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Der nächste Hardwarecrash

Nachdem neulich ja schon mein alter PC das Zeitliche gesegnet hat war am Montag ein anderes elektronisches Gerät dran. Mein Galaxy S3 Smartphone hat am Abend plötzlich nicht mehr den Bildschrim einschalten wollen und der Versuch das Gerät neu zu starten endete dann in einem Gerät, das sich überhaupt nicht mehr zum Leben erwecken lassen wollte.

Meine Tochter hat mit sowas ja mehr Erfahrung als ich weil sie im Schnitt alle 166 Tage ein Handy verschrottet. Meines starb aber nicht an Unfallfolgen sondern wohl an Altersschwäche, denn immerhin war es seit Mitte 2012 in Betrieb. Und in der letzten Zeit mehrten sich die Auffälligkeiten, das Telefon musste öfter mal neu gestartet werden weil der Bluetooth-Stack abgestürzt war oder irgendwelche Icons plötzlich öfter auf dem Schirm zu sehen waren als geplant. Auch der Akku wurde beim Betrieb heiß und hielt immer wenig durch, obwohl ich den vor langer Zeit durch einen starken Power-Akku ersetzt hatte. Aber Akkus werden eben auch alt. Alles in allem kam das Ableben des Telefons also nicht überraschend, aber zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt.

Denn den Totenschein kann ich für Montag abend um 21:00 Uhr ausstellen und am Dienstag morgen musste ich auf Dienstreise nach Paderborn. Das ist natürlich blöde, wenn man dann kein Telefon dabei hat. Also habe ich mich entschlossen am Zielort mittags nicht nur was zu essen, sondern auch gleich ein neues Telefon beim Elektronik-Discounter zu holen. Futterstelle und Elektromarkt sind in Paderborn ja zum Glück im Einkaufszentrum direkt gegenüber und so ging es nach einem asiatischen All-you-can-eat-Buffet zum Telefonkauf. Also mal sehen, was sie „zum Mitnehmen“ da haben.

Am Ende wurde es ein Galaxy S5 neo. Das habe ich erst mal im Karton gelassen bis ich abends im Hotel war. Da dann die Erst-Einrichtung, was auch nicht so einfach war. Das Hotel hatte zwar kostenloses WLAN, aber wie das bei den Hotel-WLANs so ist muss man die erst mal mit dem Browser ansurfen um dann eine User-ID und ein Passwort einzugeben damit dieses WLAN-Gerät freigeschaltet wird. Aber direkt nach dem ersten Einschalten eines neuen Telefons hat man eben keinen Browser, sondern nur den Ersteinrichtungs-Dialog. Der natürlich entweder von einem „offenen“ WLAN ohne Zwangsumleitung ausgeht. Oder aber die Google-Anmeldung via Mobilfunknetz macht, so man eines hat. Das war im Hotel aber eher Glückssache, denn ein wenig außerhalb von Paderborn ist die Netzabdeckung der Telekomiker alles andere als optimal. Trotzdem gelang es mir dann nach einiger Zeit das Gerät zu aktivieren.

Dann musste ich meine Apps alle nach und nach wieder über das WLAN (das ging ja jetzt dank Browser) installieren und konfigurieren. Gerne hätte ich eine Option wie ich das was mir beim Ersteinrichten angeboten wurde später zu machen, also einzelne Anwendungen und deren Konfiguration aufs neue Telefon zu installieren, aber anscheinend geht das nicht.

Wie dem auch sei, ich bin dabei wieder die alten Anwendungen zu installieren wobei ich hier nun eher sparsam bin und das Zeugs, was jahrelang unbenutzt auf meinem alten Telefon rumgammelte gar nicht erst installiere.

Das neue S5 neo macht einen ganz guten Eindruck. Es ist geringfügig größer als das alte S3 und dank des Standard-Akkus deutlich leichter als mein aufgemotztes S3. Aber die Akku-Laufzeit ist trotzdem beeindruckend. Während mein altes S3 meist gegen Mittag schon bei 50% war (trotzt Power-Akku) ist der Akku-Stand beim S5 neo mit dem mitgelieferten Akku abends immer noch bei 70%, obwohl ich es ebenso häufig nutze wie zuvor das S3. Offensichtlich hat die Technologie in den letzten knapp 4 Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht was die Energieeffizienz angeht, denn das S5 neo hat ja eigentlich einen 8-Kern-Prozessor, aber der ist wohl deutlich sparsamer als der 4-Kerner im S3.

Bin auf jeden Fall positiv überrascht. Jetzt hoffe ich mal, dass dieses Gerät auch viele Jahre lang seinen Dienst tut.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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