Gespräch mit den Lehrern habe ich bislang auch noch nicht gebraucht, denn wenn ich mit den Lehrern meiner Kinder spreche, dann sehe ich ihn nicht als „Gegner“ sondern als „Partner“ bei der Erziehung meines Nachwuchses an. Und damit bin ich bislang ganz gut gefahren.

Ja, Lehrer können auch arg daneben sein und sich mächtig irren, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Da gab es mal einen Doktor Peter H. an einem Gymnasium der meinen Eltern ins Gesicht sagte, ich wäre zu doof für die Hilfsschule. Damals war ich der schlechteste Schüler der ganzen Schule und erhielt neben den 2x Note 6, 5x Note 5 und 4x Note 4 auch eine Tafel Schokolade als „Trostpreis“. Meine Eltern ließen sich gottseidank nicht ins Bockshorn jagen und setzten mich auf den alternativen Bildungsweg „Realschule“ was dann letztlich zu einem Studium mit Diplomabschluß führte.

Aber brauche ich wirklich einen monatlich erscheinenden Ratgeber für so etwas? Reicht es nicht, in die Fähigkeiten meines Kindes zu vertrauen und auch das Vertrauen meines Kindes zu haben? Was auch bedeutet, dass mein Kind seine schulischen Probleme mit mir bespricht und wir gemeinsam Lösungswege suchen können?

Ja, meine Kinder haben das Glück, dass Mama und Papa beide studiert haben und daher „bildungsnah“ sind wie es heute so schön heißt. Aber „bildungsferne“ Eltern werden auch trotz einer solchen Informationsschrift ihre liebe Not haben, ihren Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen. Und für die „überfachliche Hilfe“ beim Großwerden gibt es sicher auch andere Möglichkeiten wie z.B. Erfahrung von Großeltern oder „soziale Netze“ wie den Elternbeirat in der Schule usw.

Bedenken sollte man allerdings auch, dass jedes Bundesland einen geringfügig anderen Lehrplan hat und daher eine Werk kaum die Funktion der „eierlegenden Wollmilchsau“ für alle Bundesländer darstellen kann.

Natürlich bleibt jedem selbst überlassen, dieses Angebot einmal kostenlos zu testen. Aber mir persönlich ist mit 22x „kostenlos“ auf dieser Webseite das Zauberwort „kostenlos“ einfach zu oft wiederholt worden und löst in meinem Bauch das Gefühl aus, als wolle man so einen Nachteil überdecken.