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Experten, die Zweite

Nach dem gestrigen Spaß mit dem Telekom-Abuse Team kam heute die Antwort, die wie Carsten schon in den Kommentaren angedeutet hat wenig hilfreich sein wird:

die Prüfung der über Ihr E-Mail-Konto versendeten Spam-Mails hat
ergeben, dass diese von IP-Adressen fremder Provider eingeliefert worden
sind. Dies bedeutet, dass Ihre Passwörter mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit kompromittiert sind. Entweder wurden diese durch eine
Schadsoftware gestohlen oder durch sogenanntes „Phishing“ erschlichen.
(Eine „Brute Force“-Attacke kommt ebenfalls in Frage, allerdings nur
dann, wenn die gewählten Passwörter schwach sind.) Wegen der
offensichtlichen Kompromittierung der Passwörter, war ein sofortiger
Eingriff unsererseits erforderlich.

Auch wenn Sie Ihren Rechner bereinigt haben, kann weiterer Schaden durch
den Missbrauch bereits gestohlener Zugangsdaten entstehen. Daher raten
wir Ihnen, *alle* Passwörter zu ändern, vergessen Sie dabei nicht
etwaige Passwörter für Onlinebanking, eBay, Amazon & Co., falls Sie
solche Dienste nutzen. (Wichtig: Dies darf nur von einem Rechner aus
erfolgen, der garantiert „sauber“ ist, sonst landen die neuen Passwörter
gleich wieder bei einem der Angreifer!)

Also keinerlei Bezug zu dem was ich in der Mail geschrieben habe, sondern wie zu erwarten war das Aneinanderreihen von Textbausteinen. Die Mail geht dann noch weiter mit Hinweisen, wie und wo man denn die Passwörter ändern soll.

Ich habe natürlich wieder geantwortet:

Hallo,

vielen Dank für die Zusendung von vorgefertigten Textbausteinen die kaum
Bezug zu meiner Mail haben.

Hat ihre Prüfung denn auch ergeben, dass die Spam-Mails über ihren
SMTP-Server versendet wurden? Wenn ja, dann müssen wir die Frage
stellen, warum der Server überhaupt die Einlieferung von MUAs zulässt
deren IP-Adresse gar nicht im IP-Range der Telekom liegt?

Wie dem auch sei, ich habe jetzt mal die Passwörter geändert da es
müssig ist hier weiter zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer König

Jetzt sollte alles klar sein. Hoffe ich zumindest. Was bin ich froh, dass ich zum Mailen nicht wirklich auf diese Pappnasen angewiesen bin. Was wird wohl eine kleine Firma machen die tatsächlich ihre Kommunikation über diese Telekomiker abwickelt wenn der so etwas passiert.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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