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Seit Mai spare ich mir jeden Monat eine Menge Geld denn ich habe meinen Riester-Vertrag gekündigt. Das bedeutet zwar in der Totalansicht, dass ich draufgezahlt habe, aber das ist halt das „Lehrgeld“ welches man zahlen muß wenn man dem Geschwätz von der Versorgungslücke aufsitzt das unsere Politiker seit der Jahrtausendwende verbreiten.

Dank der NachDenkSeiten habe ich nun eine etwas andere Sicht auf die private Altersvorsorge und dieser neue Standpunkt läßt sich eigentlich nicht mit einem laufenden Riester-Vertrag vereinbaren. Zumal dieser unser Haushaltsbudget eigentlich viel zu stark belastet hatte und bei den Versicherungen mit knapp 25% der Gesamtsumme was wir für Versicherungen ausgeben auch der Spitzenreiter beim Bezahlen war.

Ich habe daher Ende März den Vertrag per Einschreiben mit Rückschein gekündigt und mir den Rückkaufswert auszahlen lassen. Das war eine angenheme Finanzspritze die uns ermöglicht hat, ein paar Dinge im Haus zu richten die notwendig waren und die wir immer mangels Geld vor uns hergesschoben haben.

Jetzt ist mein privater Haushalt wieder relativ ausgeglichen und ich habe den Streß weg, jeden Monat viel Geld in ein Altersvorsorgesystem zu pumpen das eigentlich nur für die private Versicherungswirtschaft ein Gewinn ist. Zwar ein schmerzhaftes Lehrgeld, aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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