Spaß mit IEEE1394

Gestern spätabends habe ich die Firewire-Karte in meinen Rechner eingebaut um damit Videos vom neuen Camcorder in den Rechner zu bekommen. Nach dem ersten Reboot zeigte lspci auch brav das Vorhandensein der Karte an, aber Kdenlive beschwerte sich noch über ein fehlendes dvgrab. Also habe ich das mal schnell installiert und versucht ein Video auf den PC zu übertragen. Reinfall auf der ganzen Linie.

Ich habe dann mal mit anderen IEEE1394-Tools rumgespielt, gscanbus mosert aber, dass das Modul raw1394 fehlt und als ich das mit modprobe laden wollte stellte ich fest, daß es gar nicht da war. Der 2.6.22-Kernel von backports.org implementiert wohl neuere alternative IEEE1394-Treiber, von dem benötigten Modul jedenfalls keine Spur.

Also habe ich mal zum Spaß den alten Debian 2.6.18-Distributionskernel gebootet. Der tut auch problemlos und hat das benötigte Modul. Damit konnte ich dann zumindest sehen, daß die Firewire-Karte funktioniert und mit coriander kontne ich sogar die Camera fernsteuern. Allerdings hat dieser alte Kernel keinen Treiber für meine HVR-1100 DVB-T-Karte. Um beides zu haben war die Lösung also: Wir backen uns einen Kernel.

Auf einem Debian-System macht man das natürlich „the Debian way“ und mit make-kpkg. Da ich den Kernel komplett neu machen musste hat es etwas gedauert und ich habe dann die Folgeaktionen auf den nächsten Tag verschoben.

Heute morgen dann der Testlauf mit dem neuen Kernel. Schön, in Kdenlive konnte ich jetzt im Aufnahmemonitor das Zeugs sehen wie es vom Camcorder kam, aber Aufnehmen und in eine Datei schreiben ging immer noch nicht. In wenig Wählen im Internet brachte dann raus, daß Kdenlive mindestens dvgrab-3.1 braucht und von Debian her hatte es aber nur die Version 1.8. Also habe ich mal die Sourcen zu dvgrab gezogen und wieder kompiliert. Nach ein paar Runden zum Installieren von benötigten Bibliotheken hatte ich ein funktionierendes dvgrab welches auch mit kdenlive will. Mit „kino“ gab es übrigens keine Probleme, das konnte auch mti dem alten dvgrab schon Videos capturen.

Fazit: Nun tut die Capture-Funktion und jetzt muß ich eigentlich dann mal 90 Minuten Video in den Rechner ziehen damit ich mal die erste DVD machen kann. Das werde ich wohl heute abend und morgen machen.

Hi-8 Camcorder kommt wieder zum Einsatz

So, heute hatte ich mal die Zeit, um meinen alten Hi-8 Camcorder an der Hauppauge HVR-1100 auszuprobieren. Anfangs versuchte ich mein Glück mit „cat /dev/video1 >film.avi“ oder ähnlichem, aber das war wenig erfolgreich. Also habe ich in den Debian-Paketen gestöbert und das Tool streamer gefunden. Damit kann ich recht gut die Videos vom S-Video-In der DVB-Karte aufnehmen. Die notwendige Kommandozeile sieht so aus:

streamer -t 5:00 -s 720×576 -r 25 -o movie.avi -f mjpeg -F stereo -c /dev/video1 -i S-Video

Sprich: Wir nehmen 5 Minuten Video im Format 720×576 bei 25 fps auf. Das ganze landet in der Datei movie.avi und mit Steroton. Es wird vom Device /dev/video1 und dort von S-Video gelesen.

Das mit dem Steroton war so eine Sache, über den Audio-In der Hauppauge passiert nämlich gar nix. Aber wir haben ja immer noch den Line-In am PC und der nimmt dann auch das auf, was die Kamera liefert.

Allerdings ist der Verbrauch an Plattenplatz gigantisch. 5 Minuten Video in dieser Auflösung schlagen mit 300 MByte zu Buche. Da wird es Zeit, daß ich mir eine größere Platte suche oder eine App die online komprimieren kann. 🙂

Als nächsts habe ich dann mal 2 kleine Sequenzen aus einer Aufnahme des Kinderfaschings vor ein paar Jahren digitalisiert. Die beiden dann in Kdenlive geschnitten und mit einem Text am Anfang und Ende versehen, Übergänge jeweils mit Crossfade und fertig ist der srste Clip mit knapp 7 Minuten. Das ganze als MPEG exprotiert kostet dann 376 MByte Speicherplatz und ist schön anzusehen, besonders die Grimassen die Anna da schneidet.

Fazit: Der „proof-of-concpt“ hat gezeigt, daß man hier die Videoaufnahmen der doch schon bald 18 Jahre alten Videokamera problemlos weiterbearbeiten kann. Das heißt, jetzt werde ich mal gucken was die alten Akkus noch hergebn und das ganze Ding ein wenig „entstauben“. Das Frühjahr kommt und dann sollte auch Stefan seinen Auftritt auf Video haben.

DVB-T die Zweite

Heute habe ich mir für meinen PC nochmals eine Hauppauge HVR 1100 PCI Karte besorgt, damit ich Cristina die Artec-Box wieder zurückgeben kann. Laut Linux-TV soll das Ding ab 2.6.18 problemlos laufen, aber so ganz ohne Zicken ging es wieder nicht ab. Zum Glück konnte ich auf die Erfahrungen von der Box zurückgreifen und habe gleich mal geguckt, ob dmesg was zum Thema Firmware ausspuckt. Bingo! Es fehlte mal wieder die Firmware. Aber woher nehmen und nicht stehlen.

Bei Joern (http://www.ende-der-vernunft.org ) wurde ich fündig. Im Kernel-Source-Tree gibt es unter Documentation/dvb ein Script „get_dvb_firmware“ das man ausführbar machen muß und dann mit dem Namen des Devices versehen losschicken kann um die Firmware zu besorgen. Die dann noch nach „/usr/lib/hotplug/firmware“ kopieren und beim nächsten Reboot gibt es keinen Streß mehr.

Problematisch war die Antenne. Bei der Karte ist eine Wurfantenne für Radio dabei, aber nix für DVB-T. Ich habe daher mal die DVB-T-Zimmerantenne von der Artec angeschlossen und mit ihrem Magnetfuß unter dem Schreibtisch am PC montiert. Da sehe ich jedoch nur 3 Sender. Erst mit einem Stück Antennenkabel als Verlängerung und Antennenstandort auf dem Schrank kommen wieder alle 11 Sender hier in Augsburg an.

Erfreulich (im Vergleich zur Artec T1 Box): In Kaffeine einfach nur den Suchlauf gestartet und alle Sender werden automatisch gefunden. Was immer noch nicht geht ist EPG bei den Sendern wie Phoenix und Co. die auf 594 MHz senden.

Morgen werde ich daher mal in der Früh losziehen und eine Zimmerantenne besorgen. Dann kann Cristina die Artec-Box weiternutzen und ich habe die Karte im Rechner. Eine wichtige Sendung zum Aufnehmen steht um 11:40 auf KIKA an, nämlich Heidi. Das hätte heute schon aufgenommen werden sollen, aber meine Tochter die am PC TV guckte war dann so „schlau“ 2 Minuten vor Heidi Kaffeine zu beenden obwohl ich ihr eingeschärft hatte, ja nix anzufassen. Für die Zukunft heißt das „redundatentes“ Aufzeichnen, dann steigt die Chance daß wir den Stream nicht verpassen.

Was ich dann irgendwann wenn ein wenig mehr Zeit ist probieren will ist der S-Video-Input der Karte. Ich habe ja noch eine uralte Hi-8-Kamera rumliegen und vielleicht kann ich damit dann endlich Videos von der Kamea digitalisieren. Das wäre schön.

Ein gutes Videoschnittprogramm habe ich heute über die Linux Weekly News gefunden. Dort stand heute ein Artikel über DVD-Authoring und in den Kommentaren ein Verweis auf kdelive . Das habe ich mir mal angesehen und das sieht als „Schnittprogramm“ sehr gut. aus.

Was jetzt noch fehlt ist ein wenig mehr Plattenplatz, denn 80 GB sind relativ wenig wenn man mit DVDs jongliert und jede Menge MPEG2-Dateien sammelt um daraus eine DVD zu machen. Aber auch hier habe ich schon mal Anlauf genommen, demnächst wird sich die Kapazität meiner Kiste wohl um 500 GB vergrößern.

DVB-T Recording unter Linux

Vorgestern war es soweit, ich habe meine erste Sendung mit Kaffeine aufgezeichnet. Das hat recht gut funktioniert und am Ende (was leider zu früh programmiert war, mir fehlen ein paar Minuten am Schluß weil die überzogen haben) hatte ich einen TS (Transport Stream) auf der Platte.

Der ist nun natürlich nicht direkt auf eine DVD zu brennen sondern muß erst mal in MPEG-2 umgewandelt werden. Damit gingen meine Probleme schon los. Ein wenig Googlen und ich fand heraus, daß z.B. avidemux sich dafür eignet. Aber leider ist avidemux alles andere als ein schnelles Tool, de Versuch damit den Stream zu codieren habe ich letztlich nach knapp einer Stunde aufgegeben wiel das Ding nicht fertig war und zwischenzeitlich von anderen Tools überholt wurde.
Eines dieser Tools war replex welches man sich schnell mal selber kompilieren muß. Dafür klappt die Umsetzung recht flott. In den Debian-Paketen habe ich dann ncoh dvbcut gefunden, damit kann man bei solchen TV-Aufnahmen auch wunderbar Werbung oder Vorspann und zuviel Aufgenommenes nach Ende rausschneiden.

Also habe ich den Stream mit dvbcut umgesetzt, was anfangs nicht so recht klappen wollte weil ich zwar eine Start-Markierung gesetzt hatte, aber keine Ende-Markierung. Das muß ich mir für die Zukunft merken, daß man bei dvbcut nicht davon ausgehen darf, daß das Ende implizit mit dem Ende des Streams zusammenfällt.

Dann kam der Teil des DVD-Authorings.

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Kaffeine Sendereinstellung – es hat geklappt

So, jetzt habe ich meine Sender in Kaffeine drin. Der Trick war, daß man einen Sender mit einer fest zugeordneten Frequenz „manuell“ erfassen mußte, wenn dann dieser Sender eingestellt ist, dann findet der Suchlauf plötzlich alle anderen Sender auch die auf dieser Frequenz liegen. Was letztlich bedeutet, drei Sender manuell erst mal hinzufrickeln und dann den Suchlauf zu starten um alle Sender zu haben.

Damit funktioniert jetzt alles relativ gut. Aktuell mache ich gerade mal eine Testaufnahme vom ZDF-Infokanal. Was mich noch ein wenig verwirt ist, warum ich bei ein paar Kanälen kein EPG habe, bei den anderen habe ich ein EPG.

Interessant ist jetzt, daß Kaffeine mir während der Aufnahme nur ein reduziertes Kanalangebot anzeigt, d.h. man kann wohl auf der selben Frequenz parallel andere Sender gucken, aber keinen mit einer anderen Frequenz.

Es ist auf jeden Fall recht interessant mit DVB-T ein wenig rumzuspielen. Auch wenn die Artec T1 Box nicht unbedingt schmerzfrei in Betrieb zu nehmen war. Aber da meine bessere Hälfte ab 3. Januar die Heidi-Folgen auf KIKA aufnehmen will wäre es nicht verkehrt, wenn ich bis dahin dann voll einsatzfähig bin.

Artec T1 – „Und sie dreht sich doch“

Es war eine schwere Geburt mit einigen Hindernissen, aber letztlich ist es geschafft. Ich sehe gerade auf dem zweiten Monitor in einem Kplayer-Fenster das DVB-T.

Die erste Hürde war, daß die Box beim Einstecken rein gar nix tun wollte. Nicht mal die grüne LED für „Betrieb“ war an. dmesg brauchte auch nicht viel Infos. Ich habe dann relativ erfolglos mit den beiden Firmwareständen rumgespielt die ich bei LinuxTV runterladen kann, aber das brachte erst mal nix.

Nächster Versuch. Ich habe gezielt nach der USB-ID gesucht. Da fand ich dann eine französsche Webseite die zumindest aufzeigte, daß man das modul „usbtest“ in /etc/modprobe.d/blacklist auf die Blacklist setzen muß. Nachdem ich das getan hatte war der erste Erfolg da. Statt nicht viel zu sagen sah ich bei dmesg nun, daß die Firmware für das Ding nicht gefunden wird. Für die Box brauche ich nämlich die Firmware dvb-usb-dibusb-an2235-01.fw und die gab es nicht mehr bei LinuxTV zum download. Google sei dank fand ich eine Quelle wo ich das Ding runterladen konnte. Die Firmware dann in /usr/lib/hotplug/firmware abgelegt und der zweite Erfolg: Beim Anstöpseln der Box ging nun die Grüne LED an und das war schon mal die halbe Miete.

Auch Kaffeeine akzeptierte nun, daß die Box da ist. Aber der Scan nach Kanälen hat nix gebracht. Also wieder Google angeworfen. Da kam dann raus, daß der 2.6.18er-Kernel wirklich nicht das Gelbe vom Ei war, genau dieser Kernel hat Probleme beim Scan der Kanäle. Also habe ich mit dem 2.6.22-3 von backports.org weitergemacht. Das bedeutete zwar, mal schnell den nVidia-Treiber neu zu bauen, aber ok, man gönnt sich ja sonst nix.

Dann mit dem neuen Kernel, sah es besser aus. Beim Scan in Kaffeeine ging die Blaue Led für das Tuning immerhin sporadisch an, aber das führte trotzdem nicht zum Erfolg. Also habe ich mal ein wenig weitergesucht und bin dann auf ein tool names w_scan gestoßen. Damit war dann zumindest mal klar, daß die empfangbaren Stationen tatsächlich gefunden werden.

Dann habe ich mal gegooglet und eine Initiale Datei für scan gefunden:

# DVB-T Augsburg
# T freq bw fec_hi fec_lo mod transmission-mode guard-interval hierarchy
T 506000000 8MHz 2/3 NONE QAM16 8k 1/4 NONE # BR
T 594000000 8MHz 2/3 NONE QAM16 8k 1/4 NONE # ARD
T 658000000 8MHz 2/3 NONE QAM16 8k 1/4 NONE # ZDF

Damit ging dann auch ein scan um daraus eine channels.conf zu erzeugen.
Weiter ging es mit einer Webseite die mir dann zeigte, wie man diese channels.conf für mplayer weiterverwendet (einfach ins ~./mplayer kopieren) und schon kann man mit mplayer oder kplayer Fernseh gucken.

Kaffeine weigert sich immer noch automatisch die Stationen zu finden, aber ich habe Hoffnung, daß es beser wird wenn ich alle Stationen aus der Channels-Conf manuell erfasse.

Fazit: Es ist geschafft, ich kann mit der Artec T1 USB Box auf meinem nun etwas modifizierten Debian Etch fernsehen.

DVB-T mit Linux und Artec T1 – es klappt nicht

Heute habe ich mir im Werksverkauf eine DVB-T Box von Artec mitgenommen. Laut LinuxTV soll die eigentlich unter Linux laufen, aber ich habe es bislang nicht gebacken bekommen. Mein 2.6.18-Kernel unter Debian lädt zwar ein paar Treiber, aber irgendwie klappt die Sache dann doch nicht.

Ich denke, das ganze hat einige Ursachen:

Der Debian-Kernel 2.6.18 scheint sozusagen der ultimative „Griff ins Klo“ zu sein. Als ich neulich mit dem Wacom-Tablet rumexperimentiert habe mußte ich auch ein Kernel-Modul neu übersetzen und jetzt bei den Problemen mit der DVB-T Box findet Google auch einige Hinweise, daß der Kernel hier wohl ein paar Bugs hat.

Mit Google findet man diverse Anleitungen und Blogs, aber das ganze funktioniert nicht und ist eigentlich in sich inkonsistent. Das fängt schon mit dem Wiki bei LinuxTV an und endet bei diversen Beschreibungen die zwar irgendwann mal funktioniert zu haben scheinen, aber die jetzt an diversen Widrigkeiten scheitern.

Es fehlt einfach eine Doku, die die notwendigen Treiber und Kernelmodule ein wenig abstrakt beschreibt. Also etwas, woraus ich ersehen kann, welche Treiber der DVB-T „Stack“ braucht, was diese Treiber tun und wo ich vielleicht ansetzen kann, wenn es nicht klappt. Aktuell kann ch ja nicht mal sagen, ob es an der Device-ID liegt, oder ob die Firmware falsch ist, oder im falschen Verzeichnis usw. Das „Nachahmen“ von Anleitungen die relativ oberflächlich gestrickt sind hilft hier nicht weiter, sinnvoller wäre eine Doku die einem die Struktur erschließt, so daß man Ansatzpunkte zur Fehlersuche hat wenn es mal nicht klappt.

    Bei Cristina am PC unter Windows-XP läuft das Ding übrigens recht gut. Mit der mitgelieferten Zimmerantenne kann man 11 Stationen empfangen, das ist zwar wenig im Vergleich zu unserer Sat-Schüssel, aber trotzdem nicht schlecht. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, da waren drei Fernsehprogramme schon Luxus.

    Irgendwann werde ich wohl nochmal einen Versuch starten, aber erst dann, wenn ich verstanden habe, wie es eigentlich laufen soll.