Der teure Wahlkampf der Kanzlerin

Heute wurde beschlossen, dass man ungeachtet der Kostenexplosion das Mammutprojekt „Stutgart-21“ weiterbauen will. Links auf die Nachrichten spare ich mir angesichts des unlängst beschlossenen Leistungsschutzrechtes.

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Alle Jahre wieder…

kommt im Dezember nicht nur das Christkind sondern auch der Winterfahrplan der Bahn und die damit verbundene traditionelle Preiserhöhung. Dieses Jahr sollen die Fahrpreise um durchschnittlich 2,8 Prozent steigen.

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Links für 2011-08-12

Wieder gibt es ein paar Links auf interessante und lesenswerte Artikel im Netz:

Links für 2011-08-03

Mittlerweile haben sich wieder einige Links auf lesenswerte Artikel im Netz angesammelt. Zeit, das hier mal zu posten:

Links für 2011-07-29

Heute wieder ein paar frische Links zu lesenswerten Artikeln im Web:

Hyperinflation

Heute kam der Schlichterspruch zu Suttgart-21: Ja, man will den unterirdischen Bahnhof bauen und natürlich die von den Gegnern bemängelten Kritikpunkte beheben. Ich hatte das Vergnügen diese Nachricht im Autoradio zweimal zu hören. In der 19 Uhr Ausgabe der Nachrichten hieß es, dass ein Ausstieg aus dem Projekt mit bis zu 1,5 Milliarden Euro zu Buche schlagen würde und damit sehr teuer wäre. Eine Stunde später, in den 20 Uhr Nachrichten wurden diese Kosten dann bereits mit 2,8 Milliarden Euro beziffert. Da soll noch einer sagen,das wäre keine Hyperinflation wenn sich die Kosten innerhalb einer Stunde fast verdoppeln.

Die Bahn und die Politik wird über diesen Schlichterspruch sehr froh sein, denn jetzt können sie ja argumentieren, dass man festgestellt hat, dass der Bau des unterirdischen Bahnhofes notwendig wäre. Und man hat zugleich auch das Argument für steigende Kosten in der Hand, denn die werden jetzt natürlich den von den Gegnern erzwungenen Verbesserungen angelastet werden.

Fazit: So wie es aussieht wird in Stuttgart ein weiteres vom Steuerzahler finanziertes Milliardengrab entstehen das keinerlei Nutzen für die Allgemeinheit bringt aber dafür einigen Leuten ihre Pfründe sichert. Jetzt können wir mal auf die Landtagswahl am 27. März 2011 gespannt sein. Mir schwant jedenfalls Fürchterliches.

Stuttgart-21 taktische Analyse des 30.09.2010

Ein sehr interessantes Video:

(via Fefe)

You get what pay for

Dieser Satz ist sozusagen die Grundmaxime der freien Märkte und wer nicht bereit ist zu zahlen kriegt halt dann auch nichts. Ok, bei uns ist das anders, Arbeitgeber die keine anständigen Löhne zahlen wollen kriegen trotzdem ihre Lohnsklaven von der ARGE zugeteilt, aber das ist eine andere Geschichte. Die Geschichte die Fefe heute im Blog hatte zeigt dann auch sehr schön, was passiert wenn die von den Neoliberalen geforderte Senkung der Staatsquote umgesetzt wird und man eben auch Dinge privatisiert die besser nicht privatisiert werden sollten. Also beispielsweise die Feuerwehr.

In Obion County im US-Bundesstaat Tennesee ist die Brandbekämpfung wohl Privatsache und als Abgabe an die örtliche Feuerwehr sind von jedem Hausbesitzer 75 Dollar fällig.  Und wer sich die spart bekommt halt keine Hausbesuche der Brandbekämpfer sollte es mal bei ihm brennen. So ist es einem Hausbesitzer dort ergangen, die Feuerwehr kam und sah zu wie sein Haus abbrennt und war nur da um da Übergreifen des Feuers auf die Häuser der zahlenden Kundschaft zu verhindern. Tja, Pech gehabt ist dann der Kommentar des Feuerwehrchefs.

Und wer glaubt so was könne bei uns nicht passieren möge sich mal die folgende Schilderung der Ereignisse aus dem Stuttgarter Schloßpark vom 30. September ansehen. Allerdings muss ich sagen, dass diese Schilderung nicht nachprüfbar ist und was mich ein wenig stutzig macht ist die Tatsache, dass von 3 Leuten die sich um einen Verletzten kümmern keiner ein Mobiltelefon dabei hat und der Helfer der dann mit der Notrufzentrale telefonieret sich erst eines ausleihen muss. Trotzdem gibt es unter anderem auch den Brief der Demosanitäter die wiederum die oben verlinkte Schilderung durchaus möglich erscheinen lassen.

Eine Zensur findet nicht statt

Artikel 5 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Aber natürlich kann man nicht über alles berichten. Schon gar nicht, wenn das Thema den aktuellen Machthabern vielleicht nicht so in den Kram passt. Das ist aber keine Zensur sondern nur Konzentration auf wichtige Nachrichten.

Für mich wäre heute abend mal wichtig gewesen, wie es in Stuttgart weitergeht. Es war ja eine Montagsdemo angekündigt. Und um zu erfahren was da abging muss ich schon ins benachbarte Ausland gehen, der Standard aus Österreich hat da wenigstens was. Oder ich gucke in Blogs wie Alles Schall und Rauch, da gibt es auch einen Bericht von der Montagsdemo an der heute immerhin 55.000 Leute teilgenommen haben.

Anders bei unseren Qualitätsjournalismusverbreitern. Meine lokale Augsburger Allgemeine lässt mich auf ihrer Startseite sehr im unklaren über die Entwicklung in Stuttgart, man berichtet lieber über ein paar Kommentare im eigenen Forum.

Und das „Fakten, Fakten, Fakten“-Magazin Focus aus München verlinkt zwar auf einen Artikel zu Stuttgart 21 von heute, aber dort wird die Montagsdemo nicht erwähnt.

Ebenso das ehemalige Nachrichtenmagazin, bei dem Stuttgart 21 kein Top-Thema ist, aber das wenigstens im Artikel dann ein paar Worte zur Montagsdemo fallen lässt.

Da bin ich dann mal auf die „Coverage“ in der Printausgabe der Augsburger Allgemeinen gespannt. Gestern gab es noch einen kritischen Leserbrief zu den Vorgängen am 30. September, heute nix mehr. Und diese Woche ist ja perfekt geeignet um das Thema geflissentlich unter den Teppich zu kehren, immerhin kann man im Tagesryhthmus über die Verleihung der Nobelpreise berichten und das ist natürlich dann eine willkommene Abwechslung zu den schlechten Nachrichten über die man sonst schreiben müsste.

Wir wissen ja: „Eine Zensur findet nicht statt“

Noch ein Animationsfilm zu Stuttgart 21

Aber diesmal mit der Variante Kopfbahnhof und intelligenter Zugtakt:

Hört sich ganz gut an, allerdings muss man der Fairness halber sagen, dass hier von einer „pünktlichen Bahn“ ausgegangen wird und das ist eher unwahrscheinlich, wenn man sich die tatsächlichen Verspätungen anschaut.